OB Putz: „Man will ein Leuchtturmprojekt schaffen“

Spatenstich für den Neubau der Grundschule Nordwest

Die Bauarbeiten sollen im Januar 2023 beginnen und zum Schuljahr 2025/26 fertig sein. Läuft alles nach Plan, können die ersten Kinder im September des Schuljahres 2025/26 einziehen. Am Donnerstag, 27. Oktober 2022, begannen die Arbeiten für den Neubau der Grundschule Nordwest ganz offiziell mit dem symbolischen ersten Spatenstich.

Oberbürgermeister Alexander Putz: „Man will ein Leuchtturmprojekt schaffen“

Informationen zum Projekt:

Allgemeines:

Kurz vor der Kreuzung nach Löschenbrand wird zwischen Park- und Oberndorferstraße und dem Schulgelände der Wirtschaftsschule, auf dem Feld des bestehenden Bolzplatzes, die neue 4-zügige Grundschule Nordwest mit Mensa und Einfach-Turnhalle errichtet.

Zur Realisierung der Grundschule auf dem mit altem Baumbestand umsäumten Grundstück müssen auch die Außenanlagen der Wirtschaftsschule neu organisiert werden. Um den Charakter der bestehenden „Parklandschaft“ zu bewahren, werden Schule und Mensa als runde, pavillonartige Gebäudekörper in den unbewachsenen Bereichen des Grundstücks angeordnet, wodurch der umgebende Landschaftsraum durchlässig und zusammenhängend erscheint. Der Baumbestand im Bereich der Grundschule bleibt fast vollständig erhalten und wird durch Neupflanzungen ergänzt. Die Einfach-Sporthalle ist als Grenzbebauung zur bestehenden Zweifach-Sporthalle der Wirtschaftsschule vorgesehen. Die Freianlagen binden die beiden Bildungsstätten auf dem Areal zu einem identitätsstiftenden Bildungsstandort zusammen.

Die neue Grundschule Nordwest wird 4-zügig ausgeführt – das heißt, 400 Grundschulkinder werden im Konzept der kooperativen Ganztagesbetreuung, dem sogenannten Bildungshaus, betreut. Es entsteht ein Gebäude, in dem Schulunterricht und die Betreuung der Grundschüler im Hort über den ganzen Tag stattfindet. Dadurch wird die hundertprozentige Schulkindbetreuung, die ab 2026 bundesweit garantiert ist, gewährleistet.

Die Kosten des Gesamtprojekts belaufen sich auf voraussichtlich 36.644.625 Euro (Stand April 2022). Der Haushaltsansatz liegt aktuell bei 37 Millionen Euro. Voraussichtlich 21,4 Millionen Euro muss die Stadt Landshut aus Eigenmitteln finanzieren, voraussichtlich 15,6 Millionen Euro steuert der Freistaat Bayern über die FAG-Förderung bei. Weitere Fördermittel hat die Regierung von Niederbayern für den Bau von 400 Hortplätzen in Aussicht gestellt. Deren Höhe ist aber noch unklar.

Schulgebäude und Schülerrestaurant:

Das Schulgebäude wird dreigeschossig mit Teilunterkellerung für Technik- und Lagerflächen ausgebildet. Der Haupteingang liegt im Südwesten und ist von der Parkstraße aus zu erreichen. Er führt ins Erdgeschoss, in dem Verwaltung und Sekretariat, das Lehrerzimmer/der erweiterte Pädagogenraum, die Fachräume sowie die zentrale Pausenhalle angeordnet sind. Drei Treppenhäuser erschließen in den beiden Obergeschossen je drei sogenannte Lerncluster für 60 bis 75 Schulkinder im Schul- und Hortbetrieb (kooperative Ganztagesbetreuung). Kleine Stichflure verbinden die Cluster untereinander. Den Treppenhäusern zugeordnet befinden sich je eine Garderobe für zwei Lerncluster im Erdgeschoss. Ein Cluster ist mit drei Klassenräumen für je 20 bis 25 Schulkinder, zwei Gruppenräumen und dem großzügigen zentralen Lernzentrum, dem Herzstück eines jeden Clusters, ausgestattet. Ein Teamzimmer für Lehrer und Erzieher des Clusters und ein kleiner Raum für Kleingruppen- oder Einzelbetreuung ergänzen das Raumprogramm eines Clusters. In jedem Geschoss ist ein zusätzlicher Mehrzweckraum vorhanden, der z.B. als Schlafraum genutzt werden kann.

Um die Hortgruppen morgens und nachmittags individuell erreichen zu können, ist ein zweiter Eingang zwischen Schul- und Mensagebäude von der Oberndorferstraße vorgesehen. Ein weiterer Eingang erschließt den gesicherten Schulhof mit Pausen- und Spielflächen und Allwetterplatz.

In dem im Norden an die Grundschule anschließenden Pavillon ist die Mensa, das sogenannte Schülerrestaurant, vorgesehen. Hier wird für die Grund- und einen Teil der Wirtschaftsschüler ein Mittagessen angeboten. In der großen Pause können Grund- und Mittelschüler eine Brotzeit bekommen. Das Mittagessen wird in der Aufbereitungsküche frisch zubereitet und im Zwei-Schicht-Betrieb an die Schüler ausgegeben. Um die Schüler in jeder Schicht gut und schnell versorgen zu können, wird die Hälfte einer Schicht in Tischgruppen verpflegt, die andere Hälfte holt sich das Essen an der Ausgabetheke. Die Wirtschaftsschüler haben einen abgetrennten Bereich mit separatem Zugang.

Das Schülerrestaurant ist über einen Übergang aus der Pausenhalle der Grundschule zu erreichen, kann aber von der Schule unabhängig betrieben und so ggf. auch für andere Veranstaltungen zur Verfügung gestellt werden.

Sportanlagen und Freiflächen:

Die Einfach-Sporthalle, die an den bestehenden Sporthallen der Wirtschaftsschule angeordnet ist, wird über die Außenanlagen des Gesamtschul-Campus erreicht. Ein über die gesamte Breite des Gebäudes angeordneter Flur erschließt Umkleiden, Lehrerzimmer, Behinderten-WC, Putz- und Technikräume. Auf dem Dach ist eine PV-Anlage vorgesehen.

Um die Außensportflächen beider Schulen auf dem Grundstück der Grund- und Wirtschaftsschule realisieren zu können, müssen auch die Außenanlagen der Wirtschaftsschule komplett neu organisiert werden. Zentraler Ort zwischen beiden Schulen bildet das 50 x 80 Meter große Rasensportfeld, das beiden Schulen zur Verfügung steht. Es kann quergespielt zwei Unterrichtsklassen aufnehmen.

Der Allwetterplatz der Grundschule mit Weitsprunggrube wird im Pausenhof der Grundschule vorgesehen. Der Allwetterplatz mit Weitsprunggrube der Wirtschaftsschule entsteht im Süden der Wirtschaftsschule in Teilbereichen des alten Lehrerparkplatzes. Hier, parallel zur westlichen Grundstücksgrenze, entsteht auch die 100-Meter-Laufbahn für beide Schulen. Die Wirtschaftsschule erhält zusätzlich im Norden der Laufbahn eine Kugelstoßanlage.

Um die hohe Dichte der Sport- und Außenanlagen für beide Schulen realisieren zu können, hier ist besonders auch die Verlegung der 100-Meter-Laufbahn zu erwähnen, müssen etwa 60 Bäume, vorwiegend im Bereich der Wirtschaftsschule, gefällt werden. Die notwendigen Genehmigungen wurden frühzeitig im Umweltsenat beantragt und mit Beschluss vom 23. Juli 2019 erteilt. Die Fällungen mit entsprechenden Ersatzpflanzungen wurden Teil des Bebauungsplans.

Der Lehrerparkplatz der Wirtschaftsschule mit ca. 40 Parkplätzen befindet sich weiterhin im Eingangsbereich des Wirtschaftsschul-Areals, wird aber in neuer Nord-Süd-Ausrichtung neben dem Eingang zur Wirtschaftsschule angeordnet. Im Norden über dem Rasensportfeld, erreichbar über die Oberndorferstraße, sind die Parkplätze der Grundschule angeordnet.

Die an der Parkstraße befindliche Bushaltestelle wird für zwei Gelenkbusse erweitert. Zur Verkehrssicherung der Kreuzung Parkstraße/Oberndorferstraße wird zukünftig eine Ampelanlage mit Linksabbiegerspur (aus Altdorf kommend) vorgesehen. Der Radverkehr stadteinwärts wird weiterhin über einen markierten Bereich auf der Straße geführt, für den Radverkehr in Richtung Schulcampus wird der Gehweg um eine Fahrradspur erweitert.

Die Hol- und Bringzone für beide Schulen entsteht in der Oberndorferstraße. Um den Verkehr nicht durch die Wolfgangsiedlung zu schicken, wird im Bereich des Lehrerparkplatzes Grundschule eine Wendemöglichkeit angeboten.

Geplanter Bauablauf:

Mit vorbereitenden Maßnahmen, beispielsweise der Neuorganisation der Außensportanlagen der Wirtschaftsschule sowie der Baustellen-Einrichtung, ging es bereits Mitte September los. Mit dem offiziellen ersten Spatenstich starten dann auch die Erdarbeiten. Für Januar 2023 ist die Tiefengründung von Grundschule und Mensa vorgesehen, für März bereits der Beginn der Baumeisterarbeiten an beiden Gebäuden. Im Juni 2023 sollen die Außensportanlagen der Wirtschaftsschule fertig sein – eine Voraussetzung dafür, dass im Juli der Bau der neuen Einfach-Turnhalle beginnen kann. Ab Winter 2023/24 soll der Ausbau der neuen Gebäude vorangetrieben werden, um sie bis Frühjahr 2025 baulich fertigzustellen. Läuft alles nach Plan, können die ersten Kinder im September des Schuljahres 2025/26 einziehen.

Technische Daten des Objektes:

Grundstücksgröße Grundschule                                         ca. 13.235 Quadratmeter

Grundstücksgröße Wirtschaftsschule                      ca. 20.870 Quadratmeter

Geschossfläche Schulgebäude mit Mensa                        ca. 5.840 Quadratmeter

Grundfläche Schulgelände mit Mensa                     ca. 2.750 Quadratmeter

Geschossfläche Sporthalle                                                 ca. 880 Quadratmeter

Grundfläche Sporthalle                                                        ca. 768 Quadratmeter

Sportanlagen GS und Wirtschaftsschule                           ca. 6.710 Quadratmeter

Außenanlagen Grundschule                                                 ca. 9.925 Quadratmeter

Neuorganisation Außenanlagen Wirtschaftsschule                  ca. 10.500 Quadratmeter

Bildbeschreibung:

Als Vertreter der Regierung von Niederbayern waren Regierungspräsident Rainer Haselbeck und Rektorin Astrid Heimberger vor Ort sein, die Stadt Landshut vertrat Oberbürgermeister Alexander Putz. Sebastian Hutzenthaler war als Vertreter der Staatlichen Schulämter in der Stadt und im Landkreis Landshut ebenso dabei, wie zahlreiche Vertreter der Stadt, der beteiligten Bau- und Planungsfirmen und des Stadtrats.

Fotos:

h.j.lodermeier

 

 

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