Stadt LANDSHUT baut FAHRRADINFRASTRUKTUR weiter aus

20 neue Fahrradboxen am Hauptbahnhof – bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt

Landshut wurde 2024 als „Fahrradfreundliche Kommune“ rezertifiziert. In den vergangenen Monaten konnte das Tiefbauamt zahlreiche Maßnahmen umsetzen, um die Fahrradinfrastruktur in Landshut weiter auszubauen und zu modernisieren. Oberbürgermeister Alexander Putz, Mobilitätsmanagerin Larissa Gerstenberger sowie Verkehrsplaner Magnus Stadler stellten am Mittwochvormittag bei einem gemeinsamen Termin mit Lothar Reichwein (CSU) und Anja König (SPD), beide Mitglieder des Verkehrssenats, diese Maßnahmen kurz vor.

„Im vergangenen Jahr ist in Sachen Radverkehr viel passiert“, eröffnete Oberbürgermeister Alexander Putz den Termin. Ganz neu: Erst vor wenigen Wochen wurden am Hauptbahnhof 20 neue Fahrradboxen aufgestellt, in denen Räder sicher und wetterfest abgestellt werden können. Diese stehen unweit der bereits bestehenden Fahrradboxen auf dem Park-and-Ride-Parkplatz. Die Nachfrage sei groß, bereits nach zwei Tagen waren alle Boxen, deren Miete 80 Euro im Jahr kostet, vergeben. „Man sieht daran, der Bedarf ist da“, sagte Putz. Im April werden die Dachwannen der Boxen laut Mobilitätsmanagerin Larissa Gerstenberger noch mit Sedumsprossen begrünt, die nicht nur optisch ansprechend, sondern auch insektenfreundlich sind.

Des Weiteren wurden an mehr als 20 Standorten im Stadtgebiet insgesamt 718 Fahrradbügel aufgestellt, die die bisherigen Fahrradständer ersetzen: Vier Fünftel davon sind Erneuerungen des Altbestands, ein Fünftel kamen zusätzlich hinzu. Darunter ist eine überdachte Abstellanlage am Südbahnhof mit 18 Stellplätzen, aber auch an Sportstätten, Bildungseinrichtungen, in der Innenstadt und sonstigen Einrichtungen wie der Städtischen Musikschule wurden die neuen Fahrradbügel aufgestellt. Ebenfalls mit ausgeschrieben, aber nicht förderfähig sind 116 neue Fahrradstellplätze an der Hauptfeuerwache sowie an den Grundschulen Berg und Karl-Heiß.

Zu den weiteren erfolgreichen Maßnahmen gehört neben der Einweihung der Park-Bike-Station mit fünf Fahrradboxen für Einpendler an der Messe, ebenfalls alle vermietet, auch das im vergangenen Mai eingeführte Bike-Sharing, das laut Gerstenberger sehr gut angenommen wird, vor allem die Lastenräder erfreuen sich großer Beliebtheit. Darüber hinaus sei mit der Einweihung des interkommunalen „Pfettrachradwegs“ zwischen Landshut und Altdorf ein wichtiger Lückenschluss erfolgt, betonte Putz: „Insgesamt beachtliche Leitungen zur Förderung des Fahrradverkehrs, was zeigt, dass wir unsere Hausaufgaben erledigen.“

Die Förderquote dieser Maßnahmen liegt bei 90 Prozent. Die Zuwendungen kommen aus dem Sonderprogramm Stadt und Land (75 Prozent, Bund) und aus den Bike-and-Ride-Sondermittel (15 Prozent, Land). Die Kosten betragen rund 170.000 Euro, die sich mit rund 145.000 Euro brutto auf die Fahrradständer und Fahrradboxen inklusive Montage und rund 25.000 Euro brutto auf die Überdachung und Fundamente am Südbahnhof aufteilen.

Die Maßnahmen gehen auf die Initiative der Stadtverwaltung, insbesondere das Mobilitätsmanagement und die Gebäudewirtschaft, sowie auf einen Antrag von Bündnis 90/Die Grünen von 2019 zurück. Zudem wurden laut Mobilitätsmanagerin Gerstenberger Anregungen des ADFC sowie der Bürgerinnen und Bürger aufgenommen.

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Stadt Landshut
Bildtext:
Begutachteten die neuen Fahrradboxen am Hauptbahnhof (von links): Stadtrat und Verkehrssenatsmitglied Lothar Reichwein (CSU), Oberbürgermeister Alexander Putz, Mobilitätsmanagerin Larissa Gerstenberger, Verkehrsplaner Magnus Stadler sowie Stadträtin und Verkehrssenatsmitglied Anja König (SPD).
Die neuen Fahrradboxen am Hauptbahnhof.

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