Verkehr verringern, Sicherheit erhöhen

Mögliche Umfahrung der Bruckbergerau besprochen

Kurvig schlängelt sich die Staatsstraße 2045 durch die Bruckbergerau. Seit langem ist der Wunsch groß, die Staatsstraße aus der Bruckbergerau raus zu verlegen, um die Ortschaft vom Verkehr zu entlasten und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Nun wurde ein neuer Anlauf dafür gestartet. Zusammen mit Vertretern der Gemeinde Bruckberg und des Staatlichen Bauamtes Landshut wurde nun das weitere Vorgehen besprochen.

Als Helmut Radlmeier Bruckbergs Bürgermeister Rudolf Radlmeier vor einiger Zeit besuchte, schlug der Abgeordnete vor, das Projekt Ortsumfahrung Bruckbergerau wieder aufzugreifen. Der Bruckberger Gemeinderat befasste sich daraufhin damit und bekräftigte einstimmig den Wunsch nach einer Verlegung der Staatsstraße 2045.

Das war genau der richtige Weg, wie sich jetzt zeigt: Der Freistaat Bayern wird den Ausbauplan für die Staatsstraßen, in dem festgelegt wird welche Netzausbauprojekte, wie zum Beispiel Umfahrungen, realisiert werden sollen, in einem flexiblen und agilen Konzept weiterführen. Damit künftig überhaupt ein Projekt angegangen wird, braucht es einen entsprechenden Grundsatzbeschluss der jeweiligen Gemeinde.

Neue Bewertung

In diesem Zusammenhang war der Gemeinderatsbeschluss ein „super Startschuss“ für eine mögliche Umfahrung der Bruckbergerau, wie Robert Bayerstorfer, Leiter des Bereichs Straßenbau am Staatlichen Bauamt Landshut, es bezeichnete. Mithilfe einer neuen Matrix werden für alle Ausbauplanprojekte die jeweiligen Auswirkungen auf Anwohner, Umwelt, Raum und Verkehr untersucht. Im Ergebnis wird eine Punktzahl ermittelt. Je höher dieser Wert desto mehr drängt sich die Realisierung hinsichtlich Projektakzeptanz und Projektbedeutung auf, die bisherigen Dringlichkeitsklassen wird es nicht mehr geben. Alle Projekte, die als wirtschaftlich beurteilt werden, werden dann in einem Projektportfolio veröffentlicht.

Bahnübergange reduzieren

Die Zeit bis dahin sollte man nutzen, war man sich einig. Aus diesem Grund wollen die Teilnehmer der Gesprächsrunde im nächsten Schritt die Deutsche Bahn miteinbeziehen. Durch eine Verlegung der Staatsstraße könnte man nämlich eventuell zugleich die Anzahl der Bahnübergänge im Bereich Bruckberg reduzieren. Das würde die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer sehr erhöhen, so die einhellige Meinung. „Der tragische Unfall vor rund zwei Jahren hat gezeigt, wie gefährlich der Bahnübergang sein kann. Die Beseitigung dieser Gefahrenstelle wäre ein großer Erfolg“, betonte Bürgermeister Rudolf Radlmeier.

„Durch eine Verlegung der Staatsstraße 2045 raus aus der Bruckbergerau und einem Rückbau der Bahnübergänge könnte man nicht nur den Verkehr in der Ortsdurchfahrt verringern, sondern auch die Sicherheit erhöhen“, so Landtagsabgeordneter Radlmeier. Zukünftig wäre es am besten, wenn man durch eine Unterführung von einem Bahnsteig zum gegenüberliegenden kommen könnte. Diesen Vorschlag werde man den Vertretern der Bahn unterbreiten, nahm die Runde sich vor.

Bildunterschrift:

Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (3.v.r.), Bruckbergs Bürgermeister Rudolf Radlmeier (2.v.r.) und Christian Görgenhuber (r.), Bauamtsleiter der Gemeinde Bruckberg, trafen sich mit Robert Bayerstorfer (3.v.l.), Bereichsleiter Straßenbau am Staatlichen Bauamt Landshut, sowie Susanne Kuffer und Christoph Rimböck vom Staatlichen Bauamt, um über eine mögliche Umfahrung der Bruckbergerau zu sprechen.

Foto:
Josef Amann

 

weitere Beiträge