Tiefschlag statt Rückenwind

Abgeordneter Radlmeier kritisiert Ampel-Entscheidung gegen Stadttheater

Die Vertreter der Fraktionen SPD, FDP und der Grünen haben im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages einen Förderantrag für das Landshuter Stadttheater abgelehnt. „Das ist nicht nur eine Entscheidung gegen eine Förderung – es ist eine Entscheidung gegen unser Stadttheater und eine Entscheidung gegen Landshut“, so Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier dazu.

„Man sieht, was es für Landshut bedeutet, wer in Berlin die Regierung stellt. Diese Entscheidung ist umso befremdlicher, weil die zuständige Staatsministerin Claudia Roth noch im Wahlkampf getönt hatte, dass sich beim Landshuter Stadttheater etwas ändern müsse. Nach der Wahl hat sie ihre eigenen Worte wieder vergessen“, ärgert sich Radlmeier.

„Das ist umso bitterer, weil wir dank harter Arbeit einen regelrechten Lauf in Sachen Förderungen hatten. Angefangen von der erreichten 75%-Förderung durch den Freistaat über bis zu einer halben Million durch das ‚Denkmalschutz-Sonderprogramm X‘. Zuletzt gelang es auf meine Anregung hin, eine Million Euro durch das Programm ‚Nationale Projekte des Städtebaus‘ fürs Theater zu sichern.

Mit diesem Rückenwind wollte ich mit dem Programm ‚KulturInvest‘ den nächsten Förderbaustein nach Landshut holen. Damit wären wir unserem Ziel, der Rückkehr des Stadttheaters in den Bernlochner, wieder ein großes Stück nähergekommen. Hier danke ich ausdrücklich dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der Stadtverwaltung für die tolle Zusammenarbeit. Trotz einer Über-Nacht-Ankündigung des Programms und einer extrem knapp gehaltenen Frist durch den Bund, konnte ein Antrag eingereicht werden. Die jetzt erfolgte Ablehnung ist ein echter Tiefschlag für das Stadttheater. Die Regierenden in Berlin werden wir jetzt mehr denn je von der Bedeutung des Landshuter Stadttheaters überzeugen, damit wir bei der nächsten Gelegenheit doch noch eine Förderung erhalten“, so Radlmeier.

Foto: Archiv DIESUNDDAS/Radlmeier

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