Vom Leben und Sterben in einer Diktatur

Veranstaltung am Samstag zum 77. Todestag von Dietrich Bonhoeffer in der evangelischen Kirche

Vor 77 Jahren, am 9. April 1945 wurde der evangelische Pfarrer Dietrich Bonhoeffer im Konzentrationslager Flossenbürg ermordet. Der Widerstandskämpfer, der 1906 in Breslau geboren wurde, wuchs im Kaiserreich auf. Er erlebte in der Weimarer Republik die ersten Gehversuche der jungen Demokratie und musste erfahren, wie brutal die Diktatur im Dritten Reich mit Menschen, die einer anderen Herkunft, Religion oder Hautfarbe angehörten, umging.

Er „wollte dem Rad in die Speichen fallen“ und leistete Widerstand. Er wurde verhaftet, verhört und nur vier Wochen vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs ermordet. Nach den „Bonhoeffer-Wochen“ im Jahr 2010, die die evangelischen Kirchen im Labertal gemeinsam mit der SPD in der Region durchgeführt hatten, greifen Pfarrerin Veronika Mavridis und die SPD-Landtagsabgeordnete und Synodale der evangelischen Landeskirche, Ruth Müller den Lebensweg Dietrich Bonhoeffers auf. Gemeinsam erinnern sie an wichtige Stationen und setzen sie in den politischen Kontext der damaligen Ereignisse. Am Samstag, 9. April um 19 Uhr findet diese Veranstaltung in der Rottenburger Dreieinigkeitskirche statt. Die musikalisch-künstlerische Gestaltung des Abends übernehmen Heinz und Michael Schönfelder aus Pfeffenhausen.

 

Grafik: Büro Müller

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