Starker Auftritt: Rote Raben holen wichtigen Punkt beim 2:3 in Potsdam

Mit einem leidenschaftlichen Fünf-Satz-Match haben sich die Roten Raben nach dreiwöchiger Bundesliga-Pause zurückgemeldet. Beim Tabellenfünften SC Potsdam unterlagen die Schützlinge von Trainer Florian Völker zwar mit 2:3 (25:20, 25:19, 19:25, 18:25, 10:15), wurden für ihren beherzten Auftritt aber mit einem Auswärtspunkt belohnt, der sich mit Blick auf die Playoffs noch als wichtig erweisen könnte.

Die Roten Raben – in der Starting Six mit Zuspielerin Magda Gryka, Dayana Segovia auf Diagonal, den Außenangreiferinnen Jodie Guilliams und Alexis Hart sowie Josepha Bock und Klára Vyklická im Mittelblock, dazu Tiffany Clark als Libera – gingen von Beginn an mit Entschlossenheit und dem erkennbaren Glauben daran, beim Favoriten etwas mitnehmen zu können, zu Werke. Im ersten Satz konnte sich lange Zeit kein Team mit mehr als zwei Punkten absetzen, erstmals gelang dies den Raben beim 18:15. Basierend auf einer top-organisierten und extrem kampfkräftigen Abwehr brachten sie diesen Durchgang mit 25:20 nach Hause.

Im zweiten Abschnitt lagen die Gäste, die auf Beta Dumancic (Rückenprobleme) verzichten mussten, bei der zweiten technischen Auszeit mit 14:16 zurück, drehten dann aber mit einem famosen Zwischenspurt zum 19:14 den Spieß um. In der Folge hatten die Raben, angeführt von Kapitänin Jodie Guilliams, ihre stärkste Phase und veredelten ihre starken Defensivaktionen regelmäßig mit konsequenten Angriffen – die Folge war ein absolut verdientes 25:19, das Dayana Segovia fixierte.

Klar, dass Potsdam das nicht auf sich sitzen lassen wollte. Zwar führte Vilsbiburg im dritten Abschnitt zunächst mit 8:6, doch als beim Stand von 12:12 Dayana Segovia umknickte und vorübergehend vom Feld musste, gab es einen kleinen Bruch im Spiel der Gäste, über 12:15 ging dieser Satz mit 19:25 verloren. Der SCP fand nun mehr und mehr seinen Rhythmus, so dass die Raben auch den vierten Durchgang – über 4:8 und 12:16 – mit 18:25 abgeben mussten.

Beim Satzgleichstand von 2:2 kam es also zum Tiebreak, in dem beide Teams noch einmal alles in die Waagschale warfen. Nach einem schnellen 0:3-Rückstand arbeiteten sich die Raben mehrmals bis auf einen Punkt heran, das Steuer herumreißen konnten sie jedoch trotz einiger spektakulär umkämpfter Ballwechsel nicht mehr. Am Ende hieß es 10:15 und somit 2:3.

Beste Scorer bei den Roten Raben waren Alexis Hart und MVP Dayana Segovia mit je 19 Punkten sowie Jodie Guilliams mit 17. „Wir haben“, analysierte Coach Florian Völker, „zweieinhalb Sätze sehr, sehr stark gespielt. Auch danach war die Leistung okay, aber da hat Potsdam mit seinem extrem breit besetzten Kader sein Level hochgeschraubt. Wir haben alles gegeben, nehmen diesen Punkt mit und blicken mit Mut auf die nächsten Aufgaben.“

Weiter geht’s für die Roten Raben im Drei-Tages-Rhythmus: Am kommenden Dienstag, 8. Februar, gastieren sie zum Nachholspiel bei Schwarz-Weiß Erfurt, am Freitag, 11. Februar empfangen sie in der heimischen Ballsporthalle den VfB Suhl LOTTO Thüringen.

Foto: Hermann Boxleitner

weitere Beiträge