Landshuter Landrat Peter Dreier mit Ehrennadel ausgezeichnet / Trauer um Leopold Herz
Streibl: Wir brauchen einen Staat, der ermöglicht, statt zu blockieren!
München. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion hat am Freitagabend zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang nach München geladen. Gäste aus Politik, Wirtschaft, Medien sowie dem Ehrenamt trafen sich auf dem Nockherberg, um über aktuelle politische Herausforderungen sowie viele landespolitisch bedeutsame Themen zu diskutieren.
Der Fraktionsvorsitzende Florian Streibl trat mit klaren Worten vor das Publikum: „Bayern war nie ein Land der Zauderer und Zögerer – Bayern war immer ein Land der Menschen, die anpacken, Verantwortung übernehmen und zusammenstehen, wenn es darauf ankommt. Nicht durch Spaltung, sondern durch Zusammenhalt wurden wir der erfolgreiche, demokratische Freistaat, der wir heute sind.“ Mit Blick auf die Zukunft forderte Streibl eine Besinnung auf die gemeinsamen Grundpfeiler des Respekts, der gemeinsamen Werte und eines Menschenbilds, das jedem Mitglied der Gesellschaft Würde zuerkennt. Auch deshalb werde die FREIE WÄHLER-Fraktion sich weiter gegen eine Einschränkung der direkten Demokratie einsetzen.
„Wir sind im Freistaat gut aufgestellt und stehen auch in schwierigen Zeiten für Stabilität: Bayern ist bei der Anzahl der Unternehmensneugründungen deutschlandweit die Nummer 1, bei der Digitalisierung von Freistaat und Kommunen sind wir an der Spitze der Bundesländer vertreten und packen mit dem Wassercent auch unangenehme Themen in großer Verantwortung für kommende Generationen an“, stellte Streibl fest. Trotz zahlreicher Herausforderungen in der Gegenwart verliere die FREIE WÄHLER-Fraktion die Zukunft nicht aus dem Blick – gezielte Investitionen in Bildung, Forschung und Innovation belegten dies. Streibl appellierte: „Dabei brauchen wir einen Staat, der ermöglicht, statt zu blockieren – stets nach dem Motto: So viel Staat wie nötig, so wenig wie möglich.“
Die Begrüßung der Gäste übernahm der Parlamentarische Geschäftsführer Felix Locke: „Egal ob im Ehrenamt, in Kirchen, in Betrieben, im Rettungsdienst, im Gesundheitswesen, in Vereinen, Initiativen und Verbänden – es sind engagierte Menschen, die unser Land zusammenhalten, Tag für Tag. Dafür wollen wir ihnen heute unseren Respekt zeigen – und uns herzlich bedanken. Wir alle in der FREIE WÄHLER-Fraktion verstehen uns nicht als Kommentatoren der aktuellen Probleme. Unser Auftrag ist es, mit dem Ohr bei den Menschen zu sein. Wir sind die, die den Hörer in die Hand nehmen. Wir sind Bayerns Kümmerer von der kommunalen Ebene bis in die Hallen des Maximilianeums – und darauf sind wir stolz.“
Der stellvertretende Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger betonte: „Tatkraft und Optimismus müssen in Bayern wieder Einzug halten in einer Zeit der internationalen Krisen und Verunsicherung. Wir brauchen eine starke demokratische Mitte – und wir stehen für diese demokratische Mitte. Wir werden uns nicht mürbemachen lassen und kämpfen entschlossen für eine gute Zukunft – mit einer lebhaften, vernünftigen Demokratie, in der wir Themenschwerpunkte setzen, die die Bürger in unserem Land betreffen. Gerade jetzt müssen wir Zuversicht und Optimismus in den Menschen wecken, um tatkräftig an der wirtschaftlichen Entwicklung der Bundesrepublik mitzuarbeiten. Wir werden uns weiter auf Bundes- und Landesebene dafür einsetzen, dass die hart arbeitende, anpackende Bevölkerung entlastet wird und soziale Fehlanreize für Arbeitsunwillige gestrichen werden.“
Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jutta Widmann hielt während der Veranstaltung die Laudatio zur Verleihung der Ehrennadel für besondere Verdienste für Freiheit, Heimat und Demokratie an den scheidenden Landrat aus dem Landkreis Landshut, Peter Dreier. „Bürgernah, pragmatisch und tief lokal verwurzelt – das sind nicht nur Kerneigenschaften der FREIE WÄHLER-Fraktion, diese Worte beschreiben auch perfekt unseren diesjährigen Preisträger der Ehrennadel“, so Widmann. Dreier habe stets ohne zu zögern Verantwortung übernommen – 12 Jahre lang als Bürgermeister der Gemeinde Hohenthann und seit 2014 als Landrat im Landkreis Landshut mit beeindruckendem Rückhalt der Bevölkerung und einer klaren Stimme mit Gewicht. „Peter Dreier war stets ein Sprachrohr für die Nöte und Bedürfnisse der Menschen vor Ort, der laut sagt, was viele leise denken“, erklärte Widmann. Dreier habe nie vergessen, dass Politik den Menschen dienen muss – nicht umgekehrt. Im Namen der Fraktion betonte die Abgeordnete: „Danke für Deinen Einsatz, Deine Klarheit, Deinen Mut – und Deinen unermüdlichen Dienst an der kommunalen Demokratie.“
Streibl gedachte während der Veranstaltung auch des kürzlich verstorbenen Gründungsmitglieds der FREIE WÄHLER-Fraktion Dr. Leopold Herz: „Mit Leopold Herz verlieren wir nicht nur einen Experten von großem Format, sondern auch einen aufrichtigen Freund, dem das Wohl unserer bayerischen Heimat stets eine Herzensangelegenheit war.“ Herz habe die politische Arbeit der Fraktion über drei Legislaturperioden maßgeblich geprägt und als promovierter Agrarwissenschaftler und Landwirt stets die Sprache der Bauern gesprochen sowie deren Sorgen ohne Umwege in die politische Debatte getragen. „Er hat eine Brücke zwischen der Arbeit auf den Höfen und den Gesetzgebungsverfahren in München geschlagen. Durch seine lockere, unkonventionelle Art war Leo nicht nur bei seinen Fraktionskollegen und unseren Mitarbeitern, sondern auch über Parteigrenzen hinweg beliebt und geschätzt. Mit Leo ließ es sich herrlich streiten und debattieren – aber noch besser vertragen“, erinnerte sich Streibl. Die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion werde Leopold Herz ein ehrendes Gedenken bewahren.
Pressefoto – Urheber: Florian Ziegler, Media Alm