Mit großer Vielfalt gut für die Zukunft aufgestellt

Chefarzt des Neurologischen Zentrums berichtet dem Bezirkstagspräsidenten von gutem Jahr in Mainkofen

Mainkofen. „Wir blicken auf ein gutes Jahr zurück“, so fasste es der Chefarzt des Neurologischen Zentrums, Prof. Tobias Schmidt-Wilcke zusammen, als er sich mit Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich zum Jahresgespräch in Mainkofen traf.

Das liege vor allem daran, dass man in Sachen Neurologie in Mainkofen sehr breit aufgestellt sei und den Patienten eine große Vielfalt an Behandlungsmöglichkeiten bietet. 2021 ist es gelungen, wieder als Schlaganfallstation, „Stroke-Unit“ genannt, zertifiziert zu werden. Außerdem wurde die Weaning-Station ausgebaut, diese soll Anfang des Jahres als neurologisches Weaning-Zentrum zertifiziert werden. Mit 45 Patienten, die dort mit einer durchschnittlichen Verweildauer von zwei-drei Monaten langsam von Beatmungsgeräten entwöhnt und anschließend dekanüliert wurden, war man sehr gut ausgelastet. Darunter waren auch einige Covid-Patienten, die von anderen Akutkliniken übernommen wurden, wie der Chefarzt berichtete. „Neue Stationen zu etablieren ist immer eine Herausforderung, doch wir haben sehr motivierte Pflegekräfte, so dass wir positiv in die Zukunft blicken.“ Tobias Schmidt-Wilcke, der seit gut einem Jahr den Chefarztposten innehat, kann zudem auf eine starke Oberartzriege setzen, die die Schwerpunkte, die der Chefarzt setzt, mitträgt. Ein Schwerpunkt liegt unter anderem auf der neurologischen Frührehabilitation. „Ein Bereich, der in Zukunft noch größer und wichtiger werden wird und dem wir auch in unserer Facharztausbildung dementsprechend Raum geben.“

Neben diesen „Zugpferden“ will Schmidt-Wilcke aber auch die bisherigen Schwerpunkte wie die Behandlung von Multipler Sklerose und Parkinson weiterführen. „Nicht nur bei Schlaganfall, sondern auch bei der Behandlung dieser Krankheiten genießt Mainkofen einen exzellenten Ruf“, freute sich Bezirkstagspräsident Olaf Heinrich. Die große Diversifizierung des Bezirksklinikums sieht er positiv und den neurologischen Standort Mainkofen deshalb für die Zukunft bestens aufgestellt. „Wir sind auf einem guten Weg“, stimmte ihm der Chefarzt zu und hofft, dass es auch in 2022 inhaltlich so gut weitergeht, wie bisher.

Während man heuer bereits als MS-Zentrum zertifiziert wurde, habe man bei der Behandlung von Parkinson-Patientin bis 2023 ein ähnliches Ziel ins Auge gefasst. „Wir nutzen bereits heute innovative Behandlungsmöglichkeiten, z.B. verschiedene Pumpensysteme, die eine sehr gleichmäßige Verabreichung der Medikation bei Parkinson ermöglichen“, erklärte Schmidt-Wilcke. Daneben will man auch bei der Digitalisierung neue Wege gehen und nach einem Jahr des „personellen Generationen-Umbruchs nach vorne blicken. Noch ist die Umstrukturierung des Bezirksklinikums Mainkofen, in die insgesamt 145 Millionen Euro investiert werden, nicht komplett. Doch schon jetzt kann der neue Chefarzt sagen, dass er von den Gebäuden sehr angetan ist. „Und von der Mannschaft sowieso.“

– ml –
Bildunterschrift: Freuen sich über ein gutes Jahr für das Neurologische Zentrum: Prof. Tobias Schmidt-Wilcke und Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich.
Foto: Lang/Bezirk Niederbayern

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