Sebastianiamt in der Jodokskirche am 22. Januar

Stiftspropst Monsignore Dr. Franz Joseph Baur zelebriert ab 11 Uhr Festgottesdienst

Am Sonntag, 22. Januar, wird ab 11 Uhr in der Pfarrkirche St. Jodok das Sebastianiamt gefeiert. An diesem Gottesdienst zu Ehren des Stadtpatrons, den Stiftspropst Monsignore Dr. Franz Joseph Baur zelebriert, nehmen unter anderen auch Oberbürgermeister Alexander Putz, Zweiter Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger und Dritte Bürgermeisterin Jutta Widmann sowie Mitglieder des Stadtrats teil. Der Festgottesdienst wird von den Landshuter Turmbläsern und vom Achdorfer Männerchor mit Franz Köglers „Landshuter Messe“ musikalisch umrahmt. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, das Sebastianiamt mitzufeiern.

Die Verehrung des Heiligen Sebastian als Patron gegen die Pest und andere Seuchen geht bis in das siebte Jahrhundert zurück. Da er der Legende nach als Offizier der kaiserlichen Leibwache unter Kaiser Diokletian gegen Ende des dritten Jahrhunderts wegen seines christlichen Glaubens mit Pfeilen durchschossen wurde, sind diese Pfeile auch Kennzeichen in den Darstellungen.

Schon vor dem Bau der Sebastianikirche in der Zweibrückenstraße wurde der Heilige in Landshut hoch verehrt. Es ist bekannt, dass Herzog Heinrich der Reiche im Jahr 1450 an der Pest starb und dieser Seuche im Jahr 1495 in Landshut an die 3000 Menschen zum Opfer fielen. Also war es wohl ein Anliegen der gesamten Stadtbevölkerung, das Kirchlein dem Heiligen Sebastian zu weihen. Die Geschichte um den Stadtpatron regte ebenso Dichter und Komponisten an, Lieder zu seinen Ehren zu schaffen. Erhalten geblieben und auch immer noch zum Sebastiani-Fest gesungen wird die „Landshuter Messe für Bläser, Männerchor und Volksgesang“ des 1986 verstorbenen Chordirektors Franz Kögler.

Foto: St. Jodok

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