Umweltminister Glauber: Wasserwirtschaftsamt wird Studie für Kiesfang vor Landshut in Auftrag geben

Kiesfang soll Verlandung in Isar und Kleiner Isar oberhalb vom Stausee Altheim reduzieren

Vermessungen im Auftrag des Wasserwirtschaftsamtes zeigen, dass die Kleine Isar auf Höhe von Mitterwöhr und unterhalb vom Isarspitz in den letzten Jahren erneut verlandet ist, an manchen Stellen rund einen Meter hoch. Umweltminister Thorsten Glauber hat sich deshalb am Mittwoch den 08.12.2021 selbst ein Bild von der Isar in Landshut-Mitterwöhr gemacht. „Wir stehen an der Seite der Anwohnerinnen und Anwohner. Wir unterstützen die Forderung, die Auflandungen im Bereich der Kleinen und ‚vereinigten‘ Isar auszubaggern.


Staatsminister Thorsten Glauber (3.v.l.) macht sich ein Bild von der Isar in Mitterwöhr
Foto: Wasserwirtschaftsamt Landshut
Die Verlandung sorgt dafür, dass der Wasserspiegel in der Isar bei Hochwasser steigt. Wichtig ist: Der Hochwasserschutz von Mitterwöhr ist auch zum jetzigen Zeitpunkt gegeben.“, sagt Glauber. Zuständig ist die Uniper Wasserkraft GmbH, die bereits angekündigt hat, eine erneute Baggerung in Angriff zu nehmen. Die Berechnungen des Wasserwirtschaftsamtes zeigen, dass ein hundertjährliches Hochwasser, das statistisch gesehen einmal in hundert Jahren auftritt, auch jetzt durch die Kleine und Große Isar passt. Die Baggerung ist trotzdem notwendig, damit auch bei einem hundertjährlichen Hochwasser noch eine ausreichende Sicherheitsreserve vorhanden ist, bevor bebaute Bereiche betroffen sein könnten.

Um langfristig die Verlandung zu reduzieren soll geprüft werden, ob der Kies schon oberhalb von Landshut zurückgehalten und ausgebaggert werden kann. „Das Wasserwirtschaftsamt Landshut wird im nächsten Jahr eine Hochschule beauftragen, die Machbarkeit eines Kiesfangs zu prüfen.“, so Glauber weiter. Es soll geprüft werden, ob ein solcher Kiesfang überhaupt möglich ist und ob ein geeigneter Standort gefunden werden kann. Wenn ja, wird das Wasserwirtschaftsamt anschließend auf die Stadt Landshut, Naturschutz- und Fischereiverbände zukommen und das weitere Vorgehen diskutieren.

Unabhängig davon wird das Wasserwirtschaftsamt die Isar weiter regelmäßig vermessen im Hinblick auf die Hochwassersicherheit von Mitterwöhr.

BU: Umweltminister Glauber (2. von links) erklärt lokalen Politikern die Situation des Hochwasserschutzes in Mitterwöhr
Fotos: h.j.lodermeier

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