PRO und CONTRA: Fußgängerzone in der Landshuter Neustadt

Stadträtin und Verkehrssenatsmitglied Anja König

Als Vertreterin der Ausschussgemeinschaft SPD & Linke/mut im Verkehrssenat stehe ich voll und ganz hinter einer Ausweisung der Neustadt in eine Fußgängerzone. Vor fast zehn Jahren hat die SPD einen Meinungsbildungsprozess zur Innenstadtentwicklung angestoßen, bei der auch viele Bürger*innen mitgewirkt haben. Das Ergebnis möchte ich hier kurz wiedergeben:

1. Der Dreifaltigkeitsplatz soll zu einem Marktplatz umgestaltet werden, auf dem auch die Schwaigerstände ihre festen Plätze erhalten
2. Das Gelände der alten JVA sollte für die Bebauung mit einem großen Parkhaus genutzt werden bzw. auch gern geteilt als Konferenz- bzw. Stadthalle und Parkhaus
3. Die Neustadt wird als verkehrsberuhigte Zone bzw. Fußgängerzone ausgewiesen und darf nur von Anliegern, PKW-Nutzer mit blauem Parkausweis, Taxis und Bussen befahren werden.
4. Die Fußgängerzone der Altstadt wird auf die komplette Altstadt ausgeweitet, von der Spiegelgasse bis zur Heilig-Geist-Gasse incl. der Gassen zwischen Neustadt und Altstadt.
5. Der Postplatz wird ausschließlich als zentrale Haltestelle für Stadtbusse genützt. (Es wird keine Wendemöglichkeit vorgesehen)

Bereitstellung von vier behindertengerechten kleinen Elektro-Shuttelbussen. Sie sollen im Ringverkehr kreisen, ohne Fahrplan: Postplatz- Bischof Sailerplatz- Neustadt/Mitte- Neustadt/Polizei- Dreifaltigkeitsplatz- Alte JVA- Grieserwiese- Ländtor- Altstadt- Postplatz und Gegenrichtung.

Die einzelnen Stadtteile werden mit kleinen, kurz getakteten Shuttlebussen mit der Innenstadt vernetzt.

Das ist nur eine kurzgehaltene Zusammenfassung, ein Grundgerüst. Wer mehr Einzelheiten erfahren möchte, kann sich gern mit mir in Verbindung setzen. Es ist ein weiter Weg bis zur gänzlichen Umsetzung und unser Ziel kann sicherlich nicht in einem Schritt umgesetzt werden. Deshalb werden wir uns immer für kleine wie große Schritte in diese, unserer Meinung nach richtigen, Richtung aussprechen. Würde die Neustadt als Fußgängerzone ausgewiesen werden, wäre in unseren Augen ein großer Schritt für die Umsetzung unserer Ziele getan. So, wie die Neustadt jetzt genutzt wird, kann und darf es nicht bleiben. Selbst überregionale Medien haben die Landshuter Neustadt als „schönsten Parkplatz der Welt“ betitelt. Die Neustadt gibt viel mehr her, wir könnten hier einen echten Mehrwert für die Menschen schaffen. In der Altstadt müsste sich z.B. die Außengastronomie nicht bündeln, sondern könnte sich besser verteilen, so dass alle Menschen genügend Raum zur Verfügung haben. Außerdem könnte man auch viel mehr mobiles Grün verteilen, welches wir schon lange immer wieder fordern. In allen vergleichbaren Städten geht es, nur in Landshut soll es nicht funktionieren? Das kann ich nicht so stehen lassen. Denn überall florieren die Geschäfte auch in Fußgängerzonen. Ich bin mir sicher: Eine autofreie Innenstadt ist ein echter Mehrwert für die Menschen, für die Geschäftsinhaber, für die Stadt.
Anja König, Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion
Bildquelle: König priv.

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