Von Lichtblicken und Hoffnungsschimmern zum Jahreswechsel

Weihnachtsbrief von MdL Ruth Müller

Kaum ein Neujahrsempfang kam Anfang dieses Jahres ohne einen Hinweis auf „die goldenen 20er Jahre“ aus. Die Euphorie war groß, der Aufbruch in ein neues Jahrzehnt versprach, vielversprechend und erfolgreich zu werden. 

Wie unwirklich uns das alles jetzt – angesichts des zweiten Lockdowns – vorkommt! Unser Zusammenleben hat sich in den letzten Monaten verändert und die Themen, über die wir sprechen, auch. Gibt man bei Google den Suchbegriff „Lockdown“ ein, finden sich 540 Millionen Treffer, „Corona“ ergibt 1,1 Milliarden Treffer und wird nur noch von „Trump“ mit 1,3 Milliarden getoppt. Mit diesen drei Wörtern gelingt es wohl auch, das Jahr 2020 zu beschreiben, würde man den Blick nur auf negative Nachrichten lenken. 

Doch 2020 steht auch für andere Ereignisse, die zu Lichtblicken geführt und unser Leben reicher und schöner gemacht haben; und wofür wir dankbar sein können:

  • Mehr Zeit für Familie, Freund*innen & die Natur
  • Die digitale Leistung unserer Schulfamilien beim Home-Schooling  oder der Zusammenhalt in den Nachbarschaftshilfen
  • Der Einsatz von Pflegekräften, Ärzt*innen, sowie den 
  • Mitarbeiter*innen in sozialen & Gesundheitsberufen  

Die „goldenen 1920er Jahre“ waren geprägt von einer Blütezeit der Kunst, der Kultur und der Wissenschaft. Und auch die Wissenschaft des Jahres 2020 erlebt großes Ansehen. Für alle Kunst- und Kulturschaffenden dagegen sind es harte Zeiten. 

Umso mehr Grund, diese mit dem Besuch von Konzerten, Theaterstücken oder Ausstellungen zu unterstützen, sobald es wieder möglich ist. Denn was wären wir ohne Erzählungen, Bilder oder Musik, die uns gerade jetzt dabei helfen, diese manchmal doch recht einsame Zeit zu überstehen?  

2020 hat uns allen viel abverlangt und viele von uns sind sicher froh, wenn dieses Jahr zu Ende geht. Und auch unsere sozialen Einrichtungen haben in diesem Jahr, wo es weniger Gelegenheiten gab, für Spenden zu werben, eine großartige Arbeit geleistet. Deshalb habe ich die Tafeln und andere Einrichtungen mit einer Spende unterstützt.

Foto: Büro R. Müller

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