Von KLIMAWALD bis GENTECHNIK

MdL Mia Goller empfängt Besuchergruppe im Bayerischen Landtag

50 Besucher*innen aus Stadt und Landkreis Landshut, aus Dingolfing-Landau und aus Rottal-Inn folgten der Einladung der Landtagsabgeordnete der Grünen Mia Goller zu einer Fahrt in den Bayerischen Landtag. „Ich freue mich sehr, wenn ich Gästen aus meiner niederbayerischen Heimat meinen Arbeitsplatz und meine Tätigkeit im Maximilianeum zeigen kann,“ begrüßte Goller die Gruppe.  Zunächst einmal verfolgten die Besucher*innen eine lebhafte Plenardebatte um die Auszahlung von Fördergeldern an Kommunen, die zwar zugesagt wurden, auf deren Auszahlung sie aber oft jahrelang warten müssen. Gerade für finanzschwache Kommunen ein großes Ärgernis.

Zu den Höhepunkten im Besuchsprogramm gehörte auch diesmal wieder die Diskussionsrunde mit der Abgeordneten. Als Sprecherin für Landwirtschaft und Forst habe sie ein sehr ereignisreiches Jahr hinter sich berichtete Goller. Zu ihren Erfolgen zählt sie den Bericht zur Bauartenwahl im Klimawandel im Landwirtschafts-Ausschuss des Landtages.  „Dabei wurde klar, Hitze, Dürren und Extremwetter häufen sich und unsere Waldgebiete werden in einigen Jahrzehnten kaum mehr wiederzuerkennen sein,“ so die Abgeordnete. „Wir müssen unsere Wälder schnell umbauen, indem wir Bäume pflanzen, die mit den extremen Bedingungen der Zukunft besser zurechtkommen“. Jeder Wald sollte 6 Baumarten umfassen, um möglichst widerstandsfähig zu sein. „Wichtig ist auch, dass wir unseren heimischen Arten die Möglichkeit geben, sich natürlich zu verjüngen.“ betonte Goller.

Deshalb müsse die Staatsregierung endlich den gesetzlichen Grundsatz „Wald vor Wild“ umsetzen und dafür sorgen, dass die jungen Triebe nicht sofort von Rehen weggeknabbert werden. „Das Vegetationsgutachten zeigt deutlich viele rote Gebiete, in denen junge Bäume keinerlei Chance haben sich zu entwickeln, weil der Wildbestand viel zu hoch ist. Und die von Minister Aiwanger vorgeschlagene Novelle des Jagdgesetzes, wird diesen Zustand noch verschärfen,“ ärgerte sich Goller. Sie werde sich dagegen einsetzen. Ein wichtiger Punkt ihrer Arbeit sei auch der Einsatz für ein gentechnikfreies Bayern. Die Plenardebatte dazu bereitet den Grünen Sorge, denn es wurde deutlich: weder Freie Wähler noch CSU machen sich stark für den Markenkern der bayerischen Landwirtschaft.

Auf der Rückfahrt legte die Gruppe noch einen Zwischenstopp am Justizpalast ein und besichtigte die Dauerausstellung zur Weißen Rose.

Foto:
Büro Goller

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