Selbstbestimmt leben – auch im hohen Alter

Wohnraumberaterin Nadine Abramowski stellt Broschüre für Wohnraumanpassung vor

Von anderen Menschen abhängig zu sein, nicht mehr selbstbestimmt handeln zu können, ist etwas, was für die meisten Menschen kaum vorstellbar ist. Doch leider zwingen in vielen Fällen Alter, Krankheiten oder Unfälle Betroffene in diese Lage. Gerade der Mangel an barrierefreiem Wohnraum ist mittlerweile zu einem großen Problem geworden, sodass viele Menschen auf Hilfe von Angehörigen oder Pflegediensten angewiesen sind.

Nicht selten können durch diese alltäglichen Barrieren die Betroffenen nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen: Beispielsweise, weil sie ihre Wohnung nicht mehr verlassen können, weil die Treppe zum unüberwindbaren Hindernis wird. Oder auch ältere Bäder: Sie sind meist eng, die Badewanne zum Einsteigen zu hoch, und die Dusche, wenn sie denn überhaupt vorhanden ist, zu schmal, als dass sie mit einer Sitzgelegenheit genutzt werden könnte.

Doch es muss nicht immer die Generalsanierung sein – oft helfen schon kleine Änderungen in der Anordnung, Hilfsmittel oder manchmal auch ein Umdenken, um Barrieren im Wohnumfeld abzubauen.

Hier kommt die Wohnraumberaterin des Landkreises Landshut, Nadine Abramowski, ins Spiel:  Sie hat die grundlegenden Faktoren für die Schaffung eines barriereärmeren Wohnumfelds in einer kompakten Broschüre zusammengefasst: „Ein Leben lang zu Hause Wohnen – Maßnahmen zur Wohnraumanpassung für den Landkreis Landshut“ Anhand der enthaltenen Checkliste kann die eigene Wohnung aus einem anderen Blickfeld beurteilt und mögliche problematische Bereiche „enttarnt“ werden. Raum für Raum werden Maßnahmen beschrieben, die die Selbständigkeit fördern oder wiederherstellen können. Technische Assistenzsysteme können den Alltag erleichtern und mehr Sicherheit bieten. Gerade bei Personen, die an Demenz leiden, können solche Maßnahmen auch die Angehörigen entlasten und für ein ruhigeres Gefühl sorgen. Natürlich werden auch Finanzierungsmöglichkeiten für diese Maßnahmen aufgezeigt, was auch für Leistungen und Unterstützung in der Pflege gilt.

Landrat Peter Dreier dankte Nadine Abramowski für die kompakte und übersichtliche Darstellung dieses wichtigen Themas: „Gerade im Hinblick auf unsere älter werdende Gesellschaft kommt diesem Bereich eine besondere Bedeutung zu.“

Die Broschüre ist kostenfrei in allen Landkreisgemeinden erhältlich, sowie bei den Senioren- und Behindertenbeauftragten der Gemeinden als auch im Landratsamt Landshut.

Zusätzlich zu den ersten Anregungen in der Broschüre steht die Wohnraumberaterin den Betroffenen gerne mit Rat und Tat zur Seite, informiert über mögliche Baumaßnahmen und die Finanzierung, berät zu Hilfsmitteln und vermittelt weitere Ansprechpartner, auch dank des gut ausgebauten Helfernetzwerks des Landkreises. Nadine Abramowski ist per E-Mail unter wohnraumberatung@landkreis-landshut.de oder telefonisch unter 0871 408-2117 erreichbar.

Foto: Landratsamt Landshut

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