Start der ökumenischen „Woche für das Leben“ am 17. April

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Holetschek betont Bedeutung der Hospiz- und Palliativversorgung in Bayern

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek betonte am Freitag zum Start der ökumenischen „Woche für das Leben“ am 17. April die Bedeutung der Hospiz- und Palliativversorgung: „Schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen bis zuletzt eine bestmögliche medizinische und pflegerische Versorgung – wohnortnah und gemäß ihren individuellen Wünschen. Deshalb fördern wir den weiteren Ausbau qualitativ hochwertiger Versorgungsangebote.“

Die Woche für das Leben 2021 widmet sich in diesem Jahr dem Thema “Leben im Sterben“. Den zentralen Auftakt bildet die bundesweite Eröffnung am Samstag, 17. April 2021, in Augsburg durch den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, und den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Prof. Heinrich Bedford-Strohm. Holetschek wird dabei ein Grußwort sprechen.

Der Minister unterstrich am Freitag: „Im Mittelpunkt der ökumenischen ‚Woche für das Leben‘ steht das wichtige Thema, wie wir schwerstkranke und sterbende Menschen bestmöglich unterstützen können. Für mich ist klar: Jedem muss ein Leben in Würde und möglichst ohne Schmerzen bis zuletzt ermöglicht werden. Als christlich geprägte Gesellschaft dürfen wir nicht zulassen, dass Menschen den Suizid als einzigen Ausweg sehen. Wir brauchen vielmehr eine Kultur des Lebens, des Hinschauens und der Hinwendung zum kranken und sterbenden Menschen.“

Holetschek verwies darauf, dass die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Regelungen die Hospizarbeit vor eine sehr große Herausforderung stellen. Denn gerade schwerstkranke und sterbende Menschen brauchen den persönlichen Kontakt. Der Minister erläuterte: „Wir haben deshalb in enger Abstimmung mit den Akteuren vor Ort praxisnahe Empfehlungen für die ehrenamtliche Sterbebegleitung und für Besuche in Hospizen oder auf Palliativstationen formuliert. Unser Ziel war es, dass auch während der Pandemie die hospizliche und palliative Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen sichergestellt ist.“

Holetschek unterstrich: „Wir werden den Ausbau der Hospiz- und Palliativangebote auch in den kommenden Jahren weiter kräftig unterstützen.“ Im März dieses Jahres hatte Holetschek einen Förderscheck über 8,55 Millionen Euro für die Errichtung des Kinder- und Jugendhospizes Sternenzelt in Bamberg anlässlich des Spatenstichs übergeben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund zwölf Millionen Euro.

Bayern verfügt mit dem Kinderhospiz St. Nikolaus in Bad Grönenbach, südlich von Memmingen bereits über ein stationäres Kinderhospiz mit acht Plätzen für lebensverkürzend erkrankte Kinder und ihre Familien. Für Erwachsene stehen in Bayern 231 stationäre Hospizplätze an 21 Standorten zur Verfügung. Langfristig ist in den kommenden Jahren eine Erhöhung auf 280 stationäre Hospizplätze vorgesehen. 46 Teams der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) stellen die Versorgung schwerstkranker Menschen in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung sicher.

Außerdem engagieren sich 140 Hospizvereine mit rund 25.000 Mitgliedern für die ambulante Hospizversorgung in Bayern. 7.000 ehrenamtliche Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleitern begleiten die Betroffenen und stehen ihren Angehörigen und Familien zur Seite – zu Hause, in stationären Pflegeeinrichtungen oder auch in Krankenhäusern.

Mehr Informationen finden Sie unter www.stmgp.bayern.de/gesundheitsversorgung/sterbebegleitung.

Bildquelle: Pixabay / Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

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