Mehr regionale Lebensmittel und Bioprodukte in niederbayerischen Bezirkseinrichtungen

Zum aktuellen Stand des Projekts „Regio 2030“

Landshut-Schönbrunn. Im Rahmen der gestrigen Sitzung des Bezirksausschusses im Agrarbildungszentrum in Landshut-Schönbrunn informierte Katrin Landes, persönliche Referentin des Bezirkstagspräsidenten, die Bezirksräte über den Stand des im Dezember 2019 beschlossenen Projektes „Regio 2030“. Ziel ist es, die Verwendung von regional produzierten Lebensmitteln und Bio-Lebensmitteln in den Bezirkseinrichtungen schrittweise zu erhöhen – bis 2030 auf mindestens 30 Prozent an regionalen Produkten und 30 Prozent an Bioprodukten.

Bei drei Treffen, die 2022 stattfanden, widmete sich die Arbeitsgruppe den Schwerpunkten Warenwirtschaft und Kommunikation. Zudem waren die Herausforderungen, die die Corona- und Energiekrise auf das Projekt haben – wie etwa Preissteigerungen und Verfügbarkeit von Lebensmitteln – ein wichtiges Thema.

„Bei ‚Regio 2030‘ konnten wir in diesem Jahr einige Erfolge erzielen: Neben der (Komponenten-) Biozertifizierung der Verpflegung am IfH in Straubing sowie am Bezirksklinikum Mainkofen gab es ein Coaching des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zum Thema ‚Mehr Bio und Regio in der Kantine‘. Alle drei teilnehmenden Kantinen des Bezirks Niederbayern konnten dies mit einem Zertifikat abschließen“, berichtet Katrin Landes. Besonders erfreulich ist, dass der Anteil an verarbeiteten, regionalen Lebensmitteln, deutlich anstieg. Bei den Bio-Lebensmitteln erreichte die Küche des Instituts für Hören und Sprache sogar den angesetzten Zielwert von 30 Prozent.

Als nächste Schritte seien die weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit produzierenden bezirklichen Einrichtungen wie etwa dem Lehr- und Beispielsbetrieb für Obstbau Deutenkofen, dem Fischereilichen Lehr- und Beispielsbetrieb Lindbergmühle, dem Ökologischen Lehrgut in Landshut-Schönbrunn sowie dem Landwirtschaftlichen Gutsbetrieb Mainkofen geplant. Zudem soll für das Jahr 2023 eine erneute Datenerfassung erfolgen und ein Austausch mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen in der regionalen und der Bio-Küche stattfinden.

„Mit dem Projekt ‚Regio 2030‘ leistet der Bezirk Niederbayern einen wichtigen Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit in der Gemeinschaftsverpflegung. Es freut mich, dass die Umsetzung so reibungslos klappt und ein erster Zielwert bereits jetzt erreicht werden konnte“, so Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich. „Daher möchte ich dem gesamten Projektteam und allen voran den Küchenleitungen der Bezirkseinrichtungen für ihren großartigen Einsatz danken.“

-jn-

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Sonja Paetow/pixabay

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