Mit Prävention gesund bleiben

Kneippanlage ist wieder in Betrieb – Ruth Müller, MdL und Bürgermeister Florian Hölzl erinnern an Pfarrer Sebastian Kneipp

Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern“, zitiert die Landtagsabgeordnete Ruth Müller den Heilkundler Sebastian Kneipp anlässlich seines 200. Geburtstages. Die Prävention, also Vorbeugung stand für ihn immer im Mittelpunkt seiner Behandlungen. „Auch in unserem heutigen Gesundheitssystem sollte der Präventionsaspekt eine viel deutlichere Gewichtung einnehmen“, findet Bürgermeister Florian Hölzl, denn wer dabei unterstützt werde, Krankheiten gar nicht erst entstehen zu lassen, könne nicht nur sich selbst langwierige Leiden ersparen, sondern entlaste das Gesundheitssystem und somit jeden Einzelnen auch finanziell.

Der Kneipp-Bund fordert seit Jahren die Prävention und Gesundheitsförderung als gleichberechtigte Säule im deutschen Gesundheitssystem neben der Kuration, also der Behandlung von Krankheiten, der Rehabilitation und der Pflege. „Unser Gesundheitssystem zählt zu den besten der Welt – jedoch sollte auch in der Politik mehr Fokus auf die Vorbeugung von Krankheiten durch entsprechende Präventionsprogramme gelegt werden, die einen gesunden Lebensstil, die Stärkung des Immunsystems und Sport fördern und somit in vielen Fällen aufwendige, teure und vor allem für den Betroffenen leidvolle Behandlungen vermeiden“ bricht Ruth Müller eine Lanze für die Lehre Kneipps. Auch Bürgermeister Florian Hölzl ist der Meinung, dass eine optimale Gesundheitsversorgung durch eine Verbindung der klassischen, kurativen Medizin mit einem ganzheitlichen Blick auf den Patienten erreicht werden könne und nicht nur durch die Behandlung einzelner Symptome.

Einen Schritt in diese Richtung hat der Markt Pfeffenhausen bereits mit der Errichtung einer Kneipp-Anlage an der Landshuter Straße unternommen. Seit einem Jahr steht die Anlage, die mit der Unterstützung des LEADER-Förderprogramms realisiert werden konnte, von Frühjahr bis Herbst allen interessierten Bürgern zur Verfügung. Bereits im vergangenen Sommer, so Florian Hölzl, sei die Anlage als willkommene Möglichkeit der Abkühlung und Erfrischung bereits von Jung und Alt genutzt worden. „Leider konnte die Kneipp-Anlage aufgrund der Pandemie nicht offiziell eingeweiht werden, daher haben wir das Jubiläum des 200. Geburtstag Sebastian Kneipps zum Anlass genommen, ihr zumindest einen gemeinsamen Besuch abzustatten und damit die diesjährige Kneipp-Saison eröffnet“, erklärt Ruth Müller. Um die immunstärkende Wirkung eines Kneippgangs nicht ins Gegenteil zu verkehren, möchten die beiden Politiker ein paar einfache Hinweise zur Benutzung der Anlage geben: Länger als eine Minute aber maximal bis zwei Minuten sollte der Kneipp-Gang dauern. Dabei in sogenannten „Storchenschritten“ die Füße bei jedem Schritt aus dem Wasser heben und langsam vorangehen. Nach dem Verlassen des Beckens noch einige Schritte gehen, bevor man sich niederlässt und mit einer weiteren Anwendung 60 Minuten warten. Für einen stabilen Kreislauf ist es wichtig, anschließend keine starken Belastungen durchzuführen und viel zu trinken!

Bildquelle: Büro R. Müller

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