Jürgen Wachter stellt Programm und Haltung der Freien Demokraten für die Kommunalwahl vor
Landshut. Mit einer klaren Botschaft und einem deutlichen Gestaltungsanspruch sind die Freien Demokraten Landshut am 22.Januar in die heiße Phase des Kommunalwahlkampfes gestartet. Unter dem Titel „Einfach mal machen“ präsentierte Oberbürgermeisterkandidat und Listenführer Jürgen Wachter im Zollhaus Landshut die zentralen Leitlinien und Schwerpunkte des Wahlprogramms.
„Kommunalpolitik lebt von Nähe, Vertrauen und Verlässlichkeit“, betonte Wachter. Wahlentscheidungen würden nicht durch Schlagzeilen, sondern durch persönliches Vertrauen getroffen. Genau deshalb setze die FDP auf offene Kommunikation, Bürgernähe und einen klaren Umsetzungswillen. „Landshut ist eine großartige Stadt mit viel Potenzial – aber sie hat sich in den vergangenen Jahren zu oft selbst blockiert. Wir wollen den Stillstand überwinden und wieder ins Machen kommen.“
Wirtschaftlich stark, finanziell solide, digital modern
Die Freien Demokraten wollen Landshut wirtschaftlich stärken, finanziell konsolidieren und digital modernisieren. Ein zentrales Projekt ist dabei die Agenda „Landshut Digital 2.0“, die eine umfassende Digitalisierung der Stadtverwaltung vorsieht. Ziel sind vollständig digitale Verwaltungsleistungen, kürzere Bearbeitungszeiten und mehr Service für Bürgerinnen und Bürger – ohne dabei persönliche Beratung abzuschaffen.
„Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Standortfaktor“, so Wachter. Sie schaffe Effizienz, entlaste Mitarbeitende und spare langfristig Kosten – gerade in Zeiten knapper kommunaler Kassen.
Klare Haltung zu Wirtschaft und Finanzen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf einer verlässlichen Wirtschaftspolitik. Die FDP lehnt eine Erhöhung der Gewerbesteuer klar ab. Mit einem Hebesatz von 420 Prozent liege Landshut bereits deutlich über dem Umland. „Wer Unternehmen halten und neue gewinnen will, darf nicht weiter an der Steuerschraube drehen“, erklärte Wachter.
Stattdessen setzen die Freien Demokraten auf eine gezielte Wirtschaftsförderung, die sowohl Neuansiedlungen als auch bestehende Betriebe unterstützt. Eine starke Wirtschaft sei die Grundlage für Arbeitsplätze, Kaufkraft und eine lebendige Innenstadt.
Gleichzeitig bekennt sich die FDP zu einer konsequenten Haushaltskonsolidierung. „Politik auf Pump ist unsozial“, sagte Wachter. Pflichtaufgaben wie Schulen und Infrastruktur hätten Vorrang vor freiwilligen Leistungen. Jede Ausgabe müsse auf ihre Sinnhaftigkeit geprüft werden – im Sinne der Generationengerechtigkeit.
Ideologiefreie Verkehrs- und Stadtentwicklungspolitik
In der Verkehrs- und Infrastrukturpolitik setzen die Freien Demokraten auf einen ideologiefreien Ansatz. Auto, Fahrrad und öffentlicher Nahverkehr seien kein Entweder-oder, sondern ein Sowohl-als-auch. Landshut müsse autofreundlich bleiben, gleichzeitig aber Radwege und ÖPNV weiter ausbauen.
Die FDP spricht sich klar für den Weiterbau der B15neu, die Westtangente, sowie für zusätzliche Parkmöglichkeiten aus – unter anderem durch Quartiersgaragen und ein Parkdeck im Bereich des Bahnhofs.
Beim Thema Wohnen fordert Wachter beschleunigte Genehmigungsverfahren, Nachverdichtung mit Augenmaß, neue Quartiere und innovative Wohnformen. Ziel sei es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und Mietpreise zu stabilisieren – unter Berücksichtigung von Grünflächen, Aufenthaltsqualität und moderner Klimaanpassung.
Bildung, Ehrenamt und Zusammenhalt
Bildung bezeichnete Wachter als „größte Investition in eine freie und starke Gesellschaft“. Die FDP will Landshut zur Stadt der besten Bildungschancen machen – mit modernen, sanierten Schulen, digitaler Ausstattung und einem klaren Fokus auf Medienkompetenz. Priorität habe dabei die Sanierung der Grundschule Peter und Paul.
Auch die Hochschule Landshut soll stärker ins Stadtbild integriert werden. Mehr studentisches Leben in der Innenstadt könne Kultur, Gastronomie und den generationsübergreifenden Austausch beleben.
Ein besonderes Anliegen der Freien Demokraten ist zudem die Stärkung des Ehrenamts. Gefordert werden weniger Bürokratie, digitale Antragswege, bessere Rahmenbedingungen für Vereine sowie moderne Ausstattung für Feuerwehr, THW und Katastrophenschutz.
„Jetzt ist unsere Zeit“
Zum Abschluss machte Wachter deutlich, dass dieser Wahlkampf von persönlichem Einsatz und Überzeugungsarbeit lebe. „Wir haben ein starkes Programm, überzeugende Kandidatinnen und Kandidaten und gute Argumente“, so der OB-Kandidat. „Jetzt kommt es auf uns an – mit der klaren Ansage: Machen statt abwarten.“
Im Anschluss an seine Rede überreichten FDP-Stadträtin Kirstin Sauter und Kreisvorsitzender Frank Schräder einen Kompass als Symbol für liberale Politik, die Orientierung gibt, ohne einzuengen. Er steht für den Anspruch, der Stadt eine klare Richtung zu geben und gleichzeitig den Menschen die Freiheit zu lassen, ihren eigenen Weg zu gehen.
Foto: FDP Landshut