Vier Theatergruppen an einem Tag – Bühne Landshut präsentiert sich in Essenbach

Essenbach. Mit dem Benefiz-Theatertag am vergangenen Sonntag konnte sich das zahlreich erschienene Publikum von der Vielseitigkeit der im Interessenverband „Bühne Landshut“ organisierten Amateur-Theatergruppen überzeugen.

Auch in diesem Jahr sind die Gruppen vom Theater “Hofberg Theater”, “Theater Konrad”, “Theater Nikola” und “MUT-Musik und Tun e.V./Go-Musica” wieder zu einer Benefiz-Veranstaltung zu Gunsten der Bühne am Schardthof, mit einer jeweils eigenen Darbietung zusammengekommen. Der bunte Nachmittag wurde vom Theater Konrad mit Szenen aus der neuen Herbstproduktion „Sherlock Holmes“ eröffnet. Sherlock Holmes und sein kongenialer Partner Dr. Watson bekommen adeligen Besuch, der ihnen nicht nur ein weiteres Rätsel verschafft, sondern den sonst so gefassten Sherlock Holmes auch anderweitig in Bedrängnis bring. Premiere ist am 1. Oktober mit Aufführungen bis zum 23. Oktober. Vorverkauf unter www.theaterkonrad.de. Weiter ging es mit dem Hofberg Theater, das das wahrscheinlich berühmteste aller Karl Valentin-Sketche „Buchbinder Wanninger“ präsentierte. Der Buchbinder Wanninger versucht vergeblich, telefonisch bei seinem Auftraggeber in Erfahrung zu bringen, ob er die Rechnung für die von ihm fertiggestellten Bücher der Lieferung gleich beilegen soll? Dabei wird er aber nur von einem zum anderen Ansprechpartner innerhalb der auftraggebenden Firma weiterverbunden, ohne die erhoffte Information zu erhalten. Das Hofberg Theater spielt Karl Valentin „Die Zukunft war früher auch besser!“ mit Premiere am 14. Oktober und Aufführungen bis zum 23. Oktober. Tickets unter hofberg-theater-landshut.de. Das Theater Nikola ist nicht nur für seine Theaterproduktionen bekannt, seine historischen Stadtführungen sind mittlerweile nicht mehr aus dem Stadtbild der Stadt Landshut wegzudenken. Am Benefiz-Theatertag zeigten die Nikola-Akteure historische Hintergründe zur Geschichte der Landshuter Hochzeit, unter anderem wie Ludwig der Kelheimer um die Hand der schönen Ludmilla von Böhmen anhält. Und im Anschluss daran, wurde das Publikum durch das fahrende Volk in die fadenscheinigen Geheimnisse der „Aschenwahrsagung“ und des sagenumwobenen Reliquienhandels eingeweiht. Die nächsten historischen Stadtführungen sind am 24. und 25. September. Die kommenden Theaterproduktion sind „Ein PAAR Beziehungen – Heitere Szenen um Missverständnisse, Beziehungsprobleme, Streitigkeiten im Alltag und noch diverse andere Formen der Liebe.“ (Premiere am 22. Oktober mit Vorstellungen bis 13. November) sowie „Sonate für Witwe und Klavier“, eine Komödie von Josefina Vázquez Arco mit Premiere am 29. Oktober und Vorstellungen bis 19. November. Tickets unter www.theater-nikola.de.

Der Abschluss des Nachmittags gehörte der „Heimmannschaft“, der Musicalgruppe „Go-Musica“ von MUT-Musik und Tun. Die Musicalgruppe zeigte Ausschnitte aus der aktuellen Herbstproduktion „Gedankenspiel“. Drei moderne Broadway-Musicals werden in eine Rahmenhandlung verwoben. Ein kleines Café irgendwo in einem unscheinbaren Außenbezirk irgendeiner Stadt. Warum wird der Kellnerin so plötzlich übel, was hat es mit den fantasievollen Zeichnungen des Gastes am Nebentisch auf sich. Und wieso holt sich ausgerechnet hier eine bekannte Schauspielerin ihren Coffee to go? Die musikalischen Fantasien eines Tagträumers, mit magischen Songs aus “La La Land”, “Waitress” und “Finding Neverland” haben Premiere am 28. Oktober mit Vorstellungen bis zum 31. Oktober. Tickets unter www.buehne-am-schardthof.de. Die gesamten Einnahmen des Benefiz-Theatertages gingen an die Bühne am Schardthof und alle Akteure und Vertreter der Bühne Landshut hoffen, dass das Publikum die Theater und insgesamt die Kunst nicht fallen lässt und sie weiterhin mit ihren Ticketkäufen unterstützen werden.

Bildbeschreibungen:

Foto 1 Theater Konrad „Sherlock Holmes“

Foto 2 Hofberg Theater „Buchbinder Wanninger“

Foto 3 Theater Nikola „Historische Stadtführung“

Foto 4 Go-Musica – Szene aus „Gedankenspiel – Waitress“

Fotos:
Antonio D’Auria

 

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