LESERBRIEF an Frau Petra STRASSER, OB-KANDIDATIN der Freien Wähler

Sehr geehrte Frau Strasser, vielen Dank für Ihren Leserbrief. Dadurch geben Sie mir die Chance Missverständnisse aufklären zu können.

Ich habe nicht geschrieben, dass Sie gegen die Sanierung der GS Peter und Paul sind. Mein Hinweis war lediglich, dass neben wichtigen Maßnahmen, wie Tunnelsanierung und Theater auch für die beiden FW-Anträge, die Planungskosten für die Westtangente und die Sanierung der GS, das Geld nicht vorhanden ist. Deshalb muss sich die Stadt auf die Schulsanierung konzentrieren.

Ich weiß, dass auf Fraktionsinitiative der FW im Landtag Fördergelder für die Planung der Westtangente versprochen wurden. Aber keine 100 %, so dass die Stadt Landshut immer noch einen Restbetrag aufbringen muss, der in der jetzigen Haushaltslage dringend wo anders gebraucht wird. Zudem sind Planungen nur sinnvoll, wenn auch die Finanzierung für eine Umsetzung gesichert ist. Davon sind wir aber Lichtjahre entfernt und die Planungen sind sehr wahrscheinlich wieder veraltet bis es zur Realisierung kommt.

Im Gegensatz zu den Freien Wählern habe ich nicht vergessen, dass 2012 ein Bürgerentscheid zu diesem Thema stattfand. Damals hat die Mehrheit der Wähler gegen eine Westtangente entschieden. Die FW haben diesen Bürgerwillen nicht akzeptiert, da auf ihre Initiative ein Bündnis von Stadtratsfraktionen das neue Bürgerbegehren initiiert hat. Sie haben nur 5 Jahre den Bürgerwillen akzeptiert und werfen mir nun vor, dass ich nach knapp 10 Jahren auf die fehlenden Finanzmittel hinweise. Da kann sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Ja, ich war gegen den Bau des Tunnels. Nun ist er aber gebaut und muss saniert werden. Es ist wichtiger eine bereits bestehende Straße zu sanieren, anstatt diese aus finanziellen Gründen zu schließen und dafür weitere Natur mit neuen Straßenplänen unwiederbringlich zu zerstören.

Realitätsverlust kann man mir durchaus nicht vorwerfen. Im Gegenzug mögen die FW mir und den Bürgern erläutern, woher die Stadt die Millionen für einen Straßenneubau mit kostenintensiven Brückenbauwerken nehmen soll, ohne dabei gleichzeitig die notwendigen Schulsanierungen, Theaterneubau und Tunnelsanierung zu unterlassen.

Christine Ackermann
Neißestr. 57
84036 Landshut
0871-53844

Foto: Symbolbild/Pixabay

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