PRO und CONTRA: Fußgängerzone in der Landshuter Neustadt

Stadtrat Ludwig Zellner

Als Bürgermeister war ich Vorsitzender der Interfraktionellen Arbeitsgruppe, die das gesamte Konzept für die heutige Fußgängerzone Altstadt/Theaterstraße und mehr ausgearbeitet hat. Bis dahin fuhren täglich Tausende Autos und LKWs durch die Altstadt – heute unvorstellbar. Also: Ich bin ein großer Befürworter sinnvoller Fußgängerzonen. Aber die Hälfte der Neustadt völlig isoliert, von Autostraßen umgeben, zur Fußgängerzone zu erklären macht wenig Sinn. Die erst vor wenigen Jahren schön neu gestaltete Neustadt ist baulich nicht als Fußgängerzone errichtet worden. Der untere Teil der Neustadt zwischen Ursulinenenge und Regierungsstraße eignet sich in der großen Breite von Hauswand zu Hauswand derzeit kaum für eine Fußgängerzone. Ob die Fußgängerfrequenz und die Aufenthaltszahl von Menschen so groß wird, dass dieser Raum als Fußgängerzone belebt wirkt und nicht öde und leblos, ist mehr als fraglich. Von der hohen Reduzierung der Zahl der Parkplätze in der Neustadt ganz zu schweigen. Schon jetzt klagen viele Geschäftsleute über zu wenige Parkplätze in diesem Bereich. Auch die Zufahrt zu den Stellplätzen in den Zwischengassen und in der unteren Neustadt macht große Probleme. Fazit: So nicht!

Bildquelle: Zellner priv.

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