Traditionelle Handwerkskunst trifft moderne Architektur

Seit 1739 wird in der Backstube der Bäckerei Rauchensteiner im niederbayerischen Geisenhausen in Landkreis Landshut schon gebacken.

Inzwischen kann diese Produktionsstätte dem Qualitätsanspruch und dem Komfort für die Mitarbeiter/Innen nicht mehr gerecht werden. Deshalb entschlossen sich die beiden Geschäftsführerinnen Elisabeth Rauchensteiner-Holzner und Tochter Julia Holzner einen großen Schritt in Richtung Zukunft zu gehen und an der Bundesstraße 299 im Gewerbegebiet von Geisenhausen auf einem Grundstück mit 6000 m2 eine neue Produktionsstätte mit angeschlossenem Café, Büro- und Tagungsräumen zu schaffen.

Beide haben neben der Liebe zu Bäckerei und Konditorei eine Leidenschaft für Architektur und Einrichtung und so war klar, dass man am „Tor zu Geisenhausen“ nicht eine einfache „Halle“ platzieren würde, sondern neben dem Schwerpunkt auf eine moderne Produktion mit ausreichend Platz für Langzeitgeführte Teige, auch die Optik eine Rolle spielen wird.

Mit der Baufirma Hinterschwepfinger aus Burghausen, die schon mehrere Bäckereien und herausragende Industriebauten errichtet haben, fand man einen guten Partner, der als Generalunternehmer sämtliche Gebäudeplanungen und die Bauleitung übernimmt. So können sich die beiden Inhaberinnen neben den Planungen auch weiterhin um ihr tägliches Brot kümmern: Elisabeth Rauchensteiner-Holzner um den Verkauf und um die Buchhaltung und Julia Holzner als Bäcker- und Konditormeisterin um die Produktion, sowie um das Personal und das Marketing.

Rauchensteiner-Holzner ist von Kindesbeinen an jeden Tag in ihrer Bäckerei tätig, mit Ausnahme während der Ausbildung zur Handelsfachwirtin und der Tätigkeit in einer renommierten Münchener Bäckerei.

Julia Holzner entschied sich nach dem Abitur für eine Bäckerlehre, der eine Konditorlehre, die beiden Meistertitel sowie der Betriebswirt des Handwerks folgten. Bevor sie 2016 ins Unternehmen einstieg, sammelte sie noch Erfahrungen in angesehenen Betrieben im In- und Ausland. Gemeinsam mit 40 engagierten Mitarbeiter/innen betriebt die Bäckerei Rauchensteiner im Moment drei Filialen in Geisenhausen und Landshut, wobei zwei Filialen ein angeschlossenes Café haben. Der Schwerpunkt liegt auf der Herstellung von Backwaren aus langzeitgeführten Teigen und Teiglingen sowie der Konditorei mit einem breiten Sortiment an Kuchen, Tartes, Torten und Törtchen.

Ein großes Augenmerk wird seit jeher auf die Ausbildung gelegt: derzeit sind fünf Auszubildene beschäftigt, die nächsten stehen in den Startlöchern. Ca. die Hälfte der in den letzten Jahren Ausgelernten waren die Innungsbesten.

Die neue Backstube bietet in Zukunft noch mehr Platz für sinnvolle Produktionsabläufe, ausreichend Kühl- und Frosterfläche, eine zentrale Snackzubereitung, einen schönen Aufenthaltsraum mit Loggia für die Mitarbeiter/Innen, geräumige Büros und einen großen Tagungsraum, der intern genutzt werden kann, aber auch extern incl. Catering vermietet werden kann.

Das Café soll ein weiterer starker Standort werden, der das breite Sortiment der Bäckerei Rauchensteiner gut abbilden kann. Zusätzlich wird es ein neues Frühstückskonzept im Komponenten-Prinzip sowie ein Pasta-Konzept für den In- und Außer-Haus-Verzehr geben.

Vergangene Woche konnte der Spatenstich vollzogen werden, im Beisein von den beiden Produktions-leitern Maximilian Glass (BM) und Waldemar Travkin (KM), der Verkaufsleiterin Johanna Berberich,

Architekt Stefan Waldherr und Bürgermeister Josef Reff, der das Projekt als „neues Aushängeschild von Geisenhausen“ bezeichnete.

Bildquelle: Bäckerei Rauchensteiner

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