Lücken schließen

Abgeordneter Radlmeier bei Bürgermeister Radlmeier

Bruckberg. Radlmeier trifft Radlmeier: Der Landtagsabgeordnete Helmut Radlmeier (CSU) besuchte Bruckbergs Bürgermeister Rudolf Radlmeier (FW) im Rathaus, um mehrere Anliegen zu besprechen. Auf der Agenda: Der Ausbau des Radwegenetzes, die Schaffung einer Tagespflegeeinrichtung sowie die Verlegung der Staatstraße 2045 raus aus der Bruckbergerau.

Beim Ausbau des Radwegenetzes in der Gemeinde Bruckberg komme man voran, antwortete Bürgermeister Rudolf Radlmeier auf die entsprechende Frage des Abgeordneten Helmut Radlmeier. „Das haben wir fest auf der Agenda“, so der Bürgermeister. Für den Bau eines Radweges von Edlkofen in die Nachbargemeinde Wang werde demnächst ein Förderantrag gestellt. Auf der anderen Gemeindeseite sei man sich mit der Nachbarkommune Altdorf ebenfalls bei einem Vorhaben einig: Ein Radweg von Gündlkofen nach Altdorf über Unterlenghart soll entlang der Kreisstraße gebaut werden. Die nötigen Grundstücksverhandlungen liefen derzeit, berichtete Rudolf Radlmeier. Weitere Lücken im Radwegenetz bestünden noch zwischen Gündlkofen und Pörndorf sowie zwischen Bruckberg und Gündlkofen. Doch auch diese Lücken wolle die Gemeinde schließen – vorausgesetzt man bekomme den benötigten Grund.

Neben den Radwegen sprach man auch über den Wunsch, eine Radbrücke über die Isar zu bauen. „Schon vor einiger Zeit wurden sowohl aus Bruckberg als auch aus dem Gemeindebereich Eching der Wunsch an mich herangetragen, dass man die beiden Gemeinden mit einer Radbrücke über die Isar verbindet“, erläuterte Landtagsabgeordneter Radlmeier. Für Bruckbergs Bürgermeister wäre das ein schöner Lückenschluss: „Eching ist eigentlich so nah – und doch so fern“. Mit einer Brücke würde man die Gemeinden verbinden und müsste nicht über Moosburg oder Landshut fahren.

Tagespflege diskutiert

Eine ganz andere Lücke brachte Helmut Radlmeier zur Sprache: Die Einrichtung einer Tagespflege in der Gemeinde. „So wie ein Kindergarten wird künftig eine Tagespflege zum Standard werden“, unterstrich Radlmeier, Mitglied im Landtagsausschuss für Gesundheit und Pflege. Die Vorteile lägen auf der Hand: Die Tagespflegegäste blieben in vertrauter Umgebung, würden aber untertags professionell betreut. Zudem sei man in einer Tagespflege in Gesellschaft und könne am sozialen Leben teilnehmen. Eine Tagespflegeeinrichtung wäre gerade in Bruckberg eine ideale Ergänzung zum Seniorenheim, befand Radlmeier, der auch dem Landesgesundheitsrat angehört. Bürgermeister Radlmeier zeigte sich dem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen: Eine Tagespflege sei durchaus eine denkbare Option für Bruckberg.

Staatsstraße verlagern

Unterstützung bot der Landtagsabgeordnete Radlmeier auch bei einem anderen Projekt an: Die Verlegung der Staatsstraße 2045 raus aus der Bruckbergerau. „Schon zu Beginn meiner Abgeordneten-Tätigkeit wurde dieser Wunsch an mich herangetragen. Ich bin auch weiterhin gern bereit, hier zu unterstützen – wenn die Gemeinde eine Verlegung dieser Staatsstraße wünscht“, hielt Radlmeier fest. Für Bürgermeister Radlmeier käme die Verlegung zum idealen Zeitpunkt: Die Bahnsteige an den Bahnhöfen Bruckberg und Gündlkofen sollen in den kommenden Jahren erhöht werden. Im Zuge dessen könnte man auch die Bahnübergänge umgestalten. Das eine Entschärfung sinnvoll sei, habe nicht zuletzt der tragische Unfall 2020 gezeigt.

Wenn man dann ohnehin an der Staatsstraße arbeite, wäre eine komplette Verlegung überlegenswert. „Für die Anwohner der Bruckbergerau wäre eine Verlegung der Staatsstraße eine enorme Entlastung“, so der Rathaus-Chef. Außerdem würden alle Verkehrsteilnehmer davon profitieren, da Gefahrenstellen entschärft und der Verkehrsfluss erhöht werden könnte, war man sich einig. Abgeordneter und Bürgermeister vereinbarten, sowohl in Sachen Staatsstraße als auch bezüglich der anderen besprochenen Anliegen in Kontakt zu bleiben.

Bildunterschrift: CSU-Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (r.) und Bürgermeister Rudolf Radlmeier (FW) sprachen darüber, wie man die Infrastruktur in den Bereichen Verkehr und Pflege in der Gemeinde verbessern könnte.
Foto: Josef Amann

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