SORMAS in allen Bayerischen Gesundheitsämtern in Bayern installiert

Weiterer wichtiger Schritt der Digitalisierungsstrategie im Öffentlichen Gesundheitsdienst

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sind in Bayern jetzt alle Gesundheitsämter mit der Software SORMAS (Surveillance Outbreak Response Management and Analysis System) ausgestattet. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Freitag hingewiesen. Er betonte: „Heute wurde am 76. Gesundheitsamt in Bayern SORMAS bereitgestellt. Somit ist der Rollout dieses bundesweit eingesetzten Systems an allen bayerischen Gesundheitsämtern wie geplant noch im Februar abgeschlossen und es steht ein weiteres schlagkräftiges Tool für die Bekämpfung der Corona-Pandemie bereit.  Mit dieser Software werden die Gesundheitsämter bei der Identifizierung von Kontaktpersonen unterstützt.“

Holetschek erläuterte: „Damit ist SORMAS für die bayerischen Gesundheitsämter ein wichtiger Baustein der Containment-Strategie im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Über diese browserbasierte Plattform können infizierte Personen und deren Kontaktpersonen von den Gesundheitsämtern einfach erfasst werden. Bayern nimmt unter den Flächenländern eine Vorreiterrolle ein bei dem Ziel eines flächendeckenden bundesweiten Einsatzes, um bei Bedarf datenschutzkonform Daten auch bundesweit zwischen den Gesundheitsbehörden austauschen zu können.“

Der Minister und derzeitige GMK-Vorsitzende fügte hinzu: „Mit der umfassenden Einführung von SORMAS sind wir bei der Digitalisierung im Öffentlichen Gesundheitsdienst wieder einen wichtigen Schritt weitergekommen.“

Holetschek ergänzte: „Speziell die Möglichkeit von SORMAS, dass Gesundheitsämter künftig bundesweit bei Bedarf Daten austauschen können, um weitere Infektionen zu verhindern, ist ein Meilenstein im Rahmen der Digitalisierung im öffentlichen Gesundheitswesen. So vermeiden wir künftig über die Landesgrenzen hinweg doppelte Arbeit bei der Erfassung von Kontaktpersonen und beschleunigen den Datenfluss an übergeordnete Meldestellen wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und das Robert Koch-Institut auf Bundesebene.“

In den kommenden Wochen wird der produktive Einsatz der Version SORMAS X sukzessive ausgebaut. Es werden dabei die Schnittstellen zu weiteren in den Gesundheitsämtern genutzten Programmen zur Verfügung gestellt. Hierzu müssen auch seitens des Bundes bzw. des Projekts SORMAS ausreichend Ressourcen für die rasche Einführung der SORMAS-Instanzen und die Unterstützung der Gesundheitsämter bereitgestellt werden. Denn nur durch Schnittstellen mit der Meldesoftware führt SORMAS X zu deutlichen Arbeitserleichterungen gegenüber alternativen Software-Systemen und nur so ist die Umstellung des Betriebs den Gesundheitsämtern in der aktuellen Phase der Pandemie vermittelbar. Die essentielle Bedeutung der Schnittstellen ist auch außerhalb Bayerns betont worden, so beispielsweise durch die Gesundheitsministerkonferenz.

Bildquelle: Bayerisches Gesundheitsministerium

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