Stadttheater Landshut braucht dringend und schnellstmöglich adäquate Räumlichkeiten

Antrag der Fraktion CSU/LM/JL/BfL

Der Stadtrat möge beschließen:

Der Bildungs- und Kultursenat spricht sich dafür aus, dass der Zeitplan zur Sanierung und zum Neubau des Stadttheaters auf dem Bernlochner-Areal beibehalten wird und ab 2021 der Baubeginn erfolgt, sofern die Fördermittel aus dem Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus bewilligt werden. Daher ersucht der Bildungs- und Kultursenat die Stadtverwaltung, das Erforderliche zu tun, um dieses Ziel zu erreichen. Der Kultursenat empfiehlt daher unter der Prämisse bewilligter Bundesfördermittel und angesichts der bereits zugesagten 75%-igen Förderung durch den Freistaat Bayern dem Haushaltsausschuss und dem Haushaltsplenum, die entsprechenden Finanzmittel im Haushalt 2021 einzuplanen.

Begründung:

Für die Lebensqualität der Menschen,  das kulturelle Leben der Regierungshauptstadt von Niederbayern und des Oberzentrums der Region 13 ist das Landestheater Niederbayern eine unverzichtbare Notwendigkeit. Das Stadttheater Landshut braucht aber dringend und schnellstmöglich adäquate Räumlichkeiten und eine zeitgemäße Spielstätte auf dem Bernlochner-Areal. Das Theaterzelt am Messegelände, dessen Lebensdauer zu Ende geht, ist nur eine Notlösung, die schon zu lange dauert. 
Fakt ist, dass das Stadttheater lebensnotwendiger Bestandteil des Landestheaters Niederbayern ist. Dabei ist die Stadt als Mitglied dieses Zweckverbandes verpflichtet, eine adäquate Spielstätte zur Verfügung zu stellen. 
Vor wenigen Tagen hat der Vorsitzende des Haushaltsausschusses im Bayerischen Landtag, MdL Josef Zellmeier, öffentlich erklärt, dass die Sanierung und der Neubau des Stadttheaters „dringend notwendig“ seien, vor allem aber, dass die hohe Unterstützung des Freistaates Bayern mit 75 % der förderfähigen Kosten Bestand hat.
Diese Fördergarantie darf nicht gefährdet werden, zumal aufgrund der CoronaPandemie andere Großprojekte in Bayern wie das neue Konzerthaus in München und Nürnberg vermutlich gestrichen oder verschoben werden. Zudem kann die Stadt darauf hoffen, über das Bundesprogramm Nationale Projekte des Städtebaus 2021 weitere Fördermittel in großer Höhe zu erhalten. Im Falle dieser Förderung würde sich der Eigenanteil der Stadt an diesem so wichtigen Kulturprojekt noch einmal um weitere Millionen reduzieren. Diese einmalig hohe Förderung darf nicht gefährdet werden, denn sonst ist das Stadttheater Landshut und damit auch das Landestheater Niederbayern endgültig am Ende. 
Dabei geht es jetzt auch um die Glaubwürdigkeit der Stadt Landshut. Es braucht nunmehr ohne Wenn und Aber ein eindeutiges Bekenntnis zur Sanierung und zum Neubau des Stadttheaters, denn sonst werden andere Projekte in Land und Bund vorgezogen. Das wäre fatal für die Stadt Landshut, die Bürgerinnen und Bürger, die gerne ins Theater gehen, und die Zukunft der Kulturlandschaft in der Region. 
Verheerend wäre ein solches Signal des Verschiebens auch für die Kulturschaffenden, die „Theatermacher“ und auch die Bürgerschaft, die sich mit großem Einsatz für dieses Kulturprojekt engagiert, seien es die Theaterfreunde oder die Bürgerinitiative „Unser Theater soll leben“. 
Das Stadttheater Landshut ist die größte, wichtigste und bedeutendste Kultureinrichtung mit langer Tradition in der Stadt und der Region. Jetzt muss das Startsignal für den Neubau des Stadttheaters und die Sanierung des Bernlochner Komplexes, die später erfolgen kann, gegeben werden. Nur der Baubeginn in diesem Jahr signalisiert eine gute Zukunft für das Landestheater Niederbayern. Es muss deutlich werden, dass die Stadt mit aller Macht und vollem Einsatz für eine gute Perspektive für das Stadttheater und damit das Landestheater Niederbayern kämpft. 
gez. Rudolf Schnur – Fraktionsvorsitzender
gez. Ludwig Zellner   gez. Helmut Radlmeier                    gez. Lothar Reichwein
gez. Hans-Peter Summer  gez. Prof. Dr. Thomas Küffner gez. Christian Steer
gez. Bernd Friedrich   gez. Maximilian Götzer        gez. Dr. Thomas Haslinger
gez. Dr. Dagmar Kaindlgez. Gertraud Rößl              gez. Ludwig Schnur
Foto: Fraktion CSU/LM/JL/BfL

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