Offener Brief von Stadtmarketingvereinen an Ministerpräsidenten Söder und Staatsminister Aiwanger

In einem offenen Brief an den Ministerpräsidenten Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger machen 22 bayerische Stadtmarketing- & Gewerbevereine sowie Gemeinschaften – darunter die Stadt Landshut vertreten durch Oberbürgermeister Alexander Putz, den Leiter des Sachgebiets Marketing und Tourismus, Michael Bragulla, und den Ersten Vorsitzenden der I.L.I., Christian Boniberger – auf dringend und schnell benötigte Unterstützungshilfen sowie die desaströsen Folgen langsamer Auszahlungen aufmerksam.
Teilweise sind die bürokratischen Hürden zu hoch, teilweise kann die Unterstützung erst zu spät beantragt werden und teilweise dauert die Bearbeitung zu lange. Nach unserem Kenntnisstand ist die Beantragung der Überbrückungshilfe III erst ab Mitte Februar möglich. Abgesehen davon, dass dieser Termin bereits spät gesetzt erscheint, wird für viele kleine Unternehmen, die gerade den Charakter unserer Altstädte ausmachen, die Zeit bis zur Ausreichung bei den jetzigen Bearbeitungszeiten viel zu lange dauern.
Gerade diese stadtprägenden kleinen Unternehmen haben nicht genügend Liquiditätsreserven, um noch mehrere Wochen ohne tatsächlichen Eingang der Überbrückungshilfen überstehen zu können. Die Zeit drängt, es ist wichtig, die Überbrückungshilfen noch rechtzeitig auszuzahlen. Die Lage, die den Innenstädten ansonsten blüht, ist kritisch.
Daher war die Bereitschaft, gemeinsam in einem Brief auf die Dringlichkeit der Hilfe hinzuweisen, bei vielen bayerischen Stadtmarketing-Verantwortlichen groß, als der Amberger Stadtmarketingverein mit einem solchen Vorschlag und Schreiben an sie herangetreten ist. 
Neben persönlichen Schicksalen von Einzelhändler:innen oder Gastronom:innen verursacht jede Geschäftsschließung „einen irreparablen Schaden am Stadtbild und an der Identität unserer Stadt“, so die Unterzeichnenden. Alle Anstrengungen der letzten Jahre, Leerstände neu zu belegen und sie am besten gar nicht aufkommen zu lassen, wären hinfällig. Ein so oft prophezeites Aussterben von Innenstädten kann nur durch schnelle Ausgabe von Hilfen aufgehalten werden. Um die nie dagewesenen Hürden dieser Pandemie zu überwältigen wünschen sich die Unterzeichnenden auch in der Praxis besonderen Einsatz zur schnellen Auszahlung der beschlossenen Hilfen.

„Wenn Bayern seine Prägung, seine Tradition und seinen Charakter auch in Zukunft erhalten will, ist jede Innenstadt wichtiger Baustein. Um eine Verödung zu verhindern, ist nun rasches Handeln gefragt. Es zählt jede Woche!“, schließen die Stadtmarketing- und Gewerbevertreter:innen ihr Statement ab.

Bildquellle: Archiv – hjl –

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