„Überstunden steuerfrei ausbezahlen“  

Bundestagsabgeordneter Florian Oßner möchte gemeinsam mit der Baubranche dem Arbeitskräftemangel begegnen

Es ist in jeder Branche momentan zu spüren: Es fehlen überall Arbeitskräfte. Für die Wirtschaft in Bayern und Deutschland birgt dies ein hohes Risiko. Der Heimatabgeordnete des Bundestags und Volkswirt Florian Oßner (CSU), möchte deshalb mit den Unternehmen vor Ort Lösungen erarbeiten. Da auch gerade die Baubranche stark betroffen ist, traf sich Oßner mit dem Geschäftsführer Thomas Högl der WKN Wohnbau GmbH in Geisenhausen.

Högl berichtete dem Wirtschaftspolitiker, dass die Firma WKN Wohnbau durch solides Wirtschaften die vergangen zwei Pandemiejahre gut überstanden hätte. Durch die Energiekrise, bedingt durch den russischen Angriff auf die Ukraine, kommen nun viel größere Herausforderungen auf die Branche zu. Steigende Rohstoffpreise und Zinsen machen vieles unkalkulierbar, die Rezession drohe, so Thomas Högl.

Leistung muss sich lohnen

Dazu kommt der sich immer weiter verschärfende Fachkräftemangel, insbesondere im Handwerk und im gesamten Bauwesen. Högl kritisiert hier das Vorgehen der Ampel-Koalition in Berlin: „Anstatt Anreize zu schaffen, die Leute in den Arbeitsmarkt zu integrieren, werden Hartz IV-Sanktionen ausgesetzt“. Oßner pflichtete ihm bei und findet diese Vorgehensweise fatal: „Wir sind in der einmaligen Situation, mehr Arbeit als Arbeitslose zu haben. Diese Chance müssen wir nutzen und nicht noch die Arbeitslosigkeit an sich attraktiver gestalten. Auch das angekündigte Bürgergeld der Ampel als Einstieg in das bedingungslose Grundeinkommen wäre hier völlig kontraproduktiv.“ Zudem schlug der Obmann im Haushaltsausschuss vor, geleistete Überstunden steuerfrei auszahlen zu können. Damit würden Anreize zur freiwilligen Mehrarbeit geschaffen. „Am Ende muss sich Leistung lohnen“, resümierten Oßner und Högl das anregende Arbeitsgespräch.

Bildunterschrift: Thomas Högl der WKN Wohnbau GmbH (links) zeigte Bundestagsabgeordneten Florian Oßner die Herausforderungen der nahen Zukunft im Bauwesen auf.
Foto:
Maria Rohrmeier

 

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