LA-Regio Kliniken warnen: Jährliche Ergebnisbelastung steigt bis 2030 um rund 45 Millionen Euro
Das von Bundestag und Bundesrat beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz verschärft die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser erheblich. Für die LA-Regio Kliniken steigt die jährliche Ergebnisbelastung durch das Gesundheitspaket bis zum Jahr 2030 um rund 45 Millionen Euro – Geld, das dann Jahr für Jahr für die medizinische Versorgung der Menschen in der Region, die Umsetzung der Krankenhausreform und notwendige Investitionen fehlen wird. Die wirtschaftlichen Folgen treffen die Kliniken in einer Phase, in der sie gleichzeitig den tiefgreifendsten Strukturwandel der vergangenen Jahrzehnte bewältigen müssen.
Auch der Bayerische Städtetag warnt vor einer „bedrohlichen Lage“ der kommunalen Krankenhäuser. Er fordert ein bayerisches Nothilfeprogramm, um unkoordinierte Krankenhausschließungen zu verhindern. Diesen Appell unterstützen die LA-Regio Kliniken ausdrücklich. Krankenhäuser sind Teil der kritischen Daseinsvorsorge. Wer eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung erhalten will, muss den Kliniken auch die finanziellen Voraussetzungen dafür schaffen.
„Die beschlossenen Einsparungen treffen die Krankenhäuser in einer Phase, in der wir gleichzeitig die Krankenhausreform umsetzen sollen“, erklärt Judith Angerer, Vorständin der LA-Regio Kliniken. „Reformen können nur gelingen, wenn Finanzierung und Versorgungsauftrag zusammenpassen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass notwendige Investitionen und wichtige Versorgungsangebote unter dem wirtschaftlichen Druck leiden.“
Die Bayerische Krankenhausgesellschaft rechnet infolge der gesetzlichen Regelungen mit erheblichen finanziellen Belastungen für die Kliniken im Freistaat. Besonders betroffen sind Häuser der Schwerpunkt- und Maximalversorgung, die rund um die Uhr eine umfassende Notfallversorgung sicherstellen. Gleichzeitig steigen Personal-, Energie- und Sachkosten weiter an, während die Finanzierung vieler Leistungen hinter der Kostenentwicklung zurückbleibt.
Jakob Fuchs, Vorstand der LA-Regio Kliniken, macht die Folgen deutlich: „Unsere Aufgabe ist es, mehr als 300.000 Menschen in Stadt und Landkreis Landshut sowie den angrenzenden Regionen jederzeit eine hochwertige medizinische Versorgung anzubieten – von der Notfallmedizin bis zur hochspezialisierten Behandlung. Dafür brauchen wir Planungssicherheit und eine Finanzierung, die den tatsächlichen Versorgungsauftrag der Krankenhäuser berücksichtigt.“
Die finanziellen Auswirkungen des Gesundheitspakets verschärfen sich für die LA-Regio Kliniken von Jahr zu Jahr. Bis 2030 steigt deren jährliche Ergebnisbelastung um rund 45 Millionen Euro. Diese Mittel fehlen dann für die medizinische Versorgung, die Weiterentwicklung der Klinikstandorte und die Umsetzung der Krankenhausreform. Ohne eine auskömmliche Finanzierung droht ein Strukturwandel, bei dem wirtschaftlicher Druck und nicht medizinische Erfordernisse über das Versorgungsangebot entscheiden.
André Naumann, Vorstand der LA-Regio Kliniken, appelliert deshalb an Bund und Freistaat Bayern: „Krankenhäuser sind Teil der kritischen Daseinsvorsorge. Wer leistungsfähige Krankenhäuser erhalten möchte, muss jetzt handeln. Wir unterstützen deshalb die Forderung des Bayerischen Städtetags nach einem bayerischen Nothilfeprogramm. Nur wenn Reform und Finanzierung Hand in Hand gehen, kann die medizinische Versorgung der Menschen dauerhaft gesichert werden.“
Die LA-Regio Kliniken stehen hinter den Zielen der Krankenhausreform. Voraussetzung für ihren Erfolg ist jedoch eine verlässliche Finanzierung. Nur unter dieser Voraussetzung kann die wohnortnahe Gesundheitsversorgung langfristig gesichert und zukunftsfähig weiterentwickelt werden.