„Über 10 Euro 20 für die Maß Bier hätten wir uns sehr gefreut“

Chefkellner und Kellnerinnen der Landshuter Dult sind nicht gerade erfreut über den von der Stadt festgesetzten Bierpreis bei der diesjährigen Bartlmädult.

Alle Jahre wieder, sei es zum Oktoberfest in Müchnen oder zur Bartlmädult in Landshut, geht es um einen akzeptablen Bierpreis für die Volksfestbesucher.

In den letzten Jahren sind gerade durch die Pandemie auch für die Landshuter Dultwirte viele Kosten gestiegen. Die Wirte sind besonders von der Inflation, gestiegenen Personalkosten und stark erhöhten Energiepreisen betroffen. Doch auch der Material- und Personalpreis beim Zeltaufbau ist laut der Dultwirte stark gestiegen. In dieser Gemengelage sind die Bedienungen und Kellner noch gar nicht bedacht. Sie leiden durch einen für sie nicht so attraktiven Bierpreis besonders. So wie der Bierpreis von 9.90 Euro für die Besucher der Landshuter Dult sehr attraktiv sei, so bedauern die Bedienungen Bärbel und Steffi vom Bierzelt Widmann in einem Interview diesen Bierpreis, „zum Jubeln ist dieser gerade nicht“, meinten die zwei Bedienungen, die ihren Job trotzdem sehr gerne gerade bei den jungen Bierzeltbetreibern Franz jun. und Sina Widmann ausführen, da man von ihnen sehr geschätzt werde und ein angenehmes Betriebsklima vorfände. Auch mit den übrigen Kolleginnen und Kollegen kommt man bestens klar. Gerade weil die Landshuter Dultbesucher eigentlich sehr spendabel seien, wie Bärbel feststellte, habe man bei der Herbstdult auf einen besseren Bierpreis wie in der Frühjahrsdult gehofft. Der Sohn von Bärbel und Chefkellner Olli hatte durch den Bierpreis von 9.90 Euro sehr große Probleme genügend Bedienungen anzuheuern, die beim Nennen des Bierpreises vielfach absagten.

Wie Stadtrat Ludwig Zellner bei einer Nachfrage des Onlinejournals-DiesundDas mitteilte, wurde der Bierpreis, der von den Wirten im Frühjahr illegal, wie sich Stadtrat Zellner ausdrückte, um zwei Euro auf 9,90 Euro erhöht und angesetzt, vom Dultsenat der Stadt Landshut als Kompromiss für die Herbstdult angesehen und festgesetzt wurde. Durch die inzwischen Überteuerung der diversen Speisen, Getränke und Arbeitskosten hatten die Festwirte einen weitaus höheren Bierpreis im Visier.

Bärbel und Steffi können also nur hoffen, dass es im Frühjahr 2023 beim Verhandeln des Bierpreises zwischen Stadt und Festwirten zu einem Ergebnis kommt, das sich auch für sie einträglicher gestaltet.

– hjl –

Bildbeschreibung:
Die Kellnerinnen Bärbel (links) und Steffi bei ihrer anstrengenden Arbeit, die sie gerne machen.
Foto:
h.j.lodermeier

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