Spontandemo gegen die Angriffsoffensive der türkischen Armee

Am Sonntag den 20.11 um 13 Uhr versammelten sich spontan 40 Personen um sich gegen die Militäroffensive der türkischen Armee in kurdisch besiedelten Gebieten in Nordsyrien und -irak zu positionieren.

Laut Medienberichten führte das türkische Militär in der Nacht vom 19. November auf den 20. November eine breit angelegte Operation der Luftwaffe in Nordsyrien und Nordirak durch. Dabei wurden mehrere Städte und Landstriche in einem 700 Kilometer langen Abschnitt bombardiert.

Regionale Medien berichten bereits in den frühen Morgestunden von mehreren Dutzend zivilen Opfern. Schon seit Monaten führt das türkische Militär wiederholt Angriffe auf diese Region aus, doch der Umfang der jüngsten Offensive bleibt beispiellos. Wie der Generalkommandant der Demokratischen Kräften Syriens, Mazlum Abdi, berichtet begannen die Angriffe der ab 22 Uhr abends Ortszeit. „Es wurde nicht zwischen der Zivilbevölkerung und militärischen Punkten unterschieden. Auch wurde kein Unterschied zwischen den Truppen des syrischen Staates und anderen Einheiten gemacht“, erklärte Herr Abdi. Auch warnt er davor, dass „der türkische Staat den Anschlag in Istanbul als Vorwand nutzt“ um seine Angriffe zu rechtfertigen.

Die Demonstration in Landshut zog von vor dem Rathaus durch die Altstadt und wieder zurück. Dabei wurde kurdische Musik gespielt und ein altes Transparent mit der Aufschrift „Nie wieder Krieg“ und „Defend Rojava“ hochgehalten. Die Demonstrierenden äußerten sich solidarisch mit den Menschen auf der Flucht, aber auch den Hinterbliebenen vor Ort bekennen. „Auch Deutschland steht in der Pflicht als NATO-Partner der Türkei klare Grenzen zu setzen und Angriffsoffensiven, gerade auf zivile Ziele, streng zu sanktionieren.“, hallte es durch die Altstadt.

Auch in Landshut leben viele Menschen die aus diesen Regionen geflohen sind. Weswegen schon weitere Proteste angekündigt wurden. Zeitgleich fanden in über 20 Städten in ganz Deutschland spontane Proteste zu diesem Thema statt.

 

Foto:
Richard Wilde

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