Sehr gute Sicherheitslage im südlichen Landkreis

Bürgermeisterin und Abgeordnete besuchen den neuen Leiter der PI Vilsbiburg

Seit sechs Wochen ist Polizeioberkommissar Simon Meindl der neue Leiter der Polizeiinspektion in Vilsbiburg und möchte sich bei Gesprächen mit örtlichen Mandatsträgern und Abgeordneten ein Bild von der Zusammenarbeit und den Vorstellungen der Zusammenarbeit machen. Den Auftakt machten die beiden SPD-Politikerinnen Bürgermeisterin Sibylle Entwistle und die Landtagsabgeordnete Ruth Müller. 14 Gemeinden, 111 Weiler und 580 Einöden, zusammen 520 Quadratkilometer.

Dieses umfangreiche Einsatzgebiet macht die Polizeiinspektion Vilsbiburg zu einer der größten ihrer Art in Niederbayern, erläuterte der stellvertretende Leiter Andreas Gassner die räumliche Herausforderung. „Es macht schon einen Unterschied, ob man in München, in Landshut oder eben in Vilsbiburg Polizist ist“, stellte Simon Meindl fest. Denn im ländlichen Raum kenne man seine Bürger teils auch aus dem Vereinsleben, der Schule oder der Nachbarschaft. Dafür seien die Wege zu den Einsätzen oft weiter. „Corona hat auch unsere Arbeit verändert“, berichtete Meindl den beiden Politikerinnen. Durch die Ausgangsbeschränkungen, den Lockdown, das Home-Office und das Home-Schooling seien die Zahlen der Verkehrsunfälle, aber auch Straftaten insbesondere im Gewalt- und Verkehrsbereich deutlich zurückgegangen. Dafür seien neue Aufgaben hinzugekommen, wie die Kontrolle der Infektionsschutzmaßnahmen. Hier sei es ihm aber zusammen mit seinen Kollegen ein Anliegen, das richtige Augenmaß anzuwenden und beispielsweise Jugendliche gegen 21 Uhr an das Heimgehen zu erinnern. Dabei brach Bürgermeisterin Sibylle Entwistle auch eine Lanze für die Jugendlichen, die,  wie nahezu alle Vilsbiburgerinnen und Vilsbiburger , sehr diszipliniert, mit den Einschränkungen umgehen. „Und das in einer Phase, in der man weggehen möchte, Leute kennenlernen und das Leben genießen will“.  Auch die Zahl der Einbrüche sei im Rahmen von Corona zurückgegangen, erläuterte Andreas Gassner: Waren es im Jahr 2018 noch 44 und 2019 noch 21 Wohnungseinbrüche, so musste man im vergangenen Jahr nur noch 14 Mal deswegen ausrücken. „Insgesamt ist die Sicherheitslage im Bereich der Polizeiinspektion Vilsbiburg sehr gut“, fasste es Simon Meindl zusammen.

Dass er das legendäre Faschingswochenende nicht kennenlernen kann, bedauert Simon Meindl schon, aber dieses Jahr gebe es eben keinen Faschingsumzug am unsinnigen Donnerstag in Vilsbiburg und keinen Rosenmontagszug in Geisenhausen. Und auch die Faschingsbälle fallen in der Region aus. Deshalb nutzt man auch auf der PI Vilsbiburg die Gelegenheit, Überstunden abzubauen. Denn überall in Bayern schieben die Polizeibeamten einen Überstundenberg vor sich her, weiß Ruth Müller, MdL aus ihrer parlamentarischen Arbeit. Von ehemals rund 50 Überstunden pro Beamter habe man in Vilsbiburg nun auf rund 35  abbauen können. Erfreulicherweise sei auch die Bitte aus dem Frühsommer 2020 der SPD-Landtagsabgeordneten, die PI Vilsbiburg personell zu verstärken, aufgenommen worden: Denn ab März werden zwei neue Beamten nach Vilsbiburg versetzt, bzw. abgeordnet, davon ist einer als zusätzliche Entlastung zu verzeichnen. „Wir brauchen auch im ländlichen Raum Polizei-Dienststellen, denn nur so könne man nahe am Bürger sein und für die Sicherheit sorgen“, bedankte sich Ruth Müller bei Simon Meindl und Andreas Gassner für ihre Arbeit und die der Kollegen, die 24 Stunden und 365 Tage im Jahr geleistet wird.

Bildquelle: Büro Müller

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