„Lust auf Eislaufen hatten die Landshuter schon immer“

Der 1. Vorsitzende des EV Landshut Hans Eller: „Für den EV Landshut wird dieser Tag als einer der wichtigsten Momente in die Vereinsgeschichte eingehen.“ Nach drei Jahren Bauzeit konnte das Eisstadion mit dem Namen Fanatec Arena eingeweiht werden.

Publikumslauf im neuen Eisstadion des EV Landshut am Eröffnungstag

Bereits 1865 wurde in der damaligen Niederbayerischen Presse für den Besuch einer Eisbahn in der Oberen Freyung geworben. Das Eislaufen schien wie eine Modewelle durch Landshut zu wogen. Auf vielen Plätzen entstanden in den damals noch sehr strengen Wintern Eislaufbahnen.  Diverse Händler boten Schlittschuhe für Damen und Herren an. Gastronomen errichteten an den Eisbahnen Würstelbuden und schenkten Bier aus. Sogar an Fasching gab es bereits maskierten Eislauf mit Musik.

156 Jahre später ging es bei der offiziellen Eröffnung und dem Tag der offenen Türe am Samstag, den 30.10. 2021, in dem in drei Jahren Bauzeit errichteten Eisstadion Fanatec Arena, ähnlich zu. Natürlich sind bei der neuzeitlichen Lebensweise die Umstände etwas anders gelagert. Zum Eislaufen steht nun ein sehr modern ausgestattetes Stadion zur Verfügung und es wird nicht nur Schlittschuhlauf geübt, sondern es wir natürlich in erster Linie Eishockey gespielt.

Im Februar 2016 bekamen die Landshuter Architekten Stefan Feigel und Thomas Dumps den Zuschlag für die Planung und Sanierung. Baubeginn war im Mai 2019, Bauende im Oktober 2021. Die Planung erstreckte sich über eine Nutzfläche von 8850 Quadratmetern.  Geplante Kosten: 21,5 Millionen Euro. Nach der letzten Veranschlagung werden es aber rund 22,5 Millionen Euro. Es gab dabei wenig Förderung. So erhielt man aus dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zwei Millionen Euro, sowie eine kleine Finanzspritze durch die Nationale Klimaschutzinitiative, nämlich 67.290,00 Euro.

Eine Sanierung des Eisstadions wurde nötig, weil das Dach marode war und Korrosion beim Tragwerk festgestellt wurde. Dazu erfüllten auch die Rettungswege nicht mehr die Standards. Die Kältetechnik musste erneuert werden, wie überhaupt alle technischen Anlagen samt Beleuchtung, die noch aus den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts stammten.

1. Vorsitzender des EV Landshut Hans Eller
In einem Grußwort wies der 1. Vorsitzende des EV Landshut, Hans Eller, darauf hin, dass durch eine aufwändige Sanierung des Eisstadions sichergestellt sei, dass damit ein großartiger und zukunftsträchtiger Eishockeysport am Gutenbergweg möglich ist.

„Unser neues Stadion stehe dabei symbolhaft für die große Wertschätzung, die die Stadt Landshut und ihre Verantwortlichen, sei es in den politischen Gremien oder in der Verwaltung, ihren Eishacklern entgegengebracht haben“, meint Hans Eller. Glücklich macht den Vorsitzenden vor allen Dingen, dass mit der aufwändigen Sanierung die Leistung all derer gewürdigt werde, die den Verein mit Leben füllen: All die Landshuterinnen und Landshuter, die sich zum Beispiel in der Jugendarbeit, unentgeltlich und mit viel Herzblut für ihren EVL engagieren. „Deshalb freue ich mich als Landshuter, als Eishockeyfan und als Vorsitzender dieses großartigen Vereins gleich dreifach darauf, unsere gute Stube zu beziehen, und dass wir in den kommenden Jahren mit euch allen in unserem neuen Wohnzimmer feiern und jubeln können“, so Hans Eller.

In Vertretung des gesamten EVL-Vorstandes bedankte sich Hans Eller besonders bei Oberbürgermeister Putz und seinen Stadträtinnen und Stadträten für die Entstehung des neuen Stadions. Für den EVL sei dieses Stadion ein Aushängeschild, auch für die Fans und für die gesamte Bevölkerung. Auch für den gesamten Nachwuchs sei dieses neue Stadion von großer Bedeutung. Hiervon hänge die Zukunft des gesamten EV Landshut ab. Mit dieser Investition sei die Zukunft des Vereins gesichert.

Ein aufrichtiger Dank geht an die Architektengemeinschaft Stephan Feigel und Thomas Dumps. Denn um so ein Stadion zu sanieren und zum Teil neu zu erstellen, bedarf es fachmännisches Können und ein gutes Gefühl für eine architektonische Leistung. Ein besonderer Dank ergeht auch an den Leiter des Bauamtes der Stadt Landshut, Herrn Doll, ebenso an Herrn Meineke und an Herrn Herrndobler, die mit großem Einsatz alle Probleme gelöst haben. An Frau Jutta Reimprecht ergeht gleichfalls ein großes Lob für die Planung und Erstellung der VIP-Logen.

Oberbürgermeister Alexander Putz
Oberbürgermeister Alexander Putz bedankte sich bei den Planern und ausführenden Firmen für ihren außergewöhnlichen Einsatz. Ihnen sei es zu verdanken, dass die Bauphasen zügig und nahezu reibungslos und ohne Unfälle durchgeführt werden konnten. Dem EVL dankte Putz für die fruchtbare und konstruktive Zusammenarbeit. “Für die Fans hat das Warten nun ein Ende. Die neue Eishalle wird hoffentlich ihre Vorfreude und ihre Geduld belohnen, indem hier auch zukünftig wieder legendäre Spiele stattfinden werden. Eine erste Gelegenheit dazu gibt die U-18 Weltmeisterschaft, die hier im kommenden Jahr ausgetragen wird“, betonte der Oberbürgermeister.
Wissenschaftsminister Bernd Sibler, erklärter EVL-Fan, ließ es sich nicht nehmen, bei der Eröffnungsfeier des neuen Eisstadions dabei zu sein
Mit christlichem Gebet und viel Weihwasser segneten Pfarrer Armin Wölfl und Diakonin Nina Lubomierski (siehe Fotoreihe) die Fanatec Arena
Nach der offiziellen Eröffnung des neuen Eisstadions war ein buntes Programm angesagt mit Aufführungen der „Ice „Angels“ von der Eiskunstlaufabteilung des EVL. Ein Showtraining der DEL2-Mannschaft begeisterte die Zuschauer. Stark angenommen wurden Stadionführungen mit den Architekten Feigel und Dumps. Der Höhepunkt der Veranstaltung war ein Spiel der Deutschen Nachwuchsliga, bei dem der EV Landshut vor rund 800 Zuschauer zu einem Kantersieg von 10:3 über die Jungeisbären Regensburg kam.
– hjl –
Bildbeschreibung von links: Anton Weitl (BEV), Architekt Stefan Feigel (er überreichte speziell gestaltete Eishokey-Pucks), 1. Vorsitzender des EVL – Hans Eller, Architekt Thomas Dumps, Oberbürgermeister Alexander Putz

Impressionen der Eröffnung des neuen Eisstadions Fanatec Arena in Bildern:

Fotos: h.j.lodermeier

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