Tempo und Touch: Die Qualitäten der neuen Zuspielerin Wilma Rivera aus Puerto Rico

Wilma Rivera wusste ziemlich früh, was sie wollte. Gerade einmal acht Jahre jung war die neue Zuspielerin der Roten Raben, als sie zu Hause in Puerto Rico mit Volleyball anfing. Und zwar aus eigenem Antrieb, wie sie betont. Natürlich seien ihre Eltern anfangs mitgegangen, „aber es war meine Idee“, erinnert sich die heute 25-Jährige.

Da sie überaus talentiert war, ging es alsbald nicht mehr um die Frage, ob sie ihren volleyballerischen Weg fortsetzt, sondern wie, sprich: auf welcher Position. Denn Wilma war auch als Außenangreiferin begabt und als Linkshänderin sogar auf spezielle Weise gefährlich. Letztlich aber schlug sie eine Karriere als offensive Regisseurin ein: „Ich liebe es zuzuspielen“, sagt die Neu-Vilsbiburgerin, „und meine Teamkolleginnen in eine gute Position zu bringen.“ Dass sie die Bälle gerne schnell verteilt, gefällt Raben-Cheftrainer Florian Völker besonders: „Wilma bringt Tempo in unser Spiel, sie hat einen richtig guten Touch!“

Über einen Club namens Gigantes de Carolina in ihrer Heimat fand Wilma Rivera den Weg in die USA an die Penn State University und die University of Louisville. 2019 wurde sie Profi und wechselte zu Hylte/Halmstad in die schwedische Liga. Nach einem Jahr bei Valencianas de Juncos in Puerto Rico kehrte die Nationalspielerin 2021 nach Europa zurück und schlüpfte ins Trikot von VBC Chamalières in Frankreich. Als dann im letzten Sommer das Angebot der Roten Raben kam, musste Wilma Rivera nicht lange überlegen: „Die deutsche Liga hat einen sehr professionellen Ruf, und über Vilsbiburg habe ich nur gute Sachen gehört. Ich freue mich auf diese neue Herausforderung!“

Übrigens war sie vor ihrer Ankunft in Vilsbiburg Anfang September noch nie in Deutschland, von dem einen oder anderen Kurzaufenthalt auf einem Flughafen mal abgesehen. Da ist es gut zu wissen, dass die ersten Eindrücke rundum positiv gewesen seien, wie sie berichtet: „Bei den Roten Raben ist alles top organisiert, und mit meinen Teamkameradinnen und den Trainern habe ich mich gleich gut verstanden.“

Foto:
Rote Raben

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