Regionale Lebensmittel steigen in der Wertschätzung der Verbraucher

MdL Ruth Müller im Gespräch mit Direktvermarktern

„Die Nachfrage nach regionalen Produkten ist im letzten Jahr sehr gestiegen“, machte Paul Heckinger, Seniorchef des landwirtschaftlichen Betriebs in Essenbach beim Gespräch mit der agrarpolitischen Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion, Ruth Müller, MdL deutlich.

Im Rahmen der Aktion des Bayerischen Bauernverbands „Frühstück auf dem Bauernhof“ hatte er zusammen mit seiner Tochter und Hofnachfolgerin Regina sowie deren Ehemann Robert Härtinger die Landtagsabgeordnete und den Bundestagskandidaten Vincent Hogenkamp eingeladen – zwar pandemiebedingt nicht zum Frühstück, sondern zu einem Gespräch zwischen Schweinestall und Schafherde. Als Direktvermarkter waren wir auch nicht vom „Schweinestau“ betroffen, denn unsere Schweine sind nicht für den Weltmarkt bestimmt, sondern werden in der hauseigenen Metzgerei verarbeitet und im Hofladen „Fannerls Bauernladen“ in Essenbach, auf den Bauernmärkten in Eching beim Möbelhaus Biller, im Seehaus im Englischen Garten und am Rathausplatz in Garching bei München verkauft. Doch auch für ihr hausgemachtes Brot ist Familie Heckinger/Härtinger bekannt, welches im über 100 Jahre alten Holzofen gebacken wird.

Der Tierbestand von maximal 120 Schweinen liegt am Ortsrand von Essenbach komfortabel auf drei Klimazonen, so dass die Tiere sich dem Wetter anpassen können und nicht krankheitsanfällig sind. Daneben haben auch rund 35 Schafe auf der Weide genügend Licht, Luft und Bewegung. „Was für kleine Betriebe wie unseren leider zur Belastung wird, ist die viele Bürokratie“ erläuterte Regina Härtinger. „Gerade die Direktvermarkter prägen das positive Bild der Landwirtschaft“, machte Ruth Müller deutlich. In den letzten Monaten sei auch deutlich geworden, dass regionale und kurze Produktionswege wichtig und nachhaltig sind und die Verbraucherinnen und Verbraucher ein Interesse daran haben, zu sehen, wo ihre Lebensmittel herkommen. „Damit steigt auch das Verständnis, dass nicht jedes Gemüse zu jeder Jahreszeit erhältlich ist, was sich positiv auf die Klimabilanz auswirke“, stellte Vincent Hogenkamp fest.

Bildquelle: Büro Müller

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