Playoff-Start: Raben wollen als Außenseiter „Mut und Risiko“ zeigen

Playoff-Start in Stuttgart

Endlich Playoffs! Nachdem die Bundesliga-Hauptrunde wegen corona-bedingter Spielabsagen bzw. Nachholtermine um zwei Wochen verlängert werden musste, kann es nun losgehen mit der entscheidenden Saisonphase. Die Roten Raben als Tabellenachter treffen im Viertelfinale auf Hauptrundensieger Allianz MTV Stuttgart; Spiel eins der „Best-of-three“-Serie wird am Dienstag (19 Uhr) in der SCHARRena angepfiffen und auf www.SPORT1extra.de live übertragen.

Die Rollen in diesem Duell sind klar verteilt: Stuttgart ist in dieser Saison die absolut überragende deutsche Mannschaft, hat 21 von 22 Ligaspielen gewonnen, den DVV-Pokal geholt und im CEV-Cup auf europäischer Ebene das Finale erreicht. Auf der Stuttgarter Homepage wird offen davon gesprochen, dass das Viertelfinale gegen die Raben „nur eine Durchgangsstation“ auf dem Weg zu höheren Zielen sei.

Die Allianz-Damen, die in der Hauptrunde die anderen Spitzenteams Dresden, Potsdam und Schwerin um 10, 11 und 15 Punkte distanziert haben, nehmen Kurs auf den Meistertitel, und es besteht kein Zweifel daran, dass der Kader von Tore Aleksandersen nicht nur über die nötige Top-Qualität verfügt, sondern auch in der Breite exzellent besetzt ist, so dass der norwegische Erfolgstrainer eine Vielzahl von Optionen besitzt. Das 3:0 (17, 19, 19) zum Hauptrunden-Abschluss gegen den (ersatzgeschwächten) Dresdner SC fuhren die Schwäbinnen ohne Krystal Rivers und Simone Lee ein, an ihrer Stelle drückte die im Dezember nachverpflichtete T ́ara Ceasar dem Spiel ihren Stempel auf.

An einem Plan, wie die Roten Raben gegen diesen Gegner bestmöglich bestehen und auch eigene Akzente setzen können, tüftelt Florian Völker schon seit geraumer Zeit; die letzten beiden, für die Tabelle bedeutungslosen Punktspiele gegen Erfurt (3:1) und in Aachen (2:3) nutzten die Vilsbiburgerinnen teilweise dazu, bestimmte Abläufe mit Blick auf die Playoffs einzustudieren. „Klar ist“, weiß der Raben-Coach, „dass wir im Sideout möglichst stabil sein müssen.“ Da Stuttgart mit viel Druck spiele und dem Gegner nicht viele Chancen gebe, so Völker, „müssen wir in allen aktiven Elementen Mut, Aggressivität und Risikobereitschaft zeigen.“

Die Roten Raben können die Mission Stuttgart in Bestbesetzung in Angriff nehmen – und mit der gewachsenen Stabilität eines Teams, das im Hauptrunden-Endspurt eine richtig gute Entwicklung genommen hat, wovon vier Siege in den letzten sechs Spielen sowie Punktgewinne in den anderen beiden Partien zeugen. Nun wartet die hohe Hürde Stuttgart, und Florian Völker fasst seine Vorschau so zusammen: „Wir wollen alles an Power reinbringen, jede Spielerin muss ihre beste Performance zeigen, dann werden wir sehen, was dabei herauskommt.“ Dies gilt für Spiel eins in der SCHARRena ebenso wie für Spiel zwei, das am kommenden Freitag, 8. April, 19.30 Uhr, in der Ballsporthalle steigt. Karten für dieses Volleyball-Highlight gibt es online unter www. roteraben.de.

 

Foto: Rote Raben

 

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