„Wohnberatung im Alter“ und „Allgemeiner Sozialdienst“

Stadt schafft neue Beratungsstellen für Bürger

Die Stadt hat zwei neue Beratungsstellen für ihre Bürgerinnen und Bürger geschaffen: Zum einen die „Wohnberatung“, die sich primär an Senioren wendet und ihnen bei Fragen rund ums altersgerechte Wohnen in den eigenen vier Wänden zur Seite steht. Zum anderen den „Allgemeinen Sozialdienst“, der Bürgern in prekären Lebenssituationen beisteht und ihnen Wege aus der Problemlage aufzeigt. Beide Serviceangebote sind im Rathaus II an der Luitpoldstraße angesiedelt und stehen kostenlos zur Verfügung.

„Wir freuen uns, dass wir damit zwei weitere Anlauf- und Vermittlungsstellen anbieten können, die ratsuchenden Bürgerinnen und Bürgern in diesen wichtigen Angelegenheiten des täglichen Lebens Orientierungshilfe geben“, sagte Oberbürgermeister Alexander Putz beim jüngsten Vorstellungstermin im Rathaus. Wie der Leiter des Sozialreferates, Dr. Matthias Kurbel, informierte, handele es sich bei den Beratungsangeboten um jeweils eigenständige Bereiche, die Teil des Sozialamtes seien. Zentrale Ansprechpartner sind Gregor Steffens für die „Wohnberatung im Alter“ und Cordula Kless für den „Allgemeinen Sozialdienst“. Beide haben jüngst ihren Dienst aufgenommen. Der Rathauschef würdigte Kless und Steffens als kompetente und fachkundige Ansprechpartner, die sich den Anliegen mit der gebotenen Sorgfalt und Sensibilität widmen, um bestmöglich helfen zu können. Putz‘ Stellvertreter und Vorsitzender des Sozialausschusses, Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger, begrüßte die Schaffung der beiden Einrichtungen ausdrücklich. In diesem Zusammenhang hob er auch den Einsatz des Seniorenbeirats lobend hervor, auf dessen Antrag und Initiative hin die Wohnberatungsstelle beschlossen und geschaffen wurde. Dass diese Maßnahme zur Unterstützung der älteren Bürger, die darüber hinaus priorisierter Bestandteil des Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes der Stadt ist, nun auf den Weg gebracht wurde, freue ihn sehr, wie er sagte. Mit den beiden Hilfsangeboten, sind sich Putz und Haslinger einig, würde dem steigenden Beratungsbedarf in diesen Bereichen in angemessenem Umfang Rechnung getragen werden. Das bestätigten auch Kless und Steffens, die bereits alle Hände voll zu tun haben: „Wir freuen uns über die sehr positive Resonanz und dass die jeweiligen Beratungsangebote so gut angenommen werden.“

„Allgemeiner Sozialdienst“: Beratung in prekären Lebenssituationen
Was die Schwerpunkte des „Allgemeinen Sozialdienstes“ anbelangt, informierte Kless: „Viele Menschen befinden sich in schwierigen Lebenssituationen, sind mit ihrem Alltag überfordert und haben keinen Überblick über die unterschiedlichen Hilfsangebote“. Der „Allgemeine Sozialdienst“ sei ein sozialpädagogisches Beratungsangebot, der beispielsweise bei Behördenangelegenheiten, beim Ausfüllen von Formularen sowie Anträgen hilft und über existenzsichernde Hilfen berät. „Alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die sich in einer sozialen, finanziellen oder persönlichen Notlage befinden, können sich an uns wenden“, sagte Kless. Die Beratung, ergänzte sie, erfolge vertraulich, freiwillig sowie auf Wunsch anonym. „Unser Ziel ist es, bei der Klärung der Situation zu unterstützen und gemeinsam Lösungsstrategien zu erarbeiten.“ Durch das Beratungsangebot solle die Selbsthilfekompetenz verbessert und eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglicht werden. Für Personen, die unter chronischen Erkrankungen oder psychischen Belastungen leiden oder sich in einer Krisensituation befinden, bietet der „Allgemeine Sozialdienst“ sowohl Beratung als auch Begleitung an. Beratungstermine können telefonisch unter Telefon 0871-881659 oder per E-Mail an cordula.kless@landshut.de vereinbart werden.

„Wohnberatung“: Zuhause wohnen – auch im Alter und mit Beeinträchtigung
Möglichst lange zu Hause, in der vertrauten Umgebung wohnen zu bleiben, ist der Wunsch der meisten älteren Menschen. Allerdings ist das eigene Zuhause oft nicht entsprechend ausgestattet und birgt Hindernisse. Laut Gregor Steffens setzt genau hier die vom Freistaat geförderte Wohnberatungsstelle der Stadt an. Auch wenn das eigene Haus oder die Wohnung häufig nicht zu einem Leben im Alter oder im Falle von körperlichen Einschränkungen passt, müsse das nicht zwingend einen Umzug bedeuten. „Häufig helfen schon kleine Veränderungen, um das Wohnen Zuhause bei Mobilitätsproblemen zu erleichtern“, so Steffens. Als Beispiele nannte er unter anderem die Entfernung von Stolperfallen bei Teppichen, die Befestigung von Haltegriffen im Bad oder technische Assistenzsysteme (wie eine Herdsicherung). Um passgenaue Lösungen zu finden, bietet die Stadt eine kostenlose und unverbindliche Beratung sowie „Vor-Ort-Checks“ an. Dabei werde die bisherige Wohnsituation analysiert und Ansatzpunkte inklusive einer Finanzierung mit möglichen Fördermitteln aufgezeigt. Steffens zufolge leistet die „Wohnberatung“ auf Wunsch auch Unterstützung bei der Kontaktvermittlung zu den Pflege- und Krankenkassen, Kostenträgern oder Sanitätshäusern. „Unser Anliegen ist es, unsere Seniorinnen und Senioren bei der altersgerechten Wohnungsanpassung so gut es geht zu unterstützen, damit sie möglichst selbstständig und selbstbestimmt im Alter leben können.“ Beratungstermine können telefonisch unter Telefon 0871-881657 oder per E-Mail an gregor.steffens@landshut.de vereinbart werden.
Informationen zu einzelnen Einrichtungen des Sozialamtes gibt es auch unter www.landshut.de.

Bildunterschrift:
Die neuen Beratungsstellen „Wohnberatung“ und „Allgemeiner Sozialdienst“ haben ihren Dienst aufgenommen. Das Foto zeigt die zuständigen Ansprechpartner Cordula Kless (Allgemeiner Sozialdienst) und Gregor Steffens (Wohnberatung, rechts) gemeinsam mit Oberbürgermeister Alexander Putz (Mitte), seinem Stellvertreter und Vorsitzenden des Sozialausschusses, Bürgermeister Dr. Thomas Haslinger (Zweiter von links), sowie den Leiter des Sozialreferates, Dr. Matthias Kurbel.

Foto:
Stadt Landshut

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