Neugestalteter Wetter- und Klimapfad am Hohen Peißenberg eröffnet

Eröffnung des neu gestalteten Wetter- und Klimapfades am Hohen Peißenberg

Hohenpeißenberg / Offenbach, 1. Juni 2022 – Der neu gestaltete Wetter- und Klimapfad amHohen Peißenberg wird heute der Öffentlichkeit übergeben. Mit Unterstützung der Gemeinde Hohenpeißenberg hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) den Lehrpfad zu Wetter und Klima gründlich überarbeitet. Dazu gibt es eine OnlineVersion auf der Homepage des DWD sowie ein Wetter-Quiz auf der InstagramSeite des DWD.

Elf Tafeln in gut einer halben Stunde

Insgesamt finden sich auf dem Lehrpfad elf Informationstafeln. Dabei werden unter anderem anschaulich der Unterschied zwischen Wetter und Klima, der Aufbau der Atmosphäre oder die Auswirkungen des Klimawandels auf dem Hohen Peißenberg erklärt. Die reine Gehzeit des Wetter- und Klimapfades beträgt gut 15 Minuten. Wer sich in die Informationen der Tafeln vertieft, benötigt etwa eine halbe Stunde. Über QR-Codes gelangt man zur Darstellung des Pfades auf der DWD-Homepage mit weiterführenden Informationen und Links sowie zu einem Quiz auf dem Instagram-Kanal des DWD. Dort kann man sein erlerntes Wissen testen. Alle Angebote sind kostenfrei und öffentlich zugänglich.

Feste Verankerung in der Region

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Neugestaltung des Wetter- und Klimapfades nicht nur unser Engagement noch tiefer in der Region verankern“, sagt Norbert Wetter, Vizepräsident und Mitglied des Vorstandes des DWD. „Wir wollen zudem Anstoß geben, sich mit den Themen Wetter, Klima und Klimawandel intensiver auseinander zu setzen. Gerade beim Klimawandel geht es uns um die verständliche Vermittlung von wissenschaftlichen Fakten und Erkenntnissen. Und dazu liefert die Forschung hier auf dem Berg einen wesentlichen Beitrag.

Mit dem neuen Lehrpfad können wir auch einen Einblick in unsere Arbeit auf dem Hohen Peißenberg geben, deren Schwerpunkt auf der meteorologischen und klimatologischen Forschung liegt.“ „Hohenpeißenberg schmückt sich gerne mit zwei Superlativen: Zum einen mit dem unbestrittenen schönsten Rundblick Bayerns und zum anderen die Gemeinde mit dem ältesten Bergobservatorium der Erde“, sagt Thomas Dorsch, Bürgermeister der Gemeinde Hohenpeißenberg. „Wir blicken nun bereits auf 241 Jahre ununterbrochene, oft unter schwierigsten Bedingungen geleistete wissenschaftliche Arbeit hier auf unserem Berg zurück. Gerade im Hinblick auf den auch bei uns spürbaren nicht mehr diskutierbaren Fakt des Klimawandels, sehen wir, wie ausschlaggebend wichtig die wissenschaftlichen Forschungen, wie bei uns auf dem Hohen Peißenberg durchgeführt, sind, um Politik und Gesellschaft für diese ausschlaggebenden Themen mit belastbaren Fakten zu sensibilisieren und aufzurütteln. Mit dem neuen Lehrpfad können diese Themen einer breiten Öffentlichkeit nähergebracht werden. Dafür bedanken wir uns ganz herzlich beim DWD und allen Projektbeteiligten.“

„Wir auf dem Hohen Peißenberg machen schon lange ‚kein Wetter mehr‘, sondern erforschen mit gut 60 Mitarbeitenden die Zusammenhänge beim menschengemachten Klimawandel, wo wir Menschen zwar die Verursacher sind, aber immer noch nicht alle Prozesse richtig verstehen“, sagt Dr. Christian Plaß-Dülmer, Leiter des Meteorologischen Observatoriums Hohenpeißenberg. „Neben der Forschung sehen wir uns aber in der Verantwortung, das, was wir wissen, auch zu kommunizieren. Deshalb haben wir dem Wetter- und Klimapfad ein neues Design gegeben. Weiterhin planen wir einen neuen Info-Pavillon am Eingang zum Observatorium, der den Pfad inhaltlich mit fachlichen Schwerpunkten der DWDForschungsarbeit insgesamt ergänzen und abrunden wird.“

Über das Meteorologische Observatorium Hohenpeißenberg (MOHp) des DWD

Die Anfänge der systematischen Wetterbeobachtungen auf dem Hohen Peißenberg gehen zurück in das Jahr 1781. Die Wetterstation gehörte damals zum Messnetz der insgesamt 39 Beobachtungsstationen der Societas Meteorologica Palatina. Mit der Gründung des DWD 1952 wurde sie Teil des nationalen Wetterdienstes und sukzessive zu einem Meteorologischen Observatorium ausgebaut. Der Forschungsschwerpunkt liegt auf der Analyse der chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre. Seit 2019 läuft die Wetterstation im automatischen Betrieb. Zusammen mit dem Observatorium im brandenburgischen Lindenberg bildet das MOHp heute ein Herzstück der meteorologischen und klimatologischen Forschungen im DWD.

Abbildungen zur Pressemitteilung

 

Foto: Norbert Wetter, Vizepräsident und Mitglied des Vorstandes des Deutschen
Wetterdienstes (DWD) (Quelle: DWD)

Foto: Thomas Dorsch, Bürgermeister der Gemeinde Hohenpeißenberg (Quelle: Thomas Dorsch)

 

*ENDE*

weitere Beiträge