Das „LANDSHUTISCHE PHLEGMA“ – BETRACHTUNG eines OB-KANDIDATEN

HIMMEL!!!- LANDSHUT –  bis  wurm – Erstes Resümee vom Fr. 09.01.2026

 

1) Das Landshutische Phlegma

Dem Großteil der Landshutischen Bevölkerung „geht es gut“, etlichen, sogar recht vielen geht es „sehr gut“, d.h, diesen MitbürgerInnen fehlt es an beinahe nichts , sie sind wohlhabend,  besitzen Häuser (am Hofbergz.B.) und im Grunde wollen sie, dass alles so bleibt, wie „ES“ ist: dafür stehen die „altangestammten „Parteien: CSU , Freie WählerInnen, FDP,  ,Grüne und deren Sub /Splitter- Gruppierungen: Man hat sich eingerichtet und eine bestimmte „bubble“ um sich geschart, in der man sich vermeintlich sicher bewegt: kaum ein Blick „über den Tellerrand“ , kaum ein Perspektivwechsel ,wenig Mut, sich mit etwas bislang  „Unbekanntem“ gar „Fremdem“ zu beschäftigen. sich für „etas einsetzen“, „stark“ machen, das muss flutschen, darf kaum umstände machen, wie etwa der notwendige Gang ins Rathaus 2, in der Luitpoldstraße: „Naaaa, da gemmer net naus…“. Das dürfte eine  mögliche Erklärung dafür sein, weshalb es einem Kandidaten  namens : „Himmel -Landshut- bis wurm“ bislang kaum gelungen ist,  nennenswerte Sympathisantenzahlen und deren Unterschriften hinter sich zu bringen, denn sattsam bekannt ist dieser Biswurm ja  hinlänglich: er hat auf sich aufmerksam machen können als  spektakulärer Paukenspieler  im Rahmen der Landshuter Hochzeit, er ist Mit-Organisator  einer Jazz-Jam -Session in der Zentrale zum Rieblwirt , er ist beständig als Kulturreporter im Programm Bayern 2 zu hören, aktiv als Landschaftsgärtner und Trommellehrer an der Karl Heiß Grundschule, er ist anzutreffen im sonntäglichen Gottesdienst in St.Martin, sowie Freitags am Wochenmarkt und auch als Friedensaktivist alljährlich beim Ostermarsch: allein, das scheint  nicht zu genügen, 340  solidarische Unterschriften zu generieren, damit einer wie  „Himmel -Landshut biswurm“ überhaupt auf dem Stimmzettel landen kann. Ist einer wie der zu g`spinnert? zu abgehoben, zu … fremdartig, weil: schwäbisch, rein`gschmeckt, nicht von „uns“, nicht “ von dieser Welt“?

nicht einmal die Bekannten, Fans,… „freunde“ waren bislang  bereit,  zunächst einmal diesen zweiten Schritt  mit zu gehen , was schade ist …. mag man denen „etwas vorwerfen“?  Mitnichten … Vielmehr dürfte dieser Umstand dem „Landshutischen Phlegma“ geschuldet sein, der die   zur Wahl aufgerufenen daran hindert, „ihren Arsch“ hoch zu kriegen und den Weg ins Rathaus 2 zu nehmen ……

2) die „politische „Situation in Landshut im Jänner 2026:

Als Alexander Putz ( FDP) gegen  Helmut Radlmeier (CSU) , Patricia Steinberger( SPD)  und   Sigi Hagl/ Thomas Keyßner(Grüne)  antrat, war  beinahe allen klar:  der Putz ist  Unternehmer, Charmeur  (klar, auf austriakisch  ist das besonders einnehmend….) , die frau Steinberger   faährt auf einem ohnehin seit Jahren sinkenden Schiff (Robert Gewies hat  als eine der  letzten „Ratten“ dieses  in Richtung „Zukunft Landshut“ verlassen),  Sigi Hagl  gilt so manchem (Mann) als Bissgurrn  und Thomas Keyßner hält sich ohnehin  lieber im Hintergrund ….

Vor sechs Jahren war das ein wenig anders als heuer: das Personal ist zwar-  in den jeweiligen Bubbles bekannt, aber kaum in der Lage, neue WählerInnen zu gewinnen:

diese sind z.B. die „JUNGEN“, – Menschen, die sich im Nachtleben bewegen, Party machen wollen, sich paaren, fortpflanzen …biologistisch gedacht: völlig „normal“-Politik?  ist doch was für alte Leute, weshalb sich von den „JUNGEN“ kaum wer dazu bewegen lässt, extra ins Rathaus 2 zu gehen, um dort einen Kandidaten wie „Himmel Landshut – bis   wurm“ zu unterstützen, damit einer wie der überhaupt auf dem Stimmzettel steht ….

Die bislang 12 KandidatINNEN (immerhin gerade mal 3 von 12 sind weiblich — 1/4 =   25 %) lassen allesamt ein merkliches, auratisches, charismatisches PROFIL vermissen, weshalb auch häufig zu hören ist: “ wen kann man denn überhaupt wählen? ..“ Einzig  bunte Paradiesvögel wie der „Biwi“(Christian Mittermeier, das EVL Maskottchen… – der seine Kandidatur als Spaßguerilla-Aktion verstanden hatte und dann wieder zurückzog)  und der „Himmel-Landshut – bis wurm“ scheinen da ein wenig heraus zu stechen : Das könnte so Etliche „überfordern“, denn was soll man anfangen mit einem, der bislang  nicht einmal  am Rathaus 2 auf Autogrammjagd gegangen ist , wie  die Kollegen Minet (er scheint es ja „geschafft“ zu haben) und Hoffmann ( Zukunft Landshut ):

Wie gewinnt man also die Herzen der Landshutischen? Mit Give Away Aktionen (Pralinen, Kugelschreiber, Weißwurst-Frühstück etc. pp …fängt man mit Speck tatsächlich Mäuse?) Scheint so ….

Politisches, gar „aufgeklärtes“ Bürgerliches Bewußtsein? Offenbar: Fehlanzeige… .

3)“Himmel -Landshut bis wurm“

An all das will, muss, so Roland Biswurm-  die Landshutische Stadt-Bürger-Gesellschaft „Ran“: die Begriffen, mit denen die KandidatInnen sämtlich hantieren, jonglieren …müssen auf den Prüfstand, auf den Tisch:

„Wohnraum für alle“  „gegen den Leerstand“ , Für den Erhalt des Schlachthofs“ , für die Renovierung der  GS Peter und Paul“ , „für die Renovierung und den Erhalt des Hallenbades“ ,“für den Erhalt der Jugendherberge, für den Erhalt , die Sanierung des Landestheaters NDB  im Bernlochner Komplex“…und sie alle beschwören den Bürgersinn, den Gemeinsinn, das Gemeinwohl, die bürgerliche Solidarität, aber alle sind an Macht , am Machterhalt, am Fortbestand des bestehenden Systems interessiert, damit alles so weitergehen kann wie bisher  und sich nichts verändern muss ….Biswurm möchte da „ran“ , und das wollen offenbar die Anderen agrad eben nicht, weshalb einer wie Biswurm kaum Chancen haben dürfte ….

Und doch: es gibt einen wachsenden Unmut unter und in der Bürgerschaft ….

Dies dürfte ein Grund dafür sein, dass inzwischen 12 KandidatINNEN, um den Job des OB buhlen, allein schon, um den Durchmarsch eines Thomas Haslinger verhindern zu können und zumindest eine Verzögerung in Gestalt einer Stichwahl zu erzwingen …

Biswurm ist, Jahrgang 1960 – jetzt 65jährig – aufgewachsen mit zumeist englisch sprachiger Rock und Popmusik:

Don’t you know
They’re talking about a revolution?
It sounds like a whisper
While they’re standing in the welfare lines
Crying at the doorsteps of those armies of salvation
Wasting time in the unemployment lines
Sitting around waiting for a promotion
Poor people gonna rise up
And get their share
Poor people gonna rise up
And take what’s theirs
‚Cause finally the tables are starting to turn
Talkin‘ ‚bout a revolution………

So singt es TRACY CHAPMAN im Jahr 1988: wenn wir das mal ernst und sogar wörtlich nehmen, dann heißt es: „eines Tages werden die Tische umgedreht werden… “ ein Bild für die  von Friedrich Nietzsche sogenannte „Umwertung aller Werte“

Das ist wenig populär, und darüber nachdenken ist anstrengend, fordernd, „viel verlangt“…..

Stattdessen: Worthülsen, Floskeln, leeres Gerede …von „empty prophets“.

Aber wie Avery Brundage (ehem. IOC Präsident) das angesichts des Attentats im Rahmen der Olympiade in München 1972 sagte: „the games must go on“..im Grunde  interessiert sich kaum wer  dafür , wer regiert: Hauptsache, es geht genauso weiter, wie bisher.

Biswurm möchte das ändern, möcht da „ran“. Fragen stellen, unbequeme Fragen:

etwa: spielen die Landshuter Turmbläser jetzt für Thomas Haslingers CSU UND für Jutta Widmanns „Freie WählerInnen“? Mitnichten: werden die Landshuter Turmbläser wenigstens ordentlich entlohnt für das, was sie da machen? Mitnichten …. Aber das gehört beiläufig nicht hierher (um „an Anna Blume“ von Kurt Schitters zu zitieren, aber wer kennt heute noch Kurt Schwitters?)

Biswurm möchte  die „bürgerliche Gesellschaft“  und deren langsames Verschwinden  thematisieren – beschwört die Solidarität einer  aufgeklärten Stadtbürger- Gesellschaft : wer  solidarisch ist  und  die Vorzüge – etwa eines  Landestheaters Niederbayern zu schätzen weiß , wird  diese KULTURLEISTUNG pflegen und  dafür einstehen, gleich, ob  der „kommunale Haushalt“ das hergibt oder nicht: die weithin berühmte Basilica Minor St. Martin entstand schließlich ausschließlich mit bürgerlichem  Engagement und durch dieses .ST :MARTIN erinnert uns daran, zu teilen –  damit alle etwas davon haben ….. wer denkt denn im Wahlkrampf ausgerechnet DARAN?

Biswurm legt den Finger in diese Wunde, denn das heißt: sich mit den Ideen des Sozialismus und Kommunismus, sich mit den Thesen eines Jesus Christus zu beschäftigen, die einschlägigen Schriften gemeinsam zu studieren und herauszufinden, wie man all das Gewinn bringend auf eine zukünftige Landshutische Gesellschaft anwenden könnte …

key words: Stadtbegrünung, Stadtentwicklung, ÖPNV Konzept, Città Slow… Gemeinwohlökonomie, Lebensmittel-Tafel, Kleider-Tafel, Repair-Café, Unverpackt Läden etc. pp.

Das schrieb heute früh ein Freund:

„Die Zahl 26 in der Mystik symbolisiert oft Harmonie, Idealismus und Spiritualität, verbunden mit den Ziffern 2 (Diplomatie, Partnerschaft) und 6 (Fürsorge, Familie).
Im Hebräischen ist sie heilig und mit dem Namen Gottes (JHWH) verknüpft, während sie in der Literatur (Gorki) eine Gemeinschaft von Arbeitern repräsentiert.

Später dann:
…..wanderten zwei Jünger nach Emmaus, einem Dorf ungefähr zehn Stadien von Jerusalem entfernt.
14 Unterwegs redeten sie über die Ereignisse der vergangenen Tage.
15 Während sie miteinander sprachen und nachdachten, kam Jesus und ging mit ihnen.
16 Aber sie – wie mit Blindheit geschlagen – erkannten ihn nicht.
17 »Worüber unterhaltet ihr euch?«, fragte sie Jesus. Die Jünger blieben traurig stehen,
18 und verwundert bemerkte Kleopas, einer von den beiden: »Ich glaube, du bist der Einzige in Jerusalem, der nichts von den Ereignissen der letzten Tage gehört hat.«
19 »Was ist denn geschehen?«, wollte Jesus wissen.
Um es mit den Worten der Musik zu sagen: https://www.youtube.com/watch?v=MRTsc7UvNfQ&list=RDMRTsc7UvNfQ&start_radio=1wie die Geschichte mit dem anderen ausging……….
Als er dann mit ihnen zu Tisch saß, nahm er das Brot, sprach das Segensgebet darüber, brach es in Stücke und gab es ihnen.
Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn.
Aber im selben Augenblick verschwand er vor ihnen……….

Also: keine Lösungen, keine leeren Versprechungen, keine Pralinen, keine Weißwürste, keine Kugelschreiber …. statt dessen: der Appell an Gemeinsinn, an Solidarität und den Wunsch, endlich mal wieder ETWAS ANDERS zu machen, als bisher, denn das hat sich – da dürften wir uns alle einig sein, lediglich in Sackgassen geführt ….

Gez. Roland Biswurm

 

Roland  HH Biswurm

Mühlenstr.1

84028 Landshut

0871- 430 11 88

0171- 622 89 89

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Ein Weg von 1000 Kilometern beginnt mit einem Schritt (Laotse 6. Jahrhundert v. u. Z.).

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Foto: Roland Biswurm priv.

 

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