„Trag dein Herz auf dem Kopf“

Genossen aus Kelheim und MdL Ruth Müller,  besuchten Bavarian Caps

„Trag dein Herz auf dem Kopf“ – so lautet das Motto von Bavarian Caps. Aus einer „Bierlaune“ auf der „Wiesn“ entstand ein mittelständisches Unternehmen, das Caps, T-Shirts, Schuhe und vieles Mehr im Trachten-Look vertreibt. Beim Besuch im Ladengeschäft im Donaupark fiel Ruth Müller, MdL gleich eine der Caps mit einer Zeichnung vom Pumuckl ins Auge. Die Geschäftsführer Johannes und Heribert Sänger berichteten ihr, dass sich dabei um das gefragteste unter den 300 Motiven handelt.

Stolz berichteten Vater und Sohn, dass sie nicht nur Motive von allen bayerischen Fußball-Bundesligisten im Sortiment haben, sondern auch von rund 150 bayerischen Brauereien. „Wir sind ein Modeunternehmen“, betonen die Geschäftsführer. Sie setzen auf Qualität, die reine Werbeartikel ihrer Meinung nach oft nicht haben. Auch Kleider, die aussehen wie Dirndl, und zum Beispiel für den Biergartenbesuch geeignete sind, weckten die Aufmerksamkeit der Besucher.

Müller, die mit Genossen aus Kelheim um Vorsitzende und Stadträtin Maria Meixner sowie Unterbezirks-Vorsitzende Luisa Haag in den Donaupark gekommen war, wollte wissen, wo die Produkte hergestellt werden. Die Caps stammen aus China, T-Shirts und Schuhe aus Portugal, die Strickwaren stammen aus Bayern. Die Geschäftsführer von Bavarian Caps halten engen Kontakt zu ihren Produzenten und sind regelmäßig vor Ort, um sich selbst von hohen Qualitätsstandards zu überzeugen. Müller wollte wissen, ob es Problem mit den Lieferketten gab, doch die Geschäftsführer verneinten dies. Zwar waren ihre Geschäfte während der Corona-Pandemie lange geschlossen, doch durch den Online-Shop erzielten sie weiterhin guten Umsatz.

Dieser Umstand ermöglicht es ihnen auch, in unmittelbarer Nähe zum derzeitigen Standort ein neues Büro- und Lagergebäude zu bauen. Müller freute sich, dass die Unternehmer mit Holz bauen, das im Gewerbe-Bereich noch nicht sehr verbreitet ist. Insgesamt investiert Bavarian Caps rund 1,6 Millionen Euro. 12,5 Prozent davon stammen von der Wirtschaftsförderung der Regierung von Niederbayern.

Ursprünglich als Gesellschaft bürgerlichen Rechts gestartet, firmiert Bavarian Caps inzwischen als GmbH. Gesellschafter sind die fünf Gründer, von denen nur einer nicht im Unternehmen tätig ist. Alle fünf waren Quereinsteiger, hatten nichts mit der Branche zu tun. Müller war beindruckt von der Erfolgsgeschichte von Bavarian Caps. „Bei uns gibt es nicht nur die Automobilindustrie, die Wertschöpfung ist auch anders möglich“, betonten Müller. Auch der Mut der jungen Leute beeindruckte sie sehr.

Foto:
Thomas Gärtner

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