US-Muttersprachler verstärkt den Englischunterricht

Landshut. „We warmly welcome Mr. Tredway!” zeigte der Bildschirm im blau-weiß dekorierten Klassenzimmer der IN 11c der Staatlichen Berufsschule 2 Landshut.

Der waschechte US-Amerikaner Colin Tredway unterstützt im Rahmen des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) des Kultusministeriums als Fremdsprachenassistenzkraft die Englisch-Lehrkräfte und bereichert in diesem Schuljahr den Englischunterricht an der Staatlichen Berufsschule 2 sowie an der Staatlichen Wirtschaftsschule. Nachdem sich die BS 2 schon einige Male vergeblich als Einsatzschule für das Programm beworben hatte, profitiert die Schulfamilie nun erstmalig von der Begegnung mit einem „Native Speaker“, der vorwiegend die sprachlichen sowie landeskundlichen Kenntnisse der Jugendlichen fördern soll.

Dass es sich dabei um ein geschätztes Privileg handelt, betonte auch die Schulleiterin, Oberstudiendirektorin Elisabeth Wittmann, als sie den jungen Mann auf der „Bavarian Welcome Party“ begrüßte. Die Idee zu dieser offiziellen Willkommensveranstaltung unter bayerischem Motto kam auf, als Tanja Schmid, Lehrkraft im Fach „PLUS“, den Schülerinnen und Schülern aus der IN 11c von der Fremdsprachenassistenzkraft erzählte. Die Klasse wird von angehenden Industriekaufleuten mit der Zusatzqualifikation Fremdsprachen besucht, deswegen lag es nahe, dass der US-Amerikaner aus Georgia ausgerechnet von diesen Auszubildenden in die Gepflogenheiten der bayerischen Kultur eingeführt wurde.

Neben heimischen Spezialitäten wie Leberkäse und Obatzda durfte natürlich auch eine bayerische Tracht nicht fehlen, die Colin Tredway von den Auszubildenden stilecht vorgeführt wurde. Außerdem stand ein Bayern-Quiz auf dem Plan, bei welchem der Assistenzlehrer unter anderem die Bedeutung des niederbayerischen Dialektwortes „fiaßln“ richtig tippen musste. Im weiteren Verlauf der Veranstaltung lernte Tredway typische bayerische Tänze wie Schuhplattln, Watschntanz und Goaßlschnalzen kennen und lauschte dabei den Klängen der Blasmusik. Zu guter Letzt wurde die bayerische Spielekiste geöffnet, welche für den US-Bürger Wettbewerbe wie Maßkrug-Stemmen und Bierfilzl-Schnippen bereithielt.

Bildunterschrift: Fremdsprachenassistent Colin Tredway aus Georgia vertraut den Auszubildenden der Staatlichen Berufsschule 2 Landshut, dass „Leberkäse“ so gar nicht nach Leber oder Käse schmeckt.
Foto;
Monika Dietz

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