Expertenvorträge im Zollhaus
Landshut – Am Donnerstag, den 8. Januar 2026, stand die Gaststätte Zollhaus ganz im Zeichen der Künstlichen Intelligenz. Ab 16:00 Uhr waren mit Nicole Büttner, Generalsekretärin der FDP und KI-Unternehmerin, sowie Niko Preus, KI-Experte und Strategieberater, zwei renommierte Fachreferenten zu Gast, die den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern einen fundierten und zugleich praxisnahen Einblick in aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der KI boten.
Den Auftakt machte Nicole Büttner, die sich in ihrem Vortrag intensiv mit dem Thema sogenannter KI-Agenten beschäftigte. Dabei erklärte sie verständlich, wie diese autonomen Systeme eigenständig Aufgaben planen, ausführen und optimieren können. KI-Agenten seien bereits heute in der Lage, komplexe Prozesse zu unterstützen, etwa in der Kundenkommunikation, im Projektmanagement oder bei der Datenanalyse. Büttner verdeutlichte, dass diese Technologie nicht als Ersatz für den Menschen zu verstehen sei, sondern als leistungsfähiges Werkzeug, das Fachkräfte entlasten und Freiräume für kreative und strategische Tätigkeiten schaffen könne. Besonders betonte sie das große Potenzial von KI-Agenten für mittelständische Unternehmen sowie für öffentliche Verwaltungen.
Im zweiten Teil der Veranstaltung richtete Niko Preus den Blick gezielt auf die regionale Perspektive. Unter dem Titel „Landshut 2030 – Mit Köpfchen und KI zur smartesten Stadt Bayerns“ zeigte er auf, wie Künstliche Intelligenz als strategisches Instrument der Stadtentwicklung eingesetzt werden kann. Anhand konkreter Beispiele erläuterte Preus, wie KI-Lösungen in Bereichen wie Verkehrssteuerung, Energieeffizienz, Bürgerservices und Stadtplanung ermöglichen kann. Ziel sei es, Abläufe intelligenter zu gestalten, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger nachhaltig zu erhöhen.
In diesem Zusammenhang wurde auch deutlich, dass das Thema intelligente Stadtentwicklung zunehmend an Bedeutung in der lokalen Politik gewinnt. So verfolgt der Landshuter Oberbürgermeisterkandidat Jürgen Wachter (FDP) das erklärte Ziel, Landshut zur smartesten Stadt Bayerns zu entwickeln. Die vorgestellten Konzepte und Ideen knüpfen damit an politische Visionen an, die auf Innovation, Digitalisierung und den verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz setzen.
Preus machte deutlich, dass der Weg zur smarten Stadt nicht allein von Technologie abhängt, sondern vor allem von einer klaren Vision, politischem Willen und der Einbindung der Menschen vor Ort. Landshut bringe dafür beste Voraussetzungen mit: eine starke Wirtschaftsstruktur, engagierte Akteure und eine überschaubare Größe, die innovative Pilotprojekte ermögliche. KI könne dabei helfen, datenbasierte Entscheidungen zu treffen und die Stadt zukunftssicher aufzustellen.
Im Anschluss an die Vorträge fand der Neujahrsempfang der FDP Landshut-Stadt statt. Dabei nutzten der Oberbürgermeisterkandidat und Stadtrat Jürgen Wachter sowie die Stadträtin Kirstin Sauter die Gelegenheit, über ihre aktuelle kommunalpolitische Arbeit zu berichten und ihre Ideen für eine bessere Zukunft Landshuts vorzustellen. In persönlichen Ansprachen und Gesprächen stimmten sie die Anwesenden zugleich auf den bevorstehenden Wahlkampf ein und betonten die Bedeutung von Innovation, Offenheit und bürgernaher Politik.
Die Veranstaltungen stießen auf großes Interesse und bot den Gästen nicht nur fundierte Informationen, sondern auch zahlreiche Anregungen für Diskussionen. Im Anschluss an die Vorträge nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Referenten. Dabei wurde deutlich, dass Künstliche Intelligenz längst kein abstraktes Zukunftsthema mehr ist, sondern bereits heute konkrete Chancen für Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft bietet.
Mit der Veranstaltung im Zollhaus wurde ein wichtiger Impuls gesetzt, um das Thema KI stärker in den öffentlichen Diskurs der Region einzubringen und den Dialog über eine innovative, digitale und nachhaltige Zukunft Landshuts weiter voranzutreiben.