Stadt Landshut weitet Schnelltestangebot aus: Zusätzliche Station wird vor dem Rathaus in der Altstadt aufgebaut

Betrieb zunächst von 7 bis 17 Uhr geplant – Testergebnisse werden bescheinigt und genügen daher auch den Anforderungen für Schulbesuche und Einkauf im Einzelhandel

Die Stadt Landshut weitet kurzfristig ihr Schnelltestangebot deutlich aus: Vor dem Rathaus in der Altstadt beginnen am Freitagmittag die Aufbauarbeiten für eine zusätzliche Teststation. Diese soll bereits am morgigen Samstag, 17. April, den Betrieb aufnehmen und wird zunächst werktäglich von 7 bis 17 Uhr geöffnet sein. „Ab morgen haben unsere Bürgerinnen und Bürger damit die Möglichkeit, sich mitten in der Innenstadt schnell und unkompliziert auf das Coronavirus testen zu lassen“, sagt Oberbürgermeister Alexander Putz. „Wir möchten mit diesem Angebot nicht zuletzt auch Kurzentschlossene ansprechen und eine Alternative für diejenigen schaffen, für die der Weg in unser Testzentrum auf dem Messegelände zu beschwerlich ist.“ Hauptziel sei es, die Zahl der Testungen deutlich zu erhöhen, dadurch einen besseren Überblick über das sehr dynamische Infektionsgeschehen vor Ort zu erhalten und Infektionsketten so schnell wie möglich zu unterbrechen, betont Putz. „Ich bedanke mich einmal mehr bei Thomas Schindler und seinem Team unseres Testzentrums, das die Einrichtung dieser Station so kurzfristig möglich gemacht hat.“

Das negative Ergebnis eines an der neuen Station durchgeführten Antigen-Schnelltests wird übrigens auch bescheinigt. Es genügt daher den rechtlichen Anforderungen, die derzeit sowohl für den Einkauf im Einzelhandel nach dem System „Click & Meet“ vorgesehen sind, als auch den Bedingungen, an die für Schülerinnen und Schüler momentan der Besuch des Präsenzunterrichts geknüpft ist. „Das war einer der Gründe, weshalb wir uns dazu entschieden haben, die Teststation bereits ab 7 Uhr zu öffnen“, betont Putz: „Damit ist nämlich gewährleistet, dass auch Kinder und Jugendliche, die statt eines Selbsttests in der Schule lieber auf dem Weg zur Schule einen von medizinischem Personal durchgeführten Antigen-Schnelltest vornehmen lassen wollen, ihr Ergebnis noch rechtzeitig vor dem Unterrichtsbeginn erhalten.“

Die Einrichtung einer Schnellteststation in der Innenstadt war aufgrund der Rechtslage, nach der Einzelhandelskunden in Gebieten mit einer 7-Tage-Inzident zwischen 100 und 200 einen tagesaktuellen negativen Coronatest vorweisen müssen, ein wichtiges Anliegen des Einzelhandels, wurde am Mittwoch aber auch von der Fraktion CSU/LM/JL/BfL per Stadtratsantrag angeregt. Dieser Antrag habe sich damit erledigt und müsse folglich am kommenden Freitag nicht mehr im Plenum behandelt werden, betont Putz.

Ob die neue Teststation die in sie gesetzten Hoffnungen bezüglich des Einzelhandels noch erfüllen kann, ist allerdings sehr fraglich. Denn am heutigen Freitag liegt die 7-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in der Stadt Landshut nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 234,3. Damit ist der Grenzwert von 200,0 den zweiten Tag in Folge überschritten. Sollte diese kritische Marke auch am morgigen Samstag und damit zum dritten Mal in Serie „gerissen“ werden, müsste der Einzelhandel – mit den bekannten Ausnahmen für den Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogerien etc. – gemäß den Vorgaben der Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung bereits am Montag geschlossen bleiben. Das derzeit praktizierte Modell des Einkaufs mit Terminvereinbarung („Click & Meet“) und negativem Coronatest wäre folglich nicht mehr zulässig. Möglich bliebe dann nur noch die Abholung vorbestellter Ware (System „Click & Collect“). Die Vorlage negativer Coronatests wäre dafür jedoch nicht mehr erforderlich.

Die Stadt Landshut würde das dreimalige Überschreiten des Grenzwerts 200,0 am morgigen Samstag unverzüglich amtlich bekannt machen und darüber auch per Pressemitteilung sowie über ihre Homepage und die Sozialen Medien informieren. – JV –

Bildquelle: Archiv – hjl –

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