Stromtrasse kommt unter die Erde

MdB Florian Oßner: „Durchbruch in den Beratungen zum Bundesbedarfsplangesetz geschafft“

Berlin/Landshut. Die im Zuge der geplanten Gleichstromtrasse Südostlink von Wolmirstedt (Sachsen-Anhalt) in den Landkreis Landshut auch notwendige Wechselstromleitung von Isar nach Altheim soll mit einer etwa zehn Kilometer langen Erdverkabelung in Betrieb gehen. Gleichzeitig soll der Südostlink auf eine Kapazität von zwei auf vier Gigawatt erweitert werden, was bei Bundestagsabgeordneten Florian Oßner (CSU) bis zum Schluss auf Ablehnung stieß: „Wir wollen unseren Beitrag zur Energieversorgungssicherheit unserer Heimatregion leisten, das ist keine Frage. Die Lasten dazu müssen jedoch fair verteilt werden.“ Der Südostlink war eines der zentralen Netzausbauvorhaben, die der Bundestag gestern am späten Abend im Gesetz zur Reform des Bundesbedarfsplangesetzes festgelegt hat. Laut Oßner werde man nun den Ausbau technisch und ökologisch so verträglich wie möglich gestalten.

Mit dem Bundesbedarfsplangesetz wird der Ausbau des Stromübertragungsnetzes in Deutschland weiter vorangetrieben. Der Netzausbau ist entscheidend für eine erfolgreiche Energiewende. Der zügige Ausbau der erneuerbaren Energien sowie die schrittweise Abschaltung der Kernkraftwerke und der Kohlekraftwerke erfordern es, Strom zunehmend über weite Strecken auszugleichen.

Alleinstellungsmerkmal im Bundesgebiet

Ausdrücklich begrüßt der Infrastrukturpolitiker Oßner jedoch die Erdverkabelung der Wechselstromtrasse von Isar nach Altheim. „Damit haben wir ein Alleinstellungsmerkmal, denn alle anderen Wünsche in diese Richtung im Bundesgebiet fanden bei dieser Novellierung keine politische Mehrheit“, berichtet der Bundestagsabgeordnete. „Hier konnte ich mich in Berlin durchsetzen, als einzige Wechselstromleitung das Vorhaben P77 zwischen Isar und Altheim statt als Freileitung nun in die Erde zu legen. Damit konnte ich den Wunsch der betroffenen Bürger, der mir gegenüber immer wieder geäußert wurde, erfüllen. Dies war ein immenser Kraftakt und es gab zahleiche Widerstände. Deshalb bin ich meinen Kollegen der CSU, besonders dem Chefunterhändler Dr. Andreas Lenz, sehr dankbar, die dieses Projekt mit mir unterstützt haben und damit zu einer Mehrheit trotz Kostensteigerung und Gegenstimmen der Opposition  im Deutschen Bundestag beigetragen haben. Es hat sich wiederum gezeigt, dass konsequenter politischer Einsatz am Ende doch belohnt wird.

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Dem Wunsch der Erdverkabelung der Wechselstromleitung P77 zwischen Isar und Altheim wird laut CSU-Bundestagsabgeordneten Florian Oßner im Bundesbedarfsplangesetz entsprochen.
Bild-Quelle: Tennet


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