Mutter von Melanie von den Behörden im Stich gelassen?

Nach einer blutigen Hundeattacke an Tochter Melanie fordert Marion Feldmaier, einem Hundebesitzer die Erlaubnis der Hundehaltung zu entziehen.

Am 8. Oktober ist die Tochter Melanie von Marion Feldmaier in der Nähe ihres Hauses auf dem Weg zur Schule, von einem nicht angeleinten Hund angefallen und erheblich verletzt worden. Der Rottweiler verbiss sich in ihrem Arm und der Hundehalter hatte alle Mühe, seinen Hund von Melanie wegzureißen.

Die Hundeattacke war der schlimmste Augenblick ihres Lebens

Melanie erleidet starke Bisswunden, die von einem Notarzt versorgt wurden. Im Landshuter Krankenhaus wurde Melanie unter Vollnarkose operiert, Sehnen und Muskeln waren verletzt und Melanie musste eine Woche im Krankenhaus verweilen, um ihre Verletzungen stationär weiter behandeln zu lassen.

Der Angriff auf ihre Tochter war kein Einzelfall, erklärt Marion Feldmaier, denn in den letzten Jahren wurde ein Zeitungsausträger und ein Hund von diesem Rottweiler angefallen. Aus diesen Gründen erstattete sie Anzeige bei der Polizei, meldete den Vorfall bei der Gemeinde und schaltete einen Anwalt ein.

Die Zwölfjährige musste notoperiert werden

Heute noch leidet die Verletzte an den Folgen dieser Hundeattacke. Melanie muss noch immer ärztlich versorgt werden und habe immer noch Schmerzen. Dazu kommt das seelische Leiden. Die Attackierte braucht immer noch psychologische Unterstützung und leidet an Panikattacken. „Der Besitzer des Rottweilers sei ungeeignet einen Hund zu halten“, meint die 45-jährige. Sie fürchtet auch um die Sicherheit der Kinder, die sich in der Nähe ihres Hauses auf einem Kinderspielplatz aufhalten. Außerdem fordert sie die Gemeinde auf, dem Hundebesitzer den Problemhund zu entziehen. Leider hat die Gemeinde nicht reagiert, so dass Marion Feldmeier und ihr Partner vor das Verwaltungsgericht in Regensburg zog. Der Rottweiler sei eine Gefahr nicht nur für sie, sondern für alle Bewohner in dieser Gegend. „Muss einem Kind erst die Kehle durchgebissen werden, bevor jemand von den Behörden reagiert?“

Der Bürgermeister von Weng beschreibt den Vorfall als sehr bedauerlich und dem Hundehalter, der den Vorfall auch eingeräumt habe, wurde eine Auflage gestellt, den Hund anzuleinen und einen Maulkorb aufzusetzen. Weitere Maßnahmen, hier denkt man an die Untersagung der Haltung des Hundes, seien aber nicht geplant. Dem Bürgermeister sei nicht bekannt, dass ein Zeitungsausträger von dem Hund verletzt worden sei.

– hjl –

Foto: M. Feldmaier

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