Stadtratsplenum: OB Putz setzt Tagesordnungspunkt zur Jugendherberge wegen Dringlichkeitsantrag ab

Die Entscheidung über die Zukunft der Jugendherberge Landshut wird vertagt:

OB Alexander Putz hat am Donnerstagnachmittag den entsprechenden Punkt von der Tagesordnung der morgigen Sitzung des Plenums abgesetzt. Darüber hat der Rathauschef die Stadtratsmitglieder bereits informiert. Putz begründete den Schritt mit weiterem Prüfungs- und Klärungsbedarf, der kurzfristig infolge eines am späten Mittwochnachmittag eingegangenen, interfraktionellen Dringlichkeitsantrag entstanden ist. Darin wird der Weiterbetrieb der Jugendherberge „bis zum Ende der genehmigten Restlaufzeit des Brandschutzes im Mai 2024“ beantragt.

Ob die gewünschte, noch zweijährige weitere Beherbergung insbesondere von Kindern und Jugendlichen trotz der bekannten Defizite im Brandschutz verantwortbar ist, müsse fundiert untersucht werden, so OB Putz – und zwar insbesondere in Anbetracht der Tatsache der fehlenden Perspektive für eine Generalsanierung am bisherigen Standort. Diese Untersuchungen seien bis zur Plenarsitzung am Freitag nicht mehr möglich. Darüber hinaus müsse im Hinblick auf die Intention des Dringlichkeitsantrags mit dem Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) geklärt werden, ob die Zertifizierung der Jugendherberge Landshut auch ohne Investitionen zur Umsetzung der Voraussetzungen des Qualitätsmanagementsystems „Smile 3.0“ ausnahmsweise bis zum Ende des Betriebs erhalten werden kann.

Die zuständigen Fachstellen der Verwaltung wurden vom Oberbürgermeister bereits beauftragt, die erforderlichen Prüfungen durchzuführen und Gespräche mit Verantwortlichen des DJH aufzunehmen. Die Ergebnisse sollen bis zur Plenarsitzung am 22. Juli vorliegen und dem Stadtrat vorgestellt werden.

Foto: h.j.lodermeier

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