Schuljahresbeginn 2021/22- „Bildung mit Herz und Verstand im Schulunterricht“

„Die Landshuter Grund- und Mittelschulen – Vermittlung von Werten und Kompetenzen, Können und Haltungen“

Von links: Sebastian Hutznthaler (SchAD), Sylvia Blank (SchADin), Michael Kugler (SchAD) Peter Dreier (Landrat), Jutta Widmann (MdL)

Am Donnerstag, den 09.09.21 wurden der Presse unter Leitung von Landrat Dreier als Vertreter des Landkreises Landshut sowie MdL Jutta Widmann als Vertreterin von Oberbürgermeister Alexander Putz, die Vorbereitungen der Staatlichen Schulämter in der Stadt und im Landkreis Landshut für das Schuljahr 2021/22 vorgestellt. Unterstützung gab es durch das Team der Staatlichen Schulämter in Person von Schulamtsdirektor Michael Kugler, Schulamtsdirektorin Sylvia Blank und Schulamtsdirektor Sebastian Hutzenthaler.

Landrat Peter Dreier wies in seiner Begrüßungsrede darauf hin, dass der Anlass des heutigen Tages der sei, dass man durch die anwesenden Medienvertreter die Geschehnisse in der Vorbereitung durch das Schulamt zum neuen Schuljahr, die Bürgerinnen und Bürger von Stadt und Landkreis darüber informieren möchte, was es Neues im Schulamtsbereich gibt. „Die Zeit in der Schule war schon einmal einfacher“, so Dreier. Selbst als man sich vor Corona mit Migrationsproblemen im Schulbereich herumschlagen musste, so war die Zeit während der Corona-Pandemie eine viel größere Herausforderung. Für das neue Schuljahr sei die oberste Prämisse der Präsenzunterricht. Dabei spielen die Corona-Testmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler eine große Rolle. Das Kultusministerium fordert einen stärkeren Einsatz von sogenannten Lolli-Pooltests an Schulen.  Dadurch können, wie in den Grundschulen auch, hier Pooltests helfen, Infektionen frühzeitig zu erkennen. „Homescooling und Distanzunterricht haben ihre Nachteile“, und so freut sich Landrat Dreier mit den Schülerinnen und Schülern auf einen hoffentlich immerwährenden Präsenzunterricht.

MdL und 3. Bürgermeisterin von Landshut, Jutta Widmann, sei die Bildung mit Herz und Verstand ein wichtiger Programmpunkt im Schulunterricht. Sie wünscht sich von den Lehrkräften, dass sie dazu beitragen, die Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgerinnen und Bürger zu erziehen.

Schulamtsdirektor Michael Kugler freut es besonders, dass für viele neue Kolleginnen und Kollegen wieder Funktionsstellen vorhanden seien. Das besonders schöne sei, dass die alten Hasen, jung an Lebensjahren aber reich an Erfahrung und die Neueinsteiger, die aus anderen Landkreisen oder sogar aus anderen Regierungsbezirken kommen, die Landshuter Schullandschaft bereichern. Kugler wies darauf hin, dass in den Aufstellungen der Funktionsstellen die Grundschule Nikola aufgeführt sei, aber nicht die Grundschule Karl-Heiß. Hier wird ebenfalls mit Lehrerinnen und Lehrern mit viel Erfahrung unterrichtet

– h j l –

Bilderquelle: h.j.lodermeier

Zahlen, Daten, Fakten

1. Personelle Veränderungen

1.1. Schulamt – Konstanz in der Schulaufsicht

  • Michael Kugler                     Schulamtsdirektor, Fachlicher Leiter
  • Anja Hartwig                        Schulamtsdirektorin, stv. fachliche Leiterin
  • Sylvia Blank Schulamtsdirektorin
  • Sebastian Hutzenthaler       Schulamtsdirektor

1.2. Neubesetzung von Funktionsstellen an Schulen

Stadt Landshut:

Schulleitungen:

Grundschule St. Nikola:                                   Fr. Monika Böhm 

                                                                 (vormals Konrektorin an der GMS Ergoldsbach)

Grundschule Karl-Heiß:                                   Fr. Heike Lego

                                                                          (vormals Rektorin an der GS Ahrain)

Stellvertretende Schulleitungen:          —

Landkreis Landshut:

Schulleitungen:                                                          

Grundschule Ahrain                                         Fr. Eva-Maria Meisl

                                                                         (vormals Konrektorin an der GMS Laaber)

Grundschule Vilsheim                                       Fr. Veronika Haslauer

                                                                         (vormals Lin an der GS Moosburg)             

Stellvertretende Schulleitungen:

Grundschule Ergoldsbach:                              Fr. Vera Lorenz 

                                                                         (vormals Lehrerin an der GS Ergoldsbach)

1.3. Mittelschulverbund Ergolding-Essenbach-Niederaichbach

Der Verbundkoordinator ist turnusgemäß Frau Rin Karin Steffen-Weidinger, GMS Niederaichbach 

2. Vorstellung des Schulamtsbereiches Landshut

Die Staatlichen Schulämter in der Stadt und im Landkreis Landshut sind ein Doppelschulamt, das in Personalunion geführt wird. Neben dem „Fachlichen Leiter“ der beiden Schulämter, Hr. SchAD Kugler, und der stellvertretenden fachlichen Leiterin Frau SchADin Hartwig, stehen zwei „Rechtliche Leiter“: Hr. Oberbürgermeister Putz und Hr. Landrat Dreier. 

Das Schulamt hat die Aufsicht über 62 Schulen, das sind 41 Grundschulen, 20 Mittelschulen und  1 Volksschule. Diese Schulen werden jährlich im August im Rahmen der Klassenbildung mit dem nötigen Lehrpersonal durch das Staatliche Schulamt versorgt. 

3. Zahlen, Daten, Fakten

3.1. Schulamtsbezirk Landshut- Stadt

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler ist weiter leicht ansteigend. Während es, verglichen mit 2020, insgesamt nur einen Anstieg von 26 Schülerinnen und Schülern zu verzeichnen gilt, ist die Zahl der Schulanfänger auf 54 gestiegen. 

Betrachtet man die Anzahl der Klassen und die Verteilung der Schülerinnen und Schüler pro Klasse ist es erfreulich zu sehen, dass die Schulstruktur in der Stadt Landshut stabil ist und gute Förderbedingungen bestehen. Es musste keine Klasse mit 29 oder mehr Schülerinnen und Schülern gebildet werden.

3.1.1. Schulen, Schüler, Klassen

1. Schulen

Anzahl derGSMS(VS)(GTH I+TH I)(GTH II+TH II)Summe *
Schulen(1 – 4)(5 – 9/10)(1 – 9/10)(1 – 6)(1-4, 7-9/10)
 83   12

* Davon:

Anzahl der öffentlichen Schulen                                                             10
Anzahl der privaten Schulen                                                                    2

2. Schüler (einschließlich der Klassen entspr. § 8 GrSO, § 10 MSO sowie der M- und P-Klassen)

Anzahl der Schülerkatholischevangel.sonst. Bek.ohne Bek. (bekenntnislos bzw. ohne Eintrag)islam. Bek.Summe *
 1.421               312               370               547                   728            3.378
   Schülerzahl 20203.352

* Davon:

Anzahl der Schüler mit Migrationshintergrund              1.871
                                                                             Schülerzahl 20201.862
               
Anzahl der Schulanfänger                                            621
                                      Schulanfänger 2020567

3. Klassen (einschließlich Klassen entspr. § 8 GrSO, § 10 MSO sowie M- und P-Klassen)

Anzahl der KlassenGSMS                          Summe *
 11149                          160
    Klassen 2020158

3.1.2. Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Jahrgangsstufen / Klassenfrequenzgruppen

1. Schüler in den einzelnen Jahrgangsstufen

Jgst.  Schüler an öffentlichen GMSSchüler an privaten GMS
KnabenMädchenSummeKnabenMädchenSumme
1269                  220              489                 35                    42                77
2281                  285              566                 42                    36                78
3253                  270              523                 29                    49                78
4273                  259              532                 36                    43                79
1 – 41.076                1.034            2.110               142                  170               312
5104                    77              181              0
6104                    92              196              0
799                    71              170              0
8102                    65              167              0
9109                    72              181              0
1026                    35                61              0
5 – 10544                  412              956                  0                      0                  0
1 – 101.620                1.446            3.066               142                  170               312

2. Klassenfrequenzen (alle Klassen)

 Anzahl der Klassen mit … Schülern 
bis 1516 – 2021 – 2526 – 28Summe
8                  60                  78                 14               160

3. Durchschnittliche Klassenstärken

GS21,82
MS19,51

3.1.3. Lehrpersonal 

a. Lehrer

Anzahl der Lehrer im DienstGSMS                          Summe *
 16471                          235

b. Fachlehrer

Anzahl der Fachlehrer im Dienst                          Anzahl
                           30

c. Förderlehrer

Anzahl der Förderlehrer im Dienst                          Anzahl
                           10
d. Anwärter  
Anzahl der Lehramtsanwärter                          Anzahl
                           20
   
Anzahl der Fachlehreranwärter                          Anzahl
                           1
   
Anzahl der Förderlehreranwärter                          Anzahl
                           2

3.2. Schulamtsbezirk Landshut-Land

Die Anzahl der Schülerinnen und Schüler ist weiter leicht ansteigend. Im Vergleich zu 2020 ist ein Anstieg von 59 Schülerinnen und Schülern insgesamt und davon 45 Schulanfänger zu verzeichnen. 

Betrachtet man die Anzahl der Klassen und die Verteilung der Schülerinnen und Schüler pro Klasse ist es erfreulich zu sehen, dass die Schulstruktur auch im Landkreis Landshut stabil ist und gute Förderbedingungen bestehen. Bei einem Schnitt von 21,46 Schülerinnen und Schülern pro Grundschulklasse und 20,12 pro Mittelschulklasse mussten lediglich 4 Klassen mit 30 Schülerinnen und Schülern gebildet werden. Keine Klasse hat 31 oder mehr Schülerinnen und Schüler.

3.2.1. Schulen, Schüler, Klassen

1. Schulen

Anzahl derGSMS(VS)(GTH I+TH I)(GTH II+TH II)Summe *
Schulen(1 – 4)(5 – 9/10)(1 – 9/10)(1 – 6)(1-4, 7-9/10)
 32161  50

* Davon:

Anzahl der öffentlichen Schulen                                                             48
Anzahl der privaten Schulen                                                                    2

2. Schüler (einschließlich der Klassen entspr. § 8 GrSO, § 10 MSO sowie der M- und P-Klassen)

Anzahl der Schülerkatholischevangel.sonst. Bek.ohne Bek. (bekenntnislos bzw. ohne Eintrag)islam. Bek.Summe *
 5.821               725               417            1.281                   744            8.988
   Schülerzahl 20208.929

* Davon:

Anzahl der Schüler mit Migrationshintergrund              2.360
                                                                             Schülerzahl 20202.121
               
Anzahl der Schulanfänger                                            1.558
                                      Schulanfänger 20201.513

3. Klassen (einschließlich Klassen entspr. § 8 GrSO, § 10 MSO sowie M- und P-Klassen)

Anzahl der KlassenGSMS                          Summe *
 280148                          428
    Klassen 2020425

3.2.2. Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Jahrgangsstufen / Klassenfrequenzgruppen

1. Schüler in den einzelnen Jahrgangsstufen

Jgst.  Schüler an öffentlichen GMSSchüler an privaten GMS
KnabenMädchenSummeKnabenMädchenSumme
1782                    747             1.529              0
2772                    733             1.505              0
3698                    705             1.403                 39                 38                 77
4743                    727             1.470                 12                 14                 26
1 – 42.995                 2.912             5.907                 51                 52               103
5214                    183               397                 36                 36                 72
6251                    204               455                 70                 43               113
7222                    185               407                 37                 30                 67
8278                    220               498                 67                 55               122
9279                    216               495                 49                 29                 78
10117                     97               214                 27                 33                 60
5 – 101.361                 1.105             2.466               286               226               512
1 – 104.356                 4.017             8.373               337               278               615

2. Klassenfrequenzen (alle Klassen)

 Anzahl der Klassen mit … Schülern 
bis 1516 – 2021 – 2526 – 282930
29 169 184 40 

3. Durchschnittliche Klassenstärken

GS21,46
MS20,12

3.2.3. Lehrpersonal 

a. Lehrer

Anzahl der Lehrer im DienstGSMS                          Summe *
 388194                          582

b. Fachlehrer

Anzahl der Fachlehrer im Dienst                          Anzahl
                           71

c. Förderlehrer

Anzahl der Förderlehrer im Dienst                          Anzahl
                           17
d. Anwärter  
Anzahl der Lehramtsanwärter                          Anzahl
                           50
   
Anzahl der Fachlehreranwärter                          Anzahl
                           9
   
Anzahl der Förderlehreranwärter                          Anzahl
                           2

3.3. Personalbewegungen in den Schulamtsbezirken Landshut-Land und LandshutStadt

Die Personalsituation in Stadt und Landkreis Landshut ist schon immer durch eine hohe Fluktuation geprägt. Studienorte für Lehramt sind Regensburg und Passau. Meist kommen die jungen Lehrkräfte aus den jeweils umliegenden Regionen und möchten meist nach der Lehramtsanwärterzeit zurück in die Heimat. 

Waren in der Vergangenheit noch mehrere Einsatzjahre in Oberbayern abzuleisten, sind dies aktuell nur noch 1- 2 Jahre bevor die Rückversetzung nach Niederbayern erfolgt.

Da die größte Anzahl an Schülerinnen und Schülern in Stadt und Landkreis Landshut zu unterrichten ist, werden die rückversetzten Lehrkräfte überwiegend zunächst in Landshut eingesetzt. Von dort werden in den folgenden Schuljahren Versetzungsanträge in die östlichen Heimatregionen gestellt.

1. Zugänge

LehrerInnen auf Probe (Neueinstellung)17
FachlehrerInnen auf Probe (Neueinstellung)4
FörderlehrerInnen auf Probe (Neueinstellung)1
LehrerInnen Rückversetzung/Versetzung79
FachlehrerInnen Rückversetzung/Versetzung8
FörderlehrerInnen Rückversetzung/Versetzung1
LehramtsanwärterInnen33
FachlehreranwärterInnen5
FörderlehreranwärterInnen2
Lehrkräfte Zweitqualifizierung3
Summe153

2. Abgänge

LehrerInnen50
FachlehrerInnen9
FörderlehrerInnen0
Prüfungsabsolventen33
Lehrkräfte Zweitqualifizierung 2
Lehrkräfte Zweitqualifizierung zurück an weiterführende Schule2
Summe96

3. Interne Personalbewegungen

insgesamt36

4. Sonstiges Personal

Der in den Medien oftmals diskutierte Mangel an Lehrkräften für Grundschule und Mittelschule ist in Stadt und Landkreis nicht zu verzeichnen. Jede Klasse wird durch ausgebildetes staatliches Fachpersonal, also studierte Lehrkräfte, geführt.

Für zusätzlich erhaltene Stundenbudgets zur Sicherung der Unterrichtsversorgung und Förderung der Schülerinnen und Schüler konnten geeignete und erfahrene Personen unter Vertrag genommen werden.

Bekannte Personengruppen an den Schulen werden ergänzt z. B. durch Drittkräfte, Teamlehrkräfte, pensionierte Lehrkräfte und Lehrkräfte auf Arbeitsvertrag, die die Schülerinnen und Schüler zusätzlich im Programm „Gemeinsam.Brücken.bauen“ des StMUK durch differenzierende Angebote oder Arbeitsgemeinschaften unterstützen. 

Weiter sind neben den Beratungslehrkräften und Integrationshelfern noch zahlreiche Ehrenamtliche als Lesepaten, Hausaufgabenbetreuung oder Projektpaten in Aktion und bieten den Schülerinnen und Schülern über den Unterricht hinaus kompetente Beratung und Förderung.

5. Stundenversorgung

Wie in den vergangenen Schuljahren wurden die Schulamtsbezirke Landshut-Land und LandshutStadt mit ausreichenden Stundenbudgets versorgt, die es ermöglichen, die Schülerinnen und Schüler neben dem Pflichtunterricht auf vielen Ebenen zusätzlich zu fördern und zu unterstützen:

 LASLAL
Pflichtunterricht, Wahlpflichtunterricht, Wahlunterricht  
Stunden GS32537813
Stunden MS16325491
Stunden Versorgung nach Budget – Gesamt:488513304
 LAS und LAL
Zusätzliche Förderangebote 
Förderung Deutsch-Plus (A-Budget)ca. 550 
Einrichtung von Deutschklassen ca. 230 
Einrichtung von gebundenen Ganztagsklassenca. 230
Klassenteilung bei höherem Anteil von Schüler mit Migrationshintergrundca. 350
Inklusionca. 230

… und einige Budgets mit wenigen Stunden noch zusätzlich.

6. Mobile Reserve

Die Einsatzgebiete für die Lehrkräfte der sogenannten „Mobilen Reserve“ sind sowohl das Stadtgebiet wie auch der Landkreis. Vorgesehen sind diese Lehrerinnen und Lehrer für die Unterrichtsversorgung bei z. B. Erkrankungen, Beschäftigungsverboten und Mutterschutz. 

Wie bereits in den Vorjahren haben die Staatlichen Schulämter Landshut mehr Stunden für die Mobile Reserve eingeplant, als vom Staatsministerium gefordert (1500 Std.). 

Tatsächlich sind insgesamt ca. 160 Lehrkräfte (Lehrkräfte und Fachlehrkräfte) in der Mobilen Reserve gelistet, das sind ca. 3200 Stunden.

7. Schule unter den Herausforderungen von Covid-19

Der Präsenzunterricht ist durch die Beschlüsse des bayerischen Ministerrats vom 31.08.2021 sichergestellt:

  • Die Regelungen zum Wechselunterricht ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 entfallen ersatzlos. Somit bleibt es an den Schulen auch jenseits einer Inzidenz von 100 beim Präsenzunterricht ohne Mindestabstand.
  • Bis zum 1. Oktober 2021 gilt eine inzidenzunabhängige Maskenpflicht – auch nach Einnahme des Sitz- bzw. Arbeitsplatzes. Dies soll den besonderen Risiken zum Schuljahresbeginn (z. B. durch Reiserückkehrer) Rechnung tragen. 
  • Die Testungen werden ausgeweitet: 
    • In der Grundschulstufe wird zwei Mal pro Woche ein PCR-Pool-Test  („Lollitest“) durchgeführt. Bis die PCR-Pooltests anlaufen, wird drei Mal pro Woche mittels Selbsttest getestet. 
    • An den übrigen weiterführenden Schulen bleibt es bei den Selbsttests, die bis auf Weiteres drei Mal pro Woche durchgeführt werden. 
  • Für alle Schülerinnen und Schüler ab 12 Jahren wird es ein Impfangebot geben. Bei der Organisation werden die Schulen die Impfzentren Landshut-Land und LandshutStadt unterstützen.
  • Die Einschulungsfeiern können am 1. Schultag stattfinden. Die Schulen können auf Grundlage eines Schreibens des StMUK mit dem schuleigenen Hygienekonzept gemeinsam mit den Eltern und Geschwisterkindern diesen wichtigen Tag feiern.  
  • Schwangere Lehrkräfte und Lehrkräfte mit Attest sind derzeit vom Präsenzunterricht befreit und unterstützen von Zuhause die Lehrkräfte (Mobile Reserven, Teamlehrkräfte) vor Ort.
  • Brückenangebote an allen Schulen unterstützen die Förderung und stellen sicher, dass der individuelle Lernstand (aus dem Distanzunterricht im Schuljahr 2020/21) berücksichtigt wird und auf vorhandenem Wissen aufgebaut wird.
  • Konkret: Für das Schuljahr 2021/22 stehen über das Lehrplanbudget hinaus ca.

11.500 Stunden im Rahmen des Förderprogramms „gemeinsam.Brücken.bauen“ zur Verfügung, das sind umgerechnet ca. 300 Wochenstunden für die Grund- und Mittelschulen in Stadt und Landkreis Landshut. Diese Stunden werden von Personal mit pädagogischer Eignung gehalten (z.B. Lehramtsstudentinnen und -studenten, Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und –pädagogen)

  • Der jeweils aktuell gültige Hygieneplan wird auf die Situation an der Einzelschule vor Ort angepasst. Dies hat bereits im Schuljahr 2020/21 gut funktioniert. Die Sachaufwandsträger und die Schulfamilie sind vorbereitet.
  • Die Schulen haben mit den staatlichen Fördermitteln die EDV-Ausstattung für einen eventuellen partiellen oder kompletten Distanzunterricht stark erweitert. Hier können dann ggf. Tablets oder Laptops wie im Schuljahr 2020/21 wieder an die Schülerinnen und Schüler als Leihgeräte ausgegeben werden. 

Pädagogische Herausforderungen und Konzepte

1. Unterrichtsversorgung und Betreuung

1.1. Deutschklassen und Deutsch Plus – Maßnahmen

Der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund liegt in der Stadt Landshut bei ca 56 % und bei 24 % im Landkreis. 

Maßnahmen im Schuljahr 2021/22:

  • Einrichtung von Deutschklassen an den Schulen GS Nikola, MS Nikola, MS Wolfgang, MS Schönbrunn – 6 Klassen mit 225 Stunden
  • Einrichtung von differenzierten Angeboten und Kursen an allen Schulen – 300 Wochenstunden
  • Vorkurse an allen Schulen und Kindertagesstätten, die Bedarf angemeldet haben – 113 Kurse mit 226 Wochenstunden

1.2. Inklusive Region

Seit Dezember 2019 tragen die Stadt und der Landkreis Landshut den vom Staatsministerium für Unterricht und Kultus sowie vom Staatsministerium für Arbeit, Familie, Soziales vergebenen Titel Inklusive Region. Diesen Titel nehmen wir als Auftrag wahr, die Inklusion in der Region voranzutreiben. Die zunächst vor allem im Bildungsbereich angesiedelten Ziele konnten im vergangenen Schuljahr trotz aller pandemiebedingter Einschränkungen vorangetrieben werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Behindertenbeauftragten im Landkreis Landshut wurde zudem der Blick auf die Inklusion in allen Bereichen des Lebens geweitet.

Im schulischen Kontext können alle Maßnahmen des vergangenen Schuljahres fortgeführt werden.

Die zwei Beraterinnen für inklusive Unterrichts- und Schulentwicklung unterstützen die Grund- und Mittelschulen im Schulamtsbezirk bei der Weiterentwicklung inklusiver Settings und stehen bei allen Fragen zur Inklusion den Schulen beratend zur Seite. 

Das an der GS St. Wolfgang angesiedelte Projekt „Das Training“ fördert Schülerinnen und Schüler mit sozial-emotionalen Förderbedarfen, um erfolgreich am Unterricht teilnehmen zu können. Dieses Projekt wird in Kooperation mit dem Sonderpädagogischen Förderzentrum Landshut Stadt und dem Jugendamt der Stadt Landshut umgesetzt.

Präventive Konzepte zur Gestaltung des Übergangs vom Kindergarten in die Grundschule werden im nächsten Schuljahr an der GS St. Peter und Paul und an der GS Geisenhausen in Kooperation mit Kindertagesstätten vor Ort erprobt.

In 19 Kooperationsklassen werden Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf in einer Regelklasse gemeinsam unterrichtet werden. Diese Klassen werden mit zusätzlichen Lehrerstunden durch die Sonderpädagogischen Förderzentren und die Staatlichen Schulämter Landshut versorgt.

Die seit vielen Jahren bestehenden Partnerklassen an den Schulstandorten Grundschule Carl-Orff und Grund- und Mittelschule Bruckberg-Gündlkofen werden fortgeführt. Die an diese Schulstandorte ausgelagerten Klassen der Pestalozzischule kooperieren mit den Grund- und Mittelschulklassen, so dass Kinder mit und ohne geistige Behinderung in möglichst vielen Fächern gemeinsam unterrichtet werden.

Auch die Kooperative Sprachförderung wird fortgesetzt. Dieser präventive Ansatz zur frühzeitigen Lösung sprachlicher Barrieren wird in Kooperation mit den Sonderpädagogischen Förderzentren Landshut Stadt, Landshut Land, Bonbruck und Rottenburg an den Grundschulen Altdorf, St. Peter und Paul in Landshut, Vilsbiburg und Rottenburg umgesetzt. 

An der Inklusionsberatungsstelle an der MS Ergolding unterstützen eine Schulpsychologin und eine Lehrkraft aus dem Bereich des Förderzentrums Eltern, Lehrkräfte und Schulleitungen in Fragen der Inklusion.Die unabhängige Beratungsstelle bietet Entscheidungshilfen an, zeigt mögliche schulische Bildungswege auf und unterstützt die Vernetzung aller an der Inklusion beteiligten Partner.

1.3. Flexible Grundschule  

Die beiden bestehenden Flexiblen Grundschulen GS St. Peter und Paul, GS St. Wolfgang werden im neuen Schuljahr 4 jahrgangsgemischte Eingangsklassen anbieten.

1.4. Praxisklassen

Die Praxisklasse in Bayern ist ein Modell für Schülerinnen und Schüler, deren Stärken in einer hohen Praxisorientierung liegen.

Diese Jugendlichen werden in Kooperation mit Betrieben und hohen berufsbezogenen  Praxisanteilen in das Berufsleben begleitet.

Landkreis Landshut

Standort in diesem Schuljahr ist die Mittelschule Altdorf.

1.5. Modell „Q9+“

An der Mittelschule Schönbrunn wird das erfolgreiche Modell Q9+ fortgesetzt. Dabei werden Schülerinnen und Schüler im zweiten Anlauf speziell auf den Erwerb des qualifizierenden Mittelschulabschlusses vorbereitet.

1.6. Das Modell „9+2“

Mit diesem Modell haben Schülerinnen und Schüler, die bisher keine Mittlere-Reife-Klasse besucht haben, durch zwei weitere zusätzliche Schuljahre nach dem Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule, die Möglichkeit an der Mittelschule den Mittleren Bildungsabschluss zu erwerben.

Stadt / Landkreis Landshut

Die Mittelschule St. Wolfgang bietet in Kooperation mit der MS Altdorf dieses Modell an.

Im Landkreis Landshut bieten die Mittelschule Ergoldsbach und die Mittelschule Buch am Erlbach in Kooperation mit der Mittelschule Kronwinkl den Schülerinnen und Schülern dieses Modell an.

1.7. Mittlere-Reife-Klassen (M-Zug)

Stadt Landshut:

An der Mittelschule Schönbrunn sind M-Klassen von der 7. bis zur 10. Jahrgangsstufe eingerichtet.

Landkreis Landshut

Die Mittelschulen Ergolding, Rottenburg-Hohenthann und Vilsbiburg führen ebenfalls von der 7. bis zur 10. Jahrgangsstufe M-Klassen und bieten somit die Möglichkeit des Erwerbs eines mittleren Bildungsabschlusses an.

Die private Mittelschule Oberroning bietet ebenfalls einen Mittlere-Reife-Zug an.

1.8. Gebundene, offene Ganztagsschule und Mittagsbetreuung

Stadt Landshut

Die gebundene Ganztagsschule mit Ganztagsklassen wird an der GS St. Nikola (1. bis 4. Jgst.) und an der MS St. Nikola (5. bis 9. Jgst.) mit jeweils 5 Klassen weitergeführt.

Im Rahmen der offenen Ganztagsschule bieten die MS Schönbrunn und die MS St. Wolfgang eine Nachmittagsbetreuung an.

Zudem wird auch an allen Grundschulen der Stadt eine Nachmittagsbetreuung angeboten.

Landkreis Landshut 

Gebundene Ganztagsklassen sind eingerichtet an der GS Geisenhausen, MS Geisenhausen, MS

Vilsbiburg.                                   

Offene Ganztagsklassen sind an beinahe allen Grundschulen und Mittelschulen, falls gewünscht auch Mittagsbetreuung installiert.

2. Schwerpunktprogramm für die Lehrerfortbildung in den Jahren 2021/2022

Aufgrund von Corona lag und liegt der Schwerpunkt im Fortbildungsbereich auf Online-Modulen, um den Lehrkräften konkrete Hilfen an die Hand zu geben. 

Auch die Qualifizierung von nicht schulischem Personal wird ein zusätzlicher Schwerpunkt neben Unterrichtsentwicklung und Weiterentwicklung von Online-Veranstaltungen sein.

3. Berufsorientierung 

Wie in den vergangenen Schuljahren wird auch im Sj. 21/22 viel Wert auf die Berufsorientierung als ein Alleinstellungsmerkmal der Mittelschule im bayerischen Bildungssystem gelegt. Maßnahmen der Berufsorientierung bei externen Partnern dürfen bei Einhaltung des Hygieneplans durchgeführt werden.

Neben berufsbezogenen Fächern, Praktika bis zu einem Fünftel der Unterrichtszeit ab Jgst. 8 und Projekte mit ehrenamtlich Tätigen kommt hier der Zusammenarbeit mit externen Partnern, wie z. B. der Arbeitsagentur, Ausbildern und Meistern sowie weiteren Trägern der beruflichen Bildung (wie z. B. hwk, bfz, …) große Bedeutung zu.

Insgesamt werden in der Maßnahme der Berufsorientierenden Module Projekte in der Höhe von ca.

180.000 € umgesetzt, die durch Mittel des Freistaats Bayern und der Arbeitsagentur finanziert werden.

Darüber hinaus wird allen Schülerinnen und Schülern der Jgst. 7 über die Schule das Berufsorientierungsprogramm als kostenloses Angebot mit Potentialanalyse und Werkstatttagen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unterbreitet.

4. FAZIT

Wie in den vergangenen Jahren haben beide Schulamtsbereiche – Landshut Stadt und Landshut Land – in der Grund- und Mittelschule leichte Zuwächse zu verzeichnen, sodass wir von guter Stabilität sprechen können. 

Aufgrund der zukünftig wachsenden Schülerzahlen in den Grundschulen der Stadt Landshut werden in der Stadt Landshut in den nächsten Jahren zwei neue Grundschulen gebaut, um den prognostizierten Schülerzuwachs aufzufangen.

Die Bandbreite der Aufgaben an den Grund- und Mittelschulen ist sehr vielfältig:

  • Neues Personal muss durch die Schulleitungen und Lehrerkollegien integriert werden.
  • Die Förderung aller Kinder erfordert große Flexibilität, hohe Kompetenz und sehr große pädagogische Empathie,   o vom sonderpädagogischen Förderbedarf bis zur Hochbegabung durch Individualisierung und Differenzierung, 
    • von Zuwanderern mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen – darunter auch Analphabeten ohne jegliche Schulbildung, 
    • die Flexible GS, 
    • die Hinführung von Kindern und Jugendlichen zu weiterführenden Schulen,  o zum Erfolgreichen Mittelschulabschluss, zum Qualifizierenden Abschluss der Mittelschule oder zum Mittleren Abschluss der Mittelschule in M-Klassen oder 9+2 Klassen, 
    • die intensive Begleitung bei der Berufsorientierung,  o die Entwicklung zur Schule mit Schulprofil Inklusion, 
    • „MINT-Schule“, „MINI-Phänomenta“-Schule, „Sinus-Schule“, „MEBIS-Schule“,  o „Starke Schule“, „Schule ohne Rassismus“ und die Initiierung vieler weiterer Modelle und Projekte 

Diese sehr anspruchsvolle und hochwertige Arbeit verdient in der Öffentlichkeit eine hohe Achtung und einen hohen Stellenwert.

Besonders im Spannungsgefüge zwischen Schule 4.0 und grundlegender Werteerziehung beweisen unsere Schulen stets, dass die Schülerin und der Schüler im Mittelpunkt stehen:

  • Vermittlung von Basis- und Alltagskompetenzen sowie Schlüsselqualifikationen, wie sinnerfassendes Lesen, orthographische Richtigkeit beim Schreiben, sicheres Kopfrechnen, aber auch Ehrgeiz, Fleiß, Pünktlichkeit, Verantwortungsbewusstsein, Werteerziehung mit Fortführung des Landshuter Wertepreises …
  • Projekte, Aktionen und Fortbildungen im Rahmen der Digitalisierung: PC, Handy, Tablet, Laptop nicht primär als Unterrichtsgegenstand, sondern als Werkzeug – gleichwertig zu Stift, Block, Kreide, Lupe, Mikroskop, Tafel, …

Die Landshuter Grund- und Mittelschulen stehen auch im Schuljahr 2021/22 wieder für die fundierte Vermittlung von Werten und Kompetenzen sowie Wissen, Können und Haltungen.

Wir wünschen allen Schülerinnen und Schülern, allen Lehrkräften und allen am Erziehungs- und Bildungsprozess Beteiligten einen guten Start in das Schuljahr 2021/22 und bitten die Eltern und Erziehungsberechtigten im Sinne einer Erziehungspartnerschaft um eine vertrauensvolle Kooperation mit der Schule und den Lehrkräften.

Gez.: Das Team der Staatlichen Schulämter in der Stadt und im Landkreis Landshut

*ENDE*

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