FREIE WÄHLER-Fraktion plädiert für Kulturwandel in der Verwaltung
Saller und Frühbeißer: positive Fehlerkultur etablieren!
Die Enquete-Kommission „Bürokratieabbau“ hat erneut konkrete Handlungsempfehlungen für weniger Bürokratie in der bayerischen Verwaltung vorgelegt – dieses Mal für den Bereich „Ausbildung und Führung“.
Im Fokus steht dabei die Anpassung der Rahmenbedingungen für Beamte und Angestellte im öffentlichen Dienst, um Effizienz und Leistungsfähigkeit zu stärken. „Es ist höchste Zeit, dass die Verwaltung moderner wird und den Beschäftigten mehr Spielräume lässt, um individuellere Entscheidungen im Einzelfall treffen zu können“, betont Markus Saller, stellvertretender Vorsitzender der Kommission und Abgeordneter der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion. Nur so könne der Staat den heutigen Herausforderungen gerecht werden.
Ein zentraler Baustein des Konzepts ist der angestrebte Kulturwandel in der öffentlichen Verwaltung. Führungskräfte sollen dabei eine Vorreiterrolle einnehmen und ein neues Leitbild moderner Verwaltung entwickeln – geprägt von einer positiven Fehlerkultur. „Insbesondere im Hinblick auf vorhandene Ermessensspielräume braucht es den Mut, entsprechend zu entscheiden“, erklärt Stefan Frühbeißer, finanzpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER-Fraktion und Mitglied der Enquete-Kommission.
Um diesen Wandel zu unterstützen, sind regelmäßige Fortbildungen und eine angepasste Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitern vorgesehen. „So schaffen wir eine Verwaltung, die agil und bürgernah handelt“, stellt Frühbeißer in Aussicht. Zudem sollen die bisher starren Strukturen zwischen „Führungskraft“ und „Sachbearbeitung“ durchlässiger werden. Zielvereinbarungen sollen messbare Erfolge fördern, während der Anteil von Juristen in Führungspositionen reduziert werden soll – zugunsten einer stärker interdisziplinären Ausrichtung nach skandinavischem Vorbild.
Auch der Einsatz von KI und eine kritische Überprüfung staatlicher Verwaltungsarbeit sollen helfen, Ressourcen effizienter zu nutzen. „Technologie kann Bürokratie abbauen, aber sie ersetzt nicht den menschlichen Faktor“, unterstreicht Saller. „Am Ende geht es darum, eine Verwaltung zu schaffen, die den Bürgerinnen und Bürgern dient – nicht umgekehrt.“