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Runde im Rathaus besprach Verbesserungen im Bereich ÖPNV

Eching. In der Gemeinde Eching steht – wie in vielen Gemeinden des Landkreises – der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) noch vor dem Ausbau. Oft konzentriert er sich noch darauf, Schüler zur Schule und wieder zurückzubringen. Doch wie kann man die Busanbindung in einer ländlichen Gemeinde wie Eching so verbessern, dass der ÖPNV auf eine neue Stufe gehoben wird? Darüber diskutierten Echings Bürgermeister Max Kofler, Dr. Christoph Häusler, Geschäftsleiter des Landshuter Verkehrsverbundes LAVV und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU).

Bei einem Besuch des Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier bei Bürgermeister Max Kofler kam seinerzeit auch die Situation des Öffentlichen Personennahverkehrs im Gemeindegebiet zur Sprache. Speziell die Busanbindung an Landshut und an Moosburg wurde damals diskutiert und Ideen entwickelt. Auf Radlmeiers Vermittlung hin traf man sich nun erneut im Echinger Rathaus, um mit dem Geschäftsleiter des Landshuter Verkehrsverbundes LAVV, Dr. Christoph Häusler, über diese Ideen und deren Verwirklichungschancen zu sprechen. „Grundsätzlich geht es um die Frage, wie man den ÖPNV bedarfsgerecht verbessert“, fasste Radlmeier, der auch LAVV-Verwaltungsrat ist, zusammen.

Taktverbesserung geplant

Eine Busverbindung nach Landshut gebe es zwar. Allerdings sei die aus Sicht der Gemeinde ausbaufähig. Hier ist allerdings eine Verbesserung geplant, wie Häusler ausführte. Derzeit werde federführend von Stadt und Landkreis Landshut ein Nahverkehrsplan für die Region erarbeitet. Der LAVV unterstützt dabei. „Der Nahverkehrsplan ist ein Quantensprung. Das ist der Einstieg in einen echten ÖPNV für jedermann“, wie Häusler es nannte. Das Konzept sieht den Aufbau der sog. „Landshuter Acht“ vor: Mit zwei ringförmigen Buslinien, die den Landkreis einmal im Norden und einmal im Süden abdecken, soll der Busverkehr ausgebaut werden. Im Sommer konnte die Öffentlichkeit sich an der Entwicklung des Nahverkehrsplans beteiligen. Die eingegangenen Rückmeldungen würden aktuell ausgewertet, berichtete Häusler.

Ziel sei es, sowohl Qualität als auch Quantität des ÖPNVs in der Region auszubauen, so Häusler. Für die Gemeinde Eching würde das Konzept einen Zwei-Stunden-Takt bringen. Aus Sicht von Bürgermeister Kofler ist das ein erster und großer Schritt. „Dank dem Zwei-Stunden-Takt wird der ÖPNV für die Gemeindebürger planbar“, zeigte sich Kofler zufrieden. Die Zeit zwischen den Fahrten könne man gut zum Einkaufen oder für sonstige Erledigungen nutzen. Künftig wären aber weitere Verbesserungen wünschenswert, machte der Bürgermeister deutlich. Kleinere Ortsteile der Gemeinde sollte beispielsweise mit einem Rufbus abgedeckt werden, so Kofler.

Perspektiven betrachtet

Neben der Anbindung an Landshut beschäftigten sich Häusler, Kofler und Radlmeier auch mit einer möglichen Verbindung nach Moosburg. Perspektivisch sollte die Gemeinde auch an Moosburg und vor allem an den dortigen Bahnhof angebunden werden, so der Wunsch des Bürgermeisters. Besonders im Falle eines MVV- Anschlusses ist der Bahnhof Moosburg gerade für Pendler nach München interessant, meinte Kofler. Das sei allerdings ein langfristiger Prozess, da man sich nicht nur landkreisübergreifend einig sein müsste, sondern auch den MVV mit einbinden müsse. Priorität habe deshalb die Stärkung des ÖPNVs in Richtung Landshut sowie innerhalb der Gemeinde und zu den Nachbarkommunen, so die Runde.

Bildunterschrift (v.l.):

Sprachen über die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs in der Gemeinde Eching: Bürgermeister Max Kofler, Dr. Christoph Häusler, Geschäftsleiter des Landshuter Verkehrsverbundes LAVV und Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU).

Foto:
Josef Amann

 

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