Stadt Landshut verschiebt Eröffnung des Christkindlmarkts

Ergebnisse der Ministerpräsidentenkonferenz sollen abgewartet werden

Nächstes Treffen der Bundeskanzlerin mit den Länderchefs findet am Donnerstag statt – an diesem Tag sollte ursprünglich auch der Landshuter Christkindlmarkt seine Pforten öffnen

Die für Donnerstag geplante Eröffnung des Landshuter Christkindlmarkts wird bis auf Weiteres verschoben. Gründe sind die in ganz Südbayern sprunghaft steigenden Corona-Infektionszahlen und die ebenfalls für diesen Donnerstag angesetzte Ministerpräsidentenkonferenz, in deren Rahmen die Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie beraten wollen. Auch die Frage, ob und gegebenenfalls unter welchen Voraussetzungen Großveranstaltungen im Allgemeinen und Weihnachtsmärkte im Besonderen stattfinden können, steht dann zur Diskussion.

„Die Ergebnisse dieser Bund-Länder-Gespräche wollen wir abwarten und etwaigen neuen, bundes- oder landesweit verbindlichen Regelungen nicht vorgreifen. Unsere Entscheidung war daher zwangsläufig“, sagt OB Alexander Putz, denn: „Den Christkindlmarkt unter diesen Bedingungen am Donnerstag zu eröffnen und damit sehenden Auges das Risiko einzugehen, womöglich nur einen Tag später weitreichende Anpassungen an unseren Schutz- und Hygienekonzepten vornehmen oder den Markt gar schließen zu müssen, wäre für alle Beteiligten – für Beschicker ebenso wie für Besucher – die schlechteste Variante.“ Das Vorgehen sei auch mit den Schaustellern und Marktkaufleuten besprochen worden: „Das Verständnis für unsere Situation war groß. Dafür bedanke ich mich herzlich.“

Grundsätzlich wolle die Stadt den Christkindlmarkt unter Beachtung der entsprechenden rechtlichen Vorgaben gerne durchführen, betonen Putz und Zweiter Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger, der dem Stadtratssenat für Messen, Märkte und Dulten vorsitzt. Dafür habe man schon vor Monaten zahlreiche Vorkehrungen zum Infektionsschutz getroffen. So sei der Christkindlmarkt von seinem relativ beengten Stammplatz in der Freyung auf die weitläufige Ringelstecherwiese verlegt worden, wo große Abstände zwischen den einzelnen Verkaufsständen eingehalten und die Besucherströme entzerrt werden können. Zudem habe man das Marktgelände umzäunt, um etwaige Zugangsbeschränkungen – sei es nach 2G- oder 3G-Regelungen – kontrollieren und umsetzen zu können, so Putz und Haslinger. Ihr Fazit: „Wir sind davon überzeugt, dass die Rahmenbedingungen in Landshut nahezu ideal sind, um auch in Corona-Zeiten einen möglichst sicheren Christkindlmarkt zu gewährleisten.“

Foto: h.j.lodermeier

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