Wie steht es um Landshuts Großbauprojekte?

Abgeordneter Radlmeier informiert sich im Staatlichen Bauamt

Landshut. Stockende Lieferketten und Steuerausfälle: Die Corona-Pandemie bringt so einige Projekte ins Wanken. Beim Leiter des Staatlichen Bauamts Landshut, Gerhard Kriegereit, erkundigte sich Landtagsabgeordneter Helmut Radlmeier (CSU), ob die Sanierung der Landshuter Residenz und der Neubau der Mensa an der Hochschule ebenfalls betroffen sind.

Seit Ende Mai 2020 leitet Gerhard Kriegereit das Staatliche Bauamt Landshut, wo er zugleich den Bereich Hochbau verantwortet. Der gebürtige Niederbayer war bereits einmal stellvertretender Amtsleiter des Bauamts, bevor er an die Regierung von Niederbayern wechselte. Nach 20-jähirger Tätigkeit dort kehrte er nun an das Staatliche Bauamt Landshut zurück.

Der Amtsantritt mitten in der Pandemie sei natürlich eine Herausforderung gewesen, wie Kriegereit schilderte. Die Folgen der Pandemie spürt man auch im Amt selbst: Parkplatz, Flure und Büros sind ungewohnt leer. Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter befinde sich im Homeoffice. Einige Mitarbeiter würden zudem in den sogenannten Contact Tracing Teams des Gesundheitsamtes bei der Kontaktnachverfolgung aushelfen, erklärte Kriegereit.

Die Arbeit gehe dennoch weiter. Zumal das Bauamt eine ganze Reihe von Projekten in Niederbayern betreut: Vom Römerkastell bis zur Gäubodenkaserne in Feldkirchen ist das Amt mit Sanierungen betraut. In der Stadt Landshut selbst arbeitet das Bauamt derzeit an zwei echten Großprojekten: Die Sanierung der Landshuter Stadtresidenz und der Bau einer neuen Mensa für die Hochschule Landshut laufen auf Hochtouren. Daran habe auch die Pandemie nichts geändert, wie Kriegereit deutlich machte. 

Sanierung im Soll

„Die Finanzierung der Sanierung der Residenz steht: Rund 50 Millionen Euro hat der Freistaat dafür bewilligt. Das ist im Bereich des Staatlichen Bauamts das größte Projekt. Bis 2026 werden wir an der Residenz mit Sanierungsarbeiten beschäftigt sein“, berichtete Kriegereit. Derzeit befinde man sich im ersten von mehreren Bauabschnitten. „Spektakulär in diesem Abschnitt war mit Sicherheit die Anhebung des gesamten Daches der Hofküche im vergangenen Jahr“, so Kriegereit. Noch bis Mitte 2022 sei man mit diesem Abschnitt befasst. Später werde man dann die Sanierung des Marstalles angehen. Im Zuge dessen solle dieser für eine öffentliche Nutzung ertüchtigt werden. „Es freut mich, dass die Sanierung dieses stadtbildprägenden Gebäudes im Soll ist“, betonte Radlmeier.

Mensa-Zeitplan hält

Der Abgeordnete erkundigte sich außerdem nach dem aktuellen Stand zur Hochschul-Mensa. Schon im Juli des vergangenen Jahres konnte man Richtfest feiern. Seitdem ist man trotz Pandemie gut vorangekommen, erläuterte Kriegereit: „Bisher kam es zu keinen Verzögerungen. Wir sind guter Dinge, dass wir die Mensa wie geplant im Herbst übergeben können, sodass sie ab dann genutzt werden kann.“ Eine Information, die Helmut Radlmeier besonders freute. Denn: „Die Hochschul-Mensa begleitet mich als Mitglied des Wissenschaftsausschusses des Bayerischen Landtags schon lange. 2018 gelang es schließlich, dass für sie Mittel in den Haushalt eingestellt wurden. Der Druck damals macht sich heute bezahlt, wie man mit Blick auf die schwierige Haushaltslage sieht“, so der Abgeordnete. Er hoffe, dass es auch weiterhin so reibungslos weitergehe.

Dem Staatlichen Bauamt geht die Arbeit auf jeden Fall nicht aus. Gearbeitet wird bereits am nächsten großen Projekt: Dem Neubau des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Rahmen des Grünen Zentrums in Schönbrunn.

Bildunterschrift: Trotz Corona-Pandemie laufen die Sanierung der Landshuter Stadtresidenz und der Neubau der Hochschul-Mensa reibungslos, wie Gerhard Kriegereit, Leiter des Staatlichen Bauamts Landshut, dem Landtagsabgeordneten Helmut Radlmeier (CSU) schilderte.

– JA –

Foto: Josef Amann

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